Closer to God. Religious Architecture an Sacred Spaces

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Sakralbauten zählen traditionell zu den ausdrucksstärksten und experimentierfreudigsten Bauaufgaben der Architektur. In diesem Werk wird eine einzigartige Auswahl von Sakralbauten aller Glaubensgemeinschaften vorgestellt, die in den letzten Jahren errichtet worden sind. Die stimmungsvollen Atmosphären zeugen von der unglaublichen Schöpfungskraft der hier versammelten Arbeiten, die zu den vielseitigsten unserer Zeit gehören. Das Buch illustriert anschaulich, dass der zeitgenössische Sakralbau zu Beginn des 21. Jahrhunderts keinem vorherrschenden Stil mehr verpflichtet ist und in seiner oftmals expressiven architektonischen Formensprache in einem spannungsreichen Verhältnis von Traditionsgebundenheit und fortschrittlicher Zukunftsgewandtheit steht.  

Preis: EUR 49,90 -> in unserem Shop erwerben

Gebundene Ausgabe: 239 Seiten Robert Klanten; Die Gestalten Verlag; Auflage: 1 (30. Oktober 2010) Sprache: Englisch ISBN-10: 3899553136 ISBN-13: 978-3899553130 Größe und/oder Gewicht: 24 x 2,7 x 30 cm

Planet der Slums

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Das gesamte zukünftige Wachstum der Menschheit wird in Städten stattfinden doch bereits heute sieht sich eine ungeheure Anzahl von über einer Milliarde Menschen gezwungen, ihr Überleben in Armut, im Schmutz der Müllhalden, ohne (sauberes) Wasser, ohne Toiletten, ohne irgendeine Art der Gesundheits- oder Sozialversorgung zu organisieren. Die Megaslums des »Südens« sind Ausdruck einer im höchsten Maße ungleichen und instabilen urbanen Welt. Davis zeichnet die globale Herausbildung dieser informellen Ansiedlungen nach und konstatiert eine »Kopernikanische Wende« der menschlichen Siedlungsgeschichte. Nirgendwo wurde die Herausbildung einer riesigen Klasse hauptsächlich junger Menschen vorausgesehen, die in Städten lebt und keine formelle Anbindung an die Weltökonomie hat oder irgendeine Chance, diese jemals zu bekommen.  

Preis: EUR 20,00 -> in unserem Shop erwerben

Broschiert: 247 Seiten Mike Davis; Assoziation a; Auflage: 2., Aufl. (Oktober 2011) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3935936567 ISBN-13: 978-3935936569 Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,8 x 2 cm

HAUS & AUTO

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Längst sind die Zeiten vorbei, in denen selbst das schönste Auto ein tristes Schattendasein in einer dunklen Garage fristen musste. Dieses Buch präsentiert 40 innovative Lösungen für die fahrbaren Schmuckstücke designbewusster Architekturliebhaber mit einem innigen Verhältnis zum Automobil. Von den ersten Konzepten bis zur Garage von morgen, dass selbstverständlich allen praktischen Ansprüchen genügt, bekommt der Leser einen Einblick in die unterschiedlichsten architektonischen Lösungsformen. Von der Tiefgarage bis zum Autolift, vom Carport bis zur „Wohngarage“ wird eine kreative Vielfalt im Umgang mit den Abstellmöglichkeiten des fahrbaren Untersatzes abgebildet und ausführlich erläutert. Die baulichen Konzepte lassen Haus und Garage zu einer ästhetischen Einheit verschmelzen.  

Preis: EUR 59,95 -> in unserem Shop erwerben

Gebundene Ausgabe: 176 Seiten Andreas K. Vetter; Callwey; Auflage: 2 (9. Februar 2012) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3766719106 ISBN-13: 978-3766719102 Größe und/oder Gewicht: 28,6 x 25,8 x 2 cm

Architekturvisionen – Architektur im (Rampen-)licht

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Etwas ohne jegliches Licht darstellen oder sichtbar machen zu wollen, ist nicht möglich. Zumindest wenn wir uns auf unsere natürliche Sehkraft beschränken. Dieser Umstand, dass Licht unabdingbar ist, gilt natürlich auch für die Architektur. Im architektonischen Kontext wird Licht grundlegend in zwei verschiedenen Variationen eingesetzt: Als natürliches und als künstliches Licht. Sowohl mit natürlichem als auch künstlichem Licht wird Architektur sichtbar, wahrnehmbar und erlebbar. Das natürliche Licht muss im Entwurfsprozess früh bedacht werden. Wohnhäuser werden im Idealfall nach dem Sonnenstand bzw. den Vorlieben und Bedürfnissen der Bewohner oder der Nutzung entsprechend, das Licht betreffend konstruiert. Große, vom Tageslicht durchflutete Räume sind seit vielen Jahren begehrt, weil die Lebensqualität mit mehr Außenraumbezug in geschlossenen Räumen zu steigen scheint. Natürliches Licht so einzusetzen, dass die Öffnungen im Baukörper die Architektur aufwerten und ein selbstverständlicher Teil ihrer werden, um den Räumen einen eigenen Flair zu geben, ist eine Herausforderung. Ein paar sehr gelungene Beispiele wurden in diesem Jahr in der Schweiz mit dem Tageslicht Award ausgezeichnet. Den ersten Preis erhielt das Schweizer Architektenteam Gigon/Guyer aus Zürich für ihren 1992 fertig gestellten Museumsbau. Das Kirchner Museum in Davos entstand aus einem Wettbewerb und ist bis Heute ein bedeutendes Beispiel für den Einsatz und die Umsetzung des richtigen Tageslichts. Das Museum beherbergt viele Arbeiten des deutschen Künstlers Ernst Ludwig Kirchners und muss den Anforderungen eines Ausstellungsraumes mit Aufenthaltsqualität gerecht werden. Gigon und Guyer verstanden es, mit großflächigen Fenstern, einem bis ins kleinste Detail geplanten Lichteinfall und einer offenen Raumstruktur, ein Museum zu entwerfen, welches des Tages keine künstliche Beleuchtung benötigt und trotzdem die ausgestellten Ölgemälde sowie Grafiken entsprechend präsentiert und erhält bzw. erhellt. Mit den großen Fenstern wird dem Besucher außerdem die Möglichkeit gegeben, sich selbst in der alpinen Landschaft Davos zu verorten und einen Außenbezug herzustellen. Baut man in unseren Breitengraden verschwinden das natürliche Licht und der Sonneneinfall aber des Nachts. Dann kommt das künstliche Licht zwangsläufig zu seiner Aufgabe. Künstliches Licht kann unterschiedlich eingesetzt werden. Zum einen dient es dem rein praktischen Zweck, Licht im Dunkeln zu spenden. Zum anderen kann es in einer Installation ein Gebäude oder Baukörper aufwerten, von Weitem sichtbar machen und Aufmerksamkeit erregen. Illuminationen in denen ganze Häuser von Außen neu gestaltet und in Lichttechnik verpackt werden, entwerfen zum Beispiel Casa Magica. Das Künstler- Team beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit dem Einbezug der vorhandenen Architektur in die neue Installation, welche auch neue Sichtweisen und Interpretationen zu dem Baukörper ermöglichen. Ihre Arbeiten bezeichnen sie selbst als Architekturprojektionen, wobei die Architektur nicht nur als Leinwand genutzt werden soll, sondern in die Bildgestaltung integriert wird. Dabei wird das Bauwerk in seiner Eigenheit thematisiert, genau wie die Spezifität eines jeden Ortes bedacht wird. Dadurch wird jede Installation zu einem einzigartigen künstlerischen Werk, in welchem Bild und Raumgefüge verschmelzen. Beispiele der Arbeiten von Casa Magica waren unter anderem bei der Fête de Lumieres in Lyon mit einer Architekturprojektions- Schau an der Cathédrale Saint-Jean oder einer Grossbildprojektion mit Licht an den Pyramiden von Giza zu bestaunen. Wunderschöne, beleuchtete, angestrahlte, neu interpretierbare Architekturkörper entstehen und zeigen für einen Moment der temporären Installation eine Facette der realen Architekturdarstellung. Aber nicht nur ein bereits bestehender Baukörper kann durch eine Illumination aufgewertet werden. Eine Lichtinstallation selber ohne den Bezug zu einem bestehenden Baukörper kann zur Architektur und einem eigenständigen Kunstwerk werden. Während der 20 Jahr Feierlichkeiten zum Wegfall der Mauer 1989 wurden in Leipzig während eines großen Lichterfestes verschiedene Lichtwerke installiert. Das Leipziger Architekturbüro KARO* Architekten beteiligte sich mit einem Beitrag zur virtuellen Rekonstruktion einer einst für das Stadtbild Leipzigs bedeutenden Brücke. Die damals schon nicht mehr bestehende Brücke „Das Blaue Wunder“ wurde mit Lichtern und Leinwänden in einer medialen Nachbildung an ihrem ursprünglichen Ort rekonstruiert. KARO* Architekten beteiligten sich an dieser aufwendigen Lichtinstallation und ließen die Menschen einen Teil der Brücke werden. Per Live Kamera wurden die vorbeikommenden Menschen auf die Leinwand projiziert, konnten sich unmittelbar darauf oben „auf“ der Brücke sehen. Im Sinne der früheren Demonstrationen, welche in Leipzig bis 1989 von den Menschen genutzt wurden, um den Wegfall der Mauer zu fordern, waren nun wie¬der die Menschen der Mittelpunkt dieser Brücke. Mit bekannten und markanten Sätzen, die vor 20 Jahren gemeinsam gerufen wurden und nun als Schriftzüge auf der Brücke erschienen, wurde die Installation unterstützt. Das besondere an diesem temporären Zeichen digitaler Architektur ist, dass obwohl eigentlich die Brücke im Zent¬rum der Betrachtung liegen sollte, die Menschen in den Mittelpunkt gerückt wurden. Autor: Elisabeth Bormann

Gesunde Architektur

Fortsetzung des Artikels von Farzin Bandarchian von Seite 22 aus AFA 3/2012
… Dadurch sind Allergie Auslöser wie Schimmel, Milben, Hausstaub und chemische Substanzen weitestgehend ausgeschlossen. Farbe und Licht Die Annahme, Licht spiele für die Gesundheit des Menschen kaum eine Rolle hat zur Verbreitung von minderwertigem Kunstlicht geführt, das heute viele Lebensbereiche bestimmt. In der Architektur sind Licht und Farbe sehr oft anderen Parametern unterworfen. Selten wird über die Zusammensetzung von Atmosphären nachgedacht. Die Architekten ludloff + ludloff zeigen bei ihrem Entwurf Haus FL in Berlin-Mitte eindrucksvoll welche Möglichkeiten Farbe und Licht bei der Schaffung unterschiedlicher räumlicher Atmosphären bieten. Der moderne Mensch ist ununterbrochen von Gebäuden und Architektur umgeben. Architektur hat also für jeden Menschen eine sehr konkrete Bedeutung und bestimmt das alltägliche Leben. Die Qualität des Lebensumfeldes sollte der Gesellschaft daher ein wichtiges Anliegen sein.

Heilige Räume – Räume des Glaubens

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Fast ausnahmslos verspüren die Kulturen der Menschheit das Bedürfnis, zu glauben und Orte zu schaffen, die das Glaubensbild fassen oder kommunizieren. Glaube hat unzweifelhaft zu den größten Kulturleistungen der Menscheit geführt. Der Wechsel vom heiligen Ort zum heiligen Raum stellt auch eine der tiefgreifendsten Veränderungen im Umgang mit Raum dar. Der in der Natur integrierte Kultort, z.B. das Thingvellir in Island, wird gewandelt zum artifiziellen und inszenierten Raum. Die Inszenierung existiert auch in den Naturheiligtümern, jedoch wird sie in dem Moment unabdingbar, in dem ein Sakralraum entsteht. Beispiele hierfür sind das „Haus des Wassers“ in Eridu, die Tempel der griechischen Poleis und die römische Urbs. Im Gottesdienst der frühchristlichen Gemeinden in den Katakomben Roms wird die Inszenierung für kurze Zeit abgelegt. Die liturgischen Treffen in den Häusern der einzelnen Gläubigen sind konspirativ, die Existenz eines Altars kann den Tod [in der Arena] zur Folge haben. Die Darstellung der Leiden des Herrn sind krude Bilder an den Wänden der Kanalisation. Mit der Akzeptanz und Einführung als Staatsreligion tritt die christliche Kirche das Erbe der Inszenierung an, indem sie die vakanten Sakralräume annektiert. Zeitgleich beginnt ein bis heute andauerndes Wechselspiel mit profanen Raumstrukturen. Industriebauten wie die Sayner Hütte, Konsumbauten und Banken beziehen starke Impulse aus dem Sakralbau. In anderen Kulturen entsteht sakraler Raum aus grundlegend anderen Strukturen und zumeist in enger Verbindung mit der umgebenden Landschaft. Sportstätten als Sakralräume sind seit den mesoamerikanischen Ballfeldern, z.B. um Chichén Itzá, bekannt. Dass Sportereignisse im Stadion sakral wirken können, ist mittlerweile auch bei uns anerkannt. Der unüberschaubare Weg des Lebens und Glaubens wird im Buddhaschrein von Borobudur auf Java thematisiert. Von unten ist die Spitze und von oben die Basis nicht zu sehen. Die Verbindung zwischen Glaube und Gesellschaft, exemplarisch in den Hopi- und Navajodörfern, ist außerhalb des Christentums deutlich stärker, im Bau der Moscheen untrennbar. Seit der Aufklärung wurde der Glaube diskreditiert, seine Bauten nutzlos. Das menschliche Bedürfnis nach einem Sinn im Leben besteht jedoch weiterhin. Der Heterogenisierung unserer Gesellschaft steht mit der Kirche und deren Räumen ein vermeintlich sehr inflexibles Konstrukt gegenüber: Gerade die großen Kirchen bestimmen sehr oft über ihr Dogma den Raum und was darin passieren soll, was jedoch die Gläubigen immer weniger anspricht – sie fühlen sich oft bevormundet und wollen selbst entscheiden Das Bedürfnis nach Inszenierung ist von der Gemeinde auf den Einzelnen übergegangen und gerät hier zum Dilemma. Die eigene Hochzeit wird an einem als besonders geeignet empfundenen Ort zelebriert. Die Gäste werden mitgebracht. Dass hierbei das Event vor den Glaubensakt rückt, wird von den Feiernden nicht als Problem wahrgenommen. Ein Bezug zur Heimatgemeinde als Gemeinschaft der Gläubigen existiert ohnehin kaum noch. Mit anderen Gemeindeformen versucht die katholische Kirche diesem Denken Rechnung zu tragen und, frei nach 1. Petr. 2,5, eine „Gemeinde der lebenden Steine“ zu schaffen – eine Gemeinde, in der in einem Zentralraum alle aktiv zum Gottesdienst beitragen. Infolge dessen leidet die Kirche seit dem 2. Vatikanischen Konzil für ihre Gegner unter Formlosigkeit, freundlichem Getue und bemitleidenswerter Rührseligkeit. In welcher Form kann sakraler Raum heute diesem Dilemma entgegen wirken? Ein mögliches Instrument scheint die Vermittlung durch künstlerische Reinterpretation zu sein. 1995 veranstaltete James Lee Byars in St. Peter, Köln die „White Mass“.Ein kultisches Experiment, bei dem der Priester zum Altar, zum Performance-Künstler wird. 2004 wird, wieder in St. Peter, ein „Altar“, das „Curuz-Altare“ von Eduardo Chillida, von der katholischen Kirche zum Kunstgegenstand zurückgestuft. Das dreigeteilte Kreuz-Altar-Objekt hatte auf die Altarplatte verzichtet und den Priester dazu angehalten, diese Leere performativ zu füllen. Künstler können und müssen das tun, was der katholisch geprägte Kirchenraum nicht mehr kann: unangenehme existenzielle Fragen stellen oder auslösen. In diesem Kontext steht auch die Frage nach einem Leitbild der Kirchenbauten in einer bilddurchfluteten Welt. War in der Romanik die Kirchenburg, in der Gotik das himmlische Jerusalem jeweils das Bild der Kirche, so tut heute vielleicht eine Bildlosigkeit Not. Die 1998-2002 errichtete St. Canisius-Kirche in Berlin Charlottenburg ist ein solcherart bildloses Gebäude. Licht und Schatten stimulieren den Besucher dazu, seine eigenen Inhalte zu generieren. Die Ise-Schreinanlage ist 2000 Jahre alt und keine 20. Alle 20 Jahre werden die Tempel und Schreine baugleich völlig neu, völlig gleich hergestellt. Was aus bautechnischen Gründen in Japan passiert kann vielleicht dazu dienen, uns ein neues und gleichzeitig uraltes Bild der Kirche zurückzugeben: Indem wir gemeinsam unsere Kirche erbauen. Die Arbeitsinitiative Kirchentrojaner macht dies seit 2007 in der Stuttgarter Martinskirche. Zwischen Palmsonntag und Pfingsten gestalten Jugendliche in einem Workshop mit den Architekten und Künstlern zusammen den Kirchenraum. – Schafft es die Kirche nicht, Menschen mit ihrem (Raum-)Programm anzuziehen, muss sie wieder dahin gehen wo Menschen sind. Fußballstadien, Autobahnraststätten, Shopping-Malls oder Großereignisse sind sicher nicht die falschen Orte. Paul Mocanu Heilige Räume Moderne Sakralarchitektur http://www.zeit.de/kultur/2011-03/fs-religioese-architektur