Großer Lifestyle im kleinen Flitzer

 

Nach Ferrari nutzt jetzt auch Opel den Vornamen des Firmengründers für ein wichtiges Modell – zu Recht, denn der Opel AdamSlam verbindet im Kleinwagensegment gekonnt Ernst und Spaß. Viele sind beim Versuch, die Ideenschmiede von Mini zu kopieren gescheitert. Doch Opel scheint es nun geschafft zu haben, denn der Mobilkonzern hat die Zeichen der Zeit erkannt und kommende Boom-Segmente frühzeitig besetzt. Mit einer Fülle von Individualisierungsmöglichkeiten, schicker Optik und modernem Infotainment soll der Adam nun ins Rennen gehen. Das Slam-Modell bedient sich einer extrem sportlichen Optik. Uns grinst eine klassisch verchromte Spange entgegen und die Tagfahrlicht-Winkel blitzen uns herausfordernd entgegen. Besonders gut gefällt der Kniff mit dem scheinbar schwebenden Dach, der dadurch entsteht, dass die C-Säule zwischen Schulterlinie und Chromzierleiste der Fenster durchgehend verglast ist. Beim Heck gefällt der wuchtige Stoßfänger, da er dem kleinen Blitz zu ordentlich Präsenz auf der Straße verhilft. Das Design ist ansprechend, die Materialien hochwertig und die Verarbeitung kann ohne Wenn und Aber mit dem Attribut “Premium” werben. Vorn sitzen die Insassen auf zwei bequemen, luftigen und hoch montierten Sitzen mit ordentlicher Kontur. Ablagen stehen reichlich zur Verfügung, vorn passen sogar 1,5-Liter-Flaschen rein, hinten gibt es Cupholder. Im Gepäckabteil finden sich übliche 170 Liter Standardvolumen, die sich bei umgeklappten Rückbanklehnen auf 484 (bis Oberkante Vorderlehnen) oder 663 Liter (dachhoch) steigern lassen. Für Single-Paare steht also auch der Urlaubsreise im Adam nichts im Weg. Die elektrisch unterstützte Lenkung des AdamSlam arbeitet angemessen leicht bei ausreichender Rückmeldung, den City-Modus für nochmals höhere Unterstützung gibt es außerdem. Die Finger tasten über eine weich geschäumte Armaturenbrett-Oberfläche und drehen an soliden Reglern. Das Auge erfreut sich im AdamSlam am fein gemachten Interieur mit Dekorleiste, detailverliebten großen Rundinstrumenten mit rotglühenden Zeigern – auch für Tankinhalt und Kühlmittel – sowie Details wie den bei Bedienung erleuchtenden Skalen am Klimaregler. Sie sind sehr gut lesbar und fügen sich nahtlos ins dynamische Bild des kleinen Kugelblitzes ein. Der AdamSlam setzt den positiven ersten Eindruck beim Fahren fort. Unter der Haube des Adam verbaut Opel Saugmotoren. Das Aggregat ist ein 1.4-Liter-Sauger mit 100 PS. Dank ordentlicher Dämmung bleiben Windgeräusche weitgehend draußen. Der Opel AdamSlam absorbiert lange Wellen problemlos und hält auf ungepflegten Nebenstraßen Bodenkontakt. Die leichtgängige Lenkung des Opel Adam befehligt ein ebenso leichtfüßiges wie kalkulierbares Eigenlenkverhalten. Weder tumb untersteuernd noch hinterlistig auf einen Lastwechsel-Dreher lauernd lenkt der Adam flink ein, zieht Kurven mit angemessenem Tempo durch. Sein Antritt ist gut, und der Verbrauch hält sich in Grenzen. Der 1,4-Liter-Benziner im Opel Adam agiert leise und drehfreudig. Mit 12,5 Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 tritt der Opel AdamSlam 1.4 flott an und ist mit maximal 176 km/h richtig zügig unterwegs. Fahrer und Beifahrer sitzen dabei jederzeit gut. Die Einstellungsmöglichkeiten für den Fahrerplatz könnten auch in höheren Fahrzeug-Segmenten mithalten. Erstaunlich hoch fällt auch der Fahrkomfort im Opel AdamSlam, den die Entwickler bei Opel trotz des überschaubaren Radstands von 2,31 Metern realisieren konnten. Mit dem Adam hat Opel ein Zeichen gesetzt. Denn ein so innovatives, freches und individuelles Auto erfreut die Freunde des Kleinwagensegments. Auch bei der Verarbeitung und Materialauswahl zeigt Opel der Konkurrenz, was alles geht. Ein wirklich innovatives Infotainment-System, Metall-Applikationen statt Kunststoffwüste, eine Flut an Individualisierungsmöglichkeiten und darüber hinaus eine Freude fürs Auge. Allerdings verließen sich die Rüsselsheimer nicht allein auf den äußeren Eindruck, sondern stimmten den knapp 3,70 Meter kurzen Dreitürer knackig ab, inklusive direkter sowie präziser Lenkung und sportlichen Fahrwerks. Mit diesem Paket wird der Adam zum flotten Flitzer, der dank gut konturierter und bequemer Sitze vorn auch für lange Autobahnetappen taugt.

 

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