Polo wird zum SUV (VW T-Cross 1.0 TSI)

Der VW Polo hat einen Bruder bekommen, auf den er stolz sein kann: den T-Cross. Bei diesem handelt es sich um einen Crossover mit einer Mini-SUV-Karosserie. Er verfügt über einen extravaganten Auftritt durch sein peppiges Design und kann mit vielen praktischen Details begeistern. Bei unserer Testfahrt hatten wir das Top-Modell mit 115-PS-Dreizylinder, Doppelkupplungsgetriebe, R-Line-Paket und Style-Ausstattung.

Exterieur
Der T-Cross macht schon auf den ersten Blick Eindruck, denn er steht robust auf seinen Rädern und signalisiert dadurch seine Abenteuerlust. Durch die großen Radausschnitte wird dieser Eindruck noch verstärkt. Serienmäßig besitzt er 16-Zoll-Felgen. Optional gibt es ihn aber auch mit 17- und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Mit einer Länge von 4,11 Metern besitzt der VW T-Cross Maße, die genau zwischen Polo und Golf liegen. Deutlich mehr Unterschied gibt es in der Höhe: hier stehen die 1.558 Millimeter des T-Cross den 1.446 Millimetern des Polo gegenüber. Im Vergleich zur Außenlänge fällt der Radstand von 2.563 Millimetern groß aus. Davon profitieren Platzangebot und Raumgefühl. Der Kleinwagen für die Lifestyle-Gesellschaft präsentiert sich an seiner bulligen Front mit einem stolzen Grill. Stärker betont als beim Polo sind seine Radläufe und auch seine Heckpartie ist wesentlich präsenter gezeichnet. Durch diese Anordnung erhält der T-Cross eine klare Frontanmutung. Zwei horizontal geschnittene Linien verlaufen seitlich von vorne bis hinten und unterstreichen den dynamischen Auftritt. Die standardmäßigen LED-Rückleuchten sind beim T-Cross durchgehend und schön lang und flach gehalten. Stark sieht auch das Reflektorband aus, das sich quer über das Heck spannt und von einer schwarzen Blende eingerahmt wird. Markant eingefasste Nebelscheinwerfer und integriertes Tagfahrlicht betonen die Höhe der Frontpartie zusätzlich. Wer möchte, kann bunte Felgen und Kontrastlackierungen wählen. Unser Testwagen war knallorange, und zwar sowohl außen als auch innen.

Interieur
597 Millimeter über der Fahrbahn thronen Fahrer und Beifahrer, die Fondinsassen sogar 652 Millimeter. Damit ist gute Übersicht garantiert. Dank vier großer Türen lässt es sich bequem einsteigen in den T-Cross. Innen ist die Verwandtschaft zum Polo leichter erkennbar als außen. Aber gegenüber dem Polo hat der Innenraum mächtig an Geräumigkeit und Beinfreiheit in beiden Sitzreihen gewonnen. Fünf Personen können angenehm im T-Cross mitreisen. Der Stauraum liegt zwischen 385 und 455 Litern, je nachdem, welche Sitzkonfiguration gewählt wird. Beiumgeklappter Rückbank sind sogar 1281 Liter fürs Gepäck drin. Im Innenraum befindet sich viel Hartplastik, der jedoch nicht als störend empfunden wird. Ansonsten ist das Ambiente des Interieurs so aufgeräumt und bedienungsfreundlich, wie man es von VW gewohnt ist. Die Sitze sind angenehm straff und das Infotainment liegt perfekt und bedarf keiner langen Erklärung. Serienmäßig befindet sich ein 6,5-Zoll-Farbdisplay in der Mitte. Im Testwagen hatten wir ein Active Info Display, das mit 10,25 Zoll die gleiche Größe hat wie beim Polo. Mit der View-Taste am neuen Multifunktionslenkrad lässt sich die Navigationskarte auf der gesamten Bildschirmbreite, oder zwischen zwei Rundinstrumenten anzeigen.

Motorisierung
Aktuell gibt es zwei Benziner mit 95 und 115 PS und einen Diesel mit 95 PS. Damit ist der T-Cross ausreichend motorisiert. Wir haben das 115 PS-Modell, welches auf bis zu 193 km/h schafft, getestet und waren sehr zufrieden. In 10,2 Sekunden kommt man mit dem T-Cross von 0 auf Tempo 100. Der Dreizylinder-Benziner passt optimal zum T-Cross. Der Fronttriebler ist bestens dazu geeignet, im Stadtverkehr mit zu schwimmen. Besonders auf längeren Autobahnetappen waren wir allerdings froh, dass wir die höhere PS-Ausstattung hatten, auch weil diese sechs anstatt nur fünf Gänge besitzt. Der Verbrauch lag bei durchschnittlichen sechs Litern Super nach der neuen WLTP-Norm, was angesichts der fast 1,3 Tonnen Gewicht, ein guter Wert ist.

Fahrverhalten
Knopf drücken und der Dreizylinder meldet sich hörbar, aber nicht aufdringlich zu Wort. Der Schaltknauf liegt gut zur Hand, lässt sich leicht führen und wirkt nie hakelig. Ebenso ordentlich und angenehm direkt arbeitet die Lenkung. Souverän und recht gemütlich ist man in diesem Auto unterwegs. Der T-Cross ist komfortabel abgestimmt. Das Auto federt ausgezeichnet und bügelt Unebenheiten gut weg. Auf zügig genommene Kurven reagiert er gelassen. Die Bremsen verrichten ihren Dienst zügig und tadellos. Die harmonische Fahrwerksabstimmung verdient großes Lob.

Fazit
Der VW T-Cross überzeugt mit gutem Raumangebot, vielen praktischen Details und solidem Komfort. Selbst zügig gefahren, fährt er stets präzise. Sein farbenfrohes und keckes Design versprüht gute Laune.

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