Big in Japan (Toyota RAV 4)

Mit der vierten Generation hat Toyota sein Kompakt-SUV neu erfunden und ihn damit um eine Klasse aufsteigen lassen. Das manifestiert sich besonders bei der Fahrzeuglänge. Nicht weniger als um zehn Zentimeter mehr Radstand und gut zwanzig Zentimeter mehr Länge ist Toyotas Bestseller gewachsen, das ist eine Hausnummer für einen Modellwechsel. Die nach hinten abfallende Dachlinie verstärkt den Eindruck eines modernen Kompakt-Vans. Das Längenwachstum kommt im Innenraum vor allem ab der zweiten Reihe zum tragen. Üppige Beinfreiheit auf den Rücksitzen und ein deutlich größerer Kofferraum stehen zu Buche sowie fürstliche Platzverhältnisse im Fond. Ein großer Fortschritt sind die neuen Vordersitze, die auch größer gewachsenen Piloten besseren Halt und eine komfortablere Sitzposition bieten als bisher und echte Langstrecken-Möbel sind. Zusammen mit dem kompakten und dick gepolsterten Lederlenkrad kommt schon vor dem losfahren sportliche Stimmung auf. Die schwungvolle, metallisch schimmernde Einfassung des Cockpits zieht sich rechts bis zur Mittelkonsole hinab – das sieht klasse aus. Ohne umgeklappte Rücksitze ist die Laderaumlänge auf 95 Zentimeter gewachsen, die RAV4-typisch niedrige Ladekante bleibt weitgehend erhalten. Neu ist außerdem die Heckklappen-Funktion. Statt bisher seitlich angeschlagen schwenkt sie nun nach oben und kann auch elektrisch betätigt werden. Der Kofferraum fasst ein Volumen von 547 bis 1746 Liter. Wer im neuen Toyota RAV4 Platz nimmt, erkennt den Generationenunterschied auf den ersten Blick und merkt, dass aus dem sportlichen Lifestyle-Geländewagen ein praktisches Familienauto mit vielen Ablagemöglichkeiten geworden ist. Die Abkürzung steht übrigens für Recreational Active Vehicle, also ein „Vehikel zum aktiven Erholen“. Das moderner gestylte Cockpit nimmt Abschied von der bisherigen Designlinie, greift aber gleichzeitig Details wie die querlaufende Stufe im Armaturenträger vom Vorgänger auf. Auch die Bedienbarkeit des Toyota RAV4 hat deutlich hinzu gewonnen. Die wichtigsten Funktionen hat man schnell im Griff. Man darf sich an einer sehr wertstabilen Verarbeitung erfreuen. Die Sicherheits-Optionsliste des neuen Toyota RAV4 umfasst nun einen Totwinkel-Warner, Fernlicht-Assistent und Spurwechselwarner. Serienmäßig gibt es Klima-Automatik, Multifunktions-Lederlenkrad, 17-Zoll-Leichtmetallräder und ein Multimedia-System mit Farbbildschirm und Rückfahrkamera – das kostet andernorts ordentlich Aufpreis. Der 5-Sitzer verfügt über einen Dieselmotor mit einem Hubraum von 1998 cm³ aufgeteilt auf 4-Zylinder. Die Leistung beträgt 91kW (124 PS). In 11.0 Sekunden beschleunigt man damit auf 100 km/h. Möglich ist eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Für den städtischen Einsatz und Überlandfahrten bietet der Japaner reichlich Anfahr- und Überholpotenzial. Der große Hubraum erlaubt in Verbindung mit dem hohen Drehmoment sachaltfaules Fahren und Cruisen. Das sauber abgestimmte und komfortabel-straff agierende Fahrwerk kommt auch mit fies verbeultem Straßenbelag gut zurecht. Die verbesserte Lärmdämmung ist ebenfalls gelungen, Windgeräusche sind bei Autobahn-Richtgeschwindigkeit kaum zu hören. Federn, Lenken und Bremsen kann der RAV auch. Die Lenkung ist sehr leichtgängig und erleichtert das Rangieren mit zarter Hand. Motorisiert ist der RAV mit einem gut gestuften Sechsgang-Schaltgetriebe und Allradantrieb. Die von Toyota “Dynamic Torque Control System“ genannte Technik treibt bei normaler Fahrt die Vorderräder an, überträgt bei stärkerer Beschleunigung oder bei Schlupf an den Vorderrädern bis zu 50 Prozent des Drehmoments an die Hinterachse. Toyota gibt einen durchschnittlichen Verbrauch von 5.3 l/100 km an, was einer CO2-Emission von 137 g/km entspricht. Damit wird das Auto Toyota RAV 4 2.0 D-4D 4×4 Edition S in die CO2-Effizienzklasse A eingestuft. Aus dem RAV4 ist ein ernsthaftes, familientaugliches, sicheres und komfortables Reiseauto geworden. Im inzwischen gewaltig angewachsenen Kompakt-SUV-Segment hat der neue Toyota RAV4 das Zeug dazu, ein wichtiges Wort mitzureden.

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