Citroën DS4 HDi 165 – Sparsame Göttin

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Das Auto, “la voiture”, ist im Französischen feminin einsortiert, und bei der Buchstabenkombination DS kommt den Bewohnern des Nachbarlandes zwangsläufig die gleich klingende “Déesse”, die Göttin, in den Sinn. Diese Assoziation wurde Teil eines Mythos, der das 20 Jahre lang produzierte Mittelklasse-Fahrzeug von Citroen zeitlebens begleitete. Als solle ein wenig göttlicher Glanz auf die heutigen Flitzer  abfallen, hat Citroën das alte Modellkürzel wieder belebt und schickt sich an, zu jeder aktuellen Baureihe eine “DS”-Version anzubieten. Sie soll sich durch eigenständiges Design, ungewöhnliche Ausstattungsdetails, mehr Exklusivität und Chic auszeichnen. Dem DS4 ist eine gelungene Architektur mit der entscheidenden Prise Extravaganz zu eigen. Bei dem göttlichen Sportler handelt es sich um eine Version mit 163-PS-Dieselmotor in der Ausstattungslinie SportChic. Citroen bietet mit dem DS4 eine unkonventionelle und dynamische Luxusvariante des C4 an.

Vor allem mit der Karosserie hebt sich der DS4 wohltuend ab und offeriert einen einzigartigen Mix aus viertürigem Coupé, versteckten Fondtürgriffen, flacher Dachlinie, kompakten Steilheck und SUV-Elementen wie beispielsweise großen Radläufen. Das Gesicht beeindruckt mit großem Lufteinlass, dem auffälligen verchromten Doppelwinkel des Citroen-Logos als oberer Grenze, auffälligen Nebelleuchten und weit in die Seite hineingezogenen Scheinwerfereinheiten. Die originelle Seitenarchitektur ist elegant und wirkungsvoll. Die knapp 4,28 Meter lange Limousine wiegt fahrfertig 1385 Kilogramm. Das Gewicht steht in einem guten Verhältnis zu den 163 PS Leistung, die mit einem maximalen Drehmoment von 340 Newtonmetern bei 2000 Umdrehungen in der Minute an die Vorderachse geleitet werden. Eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erreicht der Kompakte in 9,3 Sekunden und mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 212 km/h kann er in der Premium-Liga mitspielen. Beim Verbrauch kann man im Schnitt mit 6,5 Litern über die Runden kommen, selbst wenn der Spaßfaktor oft genutzt wird. Neben dem sportlichen Anspruch setzt der DS4 auf Komfort. Der Franzose filtert Bodenunebenheiten gekonnt weg, lässt sich aber auch gutmütig und flott auf kurvigen Straßen bewegen. Die gute Langstreckentauglichkeit des jüngsten DS-Sprosses wird von einem angenehm abgestimmten Fahrwerk, das nur bei kurzen Stößen zu hart wirkt, und der hervorragenden Geräuschdämmung unterstützt.

Der Innenraum der SportChic-Modelle ist von gediegener Wohnlichkeit, die weichen Oberflächen sind Handschmeichler und das Finish der in Kontrastfarben abgestimmten Abdeckungen und Verkleidungen wirkt hochwertig. Serienmäßig bei der SportChic-Ausstattung sind die zweifarbigen Ledersitze, sowie die elektrische Lendenwirbelstütze und die Massagefunktion. Dem Fahrer fällt als erstes die 3D-Optik der Hauptinstrumente ins Auge, deren Displayfarbe obendrein zwischen hellem Grau und kräftigem Blau veränderbar ist. Die mit Bedienelementen etwas überladen wirkende Mittelkonsole ist weitgehend funktionsgerecht gestaltet.  Ein edler Akzent wird durch die Chrom-Applikationen gesetzt. Die Orientierung fällt nicht schwer und auch die Ergonomie passt. Alle Schalter und Funktionen sind griffgünstig positioniert. Gute Arbeit haben auch die Fahrwerksentwickler geleistet: Mit seiner direkten Lenkung, der straffen Federung und den breiten 18-Zoll-Rädern wirkt der Fronttriebler Citroen DS4 HDi 165 gleichermaßen agil und fahrsicher. Trotz einer Höhe von 1,53 Metern zeigt die Karosserie selbst bei schnelleren Kurvenfahrten nur ein geringes Wanken. Exzellente Bremsen und ein sauber abgestimmtes ESP sorgen für die nötige Sicherheit. Federn und Dämpfer sind ohne große Komforteinbußen angenehm straff abgestimmt. Auch mit viel Gepäck auf Reisen gehen ist mit dem DS4 gut möglich: 385 Liter Kofferraumvolumen stellt das Raumwunder bereit, bei umgeklappten  Sitzen kann es sogar auf 1.021 Liter erweitert werden.

Alles in allem hat Citroen mit dem DS4 ein überzeugendes Gesamtpaket geschnürt. Herausgekommen ist ein ungewöhnlicher Crossover, der fast hoch wie ein SUV auf den Rädern steht, aber beinahe wie ein Coupé auftritt und in Wahrheit eine Limousine ist.

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