Lexus CT 200h Hybrid: Der sportliche Nadelstreifen- Prius

Fortsetzung des Fahrberichts Lexus CT 200h Hybrid aus AFA 2/2012

Remote-Touch-Element. Es ahmt das Grundprinzip einer Computer-Maus nach und steuert die Audioanlage samt Navigationssystem. Generell wirkt der Innenraum des Lexus CT 200h bereits auf den ersten Blick um Klassen hochwertiger als der des kargen Prius. Insgesamt wirkt der Lexus weniger futuristisch und besitzt ein wesentlich weniger gesetztes Ambiente im Innenraum. Auch die Karosserie unterscheidet sich grundlegend. Der Lexus ist ein klassischer, durchaus wohlproportionierter Kompakter mit langer Haube, niedrigem Dach und steilem Heck. Der Design-Mix aus Kanten und Rundungen steht dem 4,32 Meter langen Fünftürer gut, er wirkt breit und flach und so gar nicht brav. Er nutzt die Hybridtechnik des Toyota Prius, soll aber eine eigene Zielgruppe ansprechen, nämlich Singles und Paare um die 30, natürlich gut verdienend. Wie im Prius setzt sich der Antrieb aus einem 1,8-Liter-Benziner mit 100 PS und einem Elektromotor mit 60 kW zusammen.

Trotz sportlichen Anspruchs soll der Lexus ein Sparkönig unter den Benzinern sein. Und mit einem Durchschnittsverbrauch von etwas mehr als vier Liter Benzin auf 100 Kilometern schafft er das auch. Der Lexus CT 200h kommt fein gekleidet, umweltbewusst und kompromissbereit daher wie ein moderner Umweltaktivist. Die feine Art zu sparen erweist sich als guter Kompromiss. Beruhigend genug fürs grüne Gewissen, flott genug für alle, die sich die Freude am Fahren nicht nehmen lassen wollen. Dank Aluhauben und Leichtbaus im Detail verspricht Lexus 3,8 Liter pro 100 km im Durchschnitt, also nur 89 g CO2-Emissionen pro km. Äußerlich ist er ein sportlicher Athlet, der kräftig seine Muskeln anspannen kann und auch der Innenraum macht etwas her.

Das Armaturenbrett ist schön gestaltet, aufgeräumt und besteht im oberen Teil aus hochwertig weichem Kunststoff. Das Lenkrad mit dem wurstdicken Kranz sieht sportlich aus und liegt gut in der Hand. Dazu gibt es das eine oder andere futuristische Detail wie den kleinen By-Wire-Gang-Wahlhebel oder den Joystick in der Mittelkonsole. Letzterer ist optimal platziert und funktioniert prächtig, weil der Maus-Zeiger in klar definierten Rasterstufen über den zentralen Bildschirm springt. Der Elektromotor des Lexus spendiert ihm eine hohe Dosis Leistung und sein System reagiert fix aufs Gaspedal. Der Fahrzeugschwerpunkt wandert dank weiter vorne und tiefer sitzender Batterie in Richtung Fahrersitz und sorgt für ein hohes Fahrvergnügen. Er fährt und liegt unglaublich perfekt. Dank straffer Fahrwerksabstimmung und direkter Lenkübersetzung lässt sich der kompakte Lexus im Fahrbericht in Kurven nicht lange bitten; Rollbewegungen der Karosserie sind kaum festzustellen. Auf diese Weise wird der Fronttriebler seinem sportlichen Anspruch gerecht. Das Elektroauto ist deshalb so faszinierend, weil es die Gegensätze Bequemlichkeit und Fortschritt optimal vereint.

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