Der Alleskönner (Jeep Wrangler Sahara)

Das Urgestein aller Offroadmodelle beweist in der vierten Generation, dass er sich auch im Großstadt-Dschungel bestens zurechtfindet. Wir haben die Qualitäten des Multitalents Jeep Wrangler in der Sahara-Version getestet.

Exterieur

Beim Jeep Wrangler Sahara wird anhand seiner 18-Zoll-Alufelden auf den ersten Blick klar, dass er seinen urbanen Charakter zeigen will. Sein kantiges Grundprofil ist sehr beeindruckend. Der starke Auftritt entsteht nicht zuletzt durch den Sieben-Slot-Kühlergrill und die Radhäuser in Trapezform. Hinzu kommen effiziente LED-Leuchten in den kreisrunden Scheinwerfern sowie große Fensterflächen. Wir haben die Langversion – 4,88 Meter von der mächtigen Frontstoßstange bis zum Heck – getestet. Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue Modell um etwa zehn Zentimeter gewachsen. Auch beim Radstand hat er zugelegt und sein Kofferraumvolumen fast jetzt 533 bis 1.044 Liter.

Interieur

Wenig Veränderungen hat es im Innenraum gegeben. Immer noch nahezu senkrecht steht das Armaturenbrett und weist somit auf den typisch rustikalen Wrangler-Nutzfahrzeug-Charakter hin. Der gesamte Innenraum ist schön übersichtlich gehalten. Der Wrangler ist eine interessante Mischung aus Purismus und luxuriösen Details. Sehr stylish sind beispielsweise die Metalloptik-Armaturen in Rot oder Grau und die beiden Displays in hoher Auflösung. Das eine liegt ganz zentral, das andere zwischen den beiden klassischen Rundinstrumenten. Edel wirken die belederten Oberflächen. Zu seiner Ausstattung zählen unter anderem elektrische Fensterheber, LED-Scheinwerfer, animierte Instrumente, ein vernetztes Navigationssystem inklusiv Apple CarPlay und Android Auto. Darüber hinaus besitzt der Sahara eine Komfortausstattung. Das bedeutet, dass die Lordosenstütze im Fahrersitz, die vorderen und hinteren Parksensoren, das 7-Zoll-Infodisplay und das 8,4 Zoll-Touchscreen-Infotainment mit 3D-Navigation und Alpine Soundsystem mit neun Lautsprechern und Subwoofer ebenfalls mit an Bord sind. Das Platzangebot ist allemal ausreichend für zwei bis vier Passagiere. Der Laderaum beim Unlimited-Viertürer fasst 533 bis 1.044 Liter.

Motorisierung

Beim Jeep Wrangler haben wir es mit einem 2,0 Liter großen Vierzylinder-Turbobenziner mit Direkteinspritzung und 277 PS zu tun. Sein maximales Drehmoment von 400 Nm liegt bei 3000 U/min. an. Verbunden ist der Wrangler Sahara serienmäßig mit einem Achtgang-Wandlerautomatik-Getriebe. Dieses nutzt das Motormoment optimal. Die Leistungsfähigkeit wurde durch den Einsatz von einer Kombination aus Twinscroll-Turbolader mit Benzin-Direkteinspritzung gesteigert. Dadurch wurde die Verbrennung verbessert, was mehr Leistung und Drehmoment bedeutet. Um den Kraftstoff mit einem Druck von bis zu 200 Bar direkt in den Zylinder spritzen zu können, hat man sich für die Nutzung eines Commonrail-Systems entschieden. So wird der Kraftstoff durch den hohen Einspritzdruck wesentlich feiner zerstäubt. Auch in Sachen Verbrauch hat er einen gewaltigen Sprung nach vorne getan: er kommt nun auf durchschnittliche neun Liter Super je 100 Kilometer. Den Sprint von Null auf 100 legt er in 8,6 Sekunden hin und auf der Autobahn sind gut 180 km/h möglich.

Fahrverhalten

Der Jeep Wrangler Sahara scheint Grenzen nicht zu kennen. Ohne Mühe krachselt er über grobes Geröll und durchquert Wasserlöcher ohne Aufregung. Der neue Vierzylinder hängt sehr gut am Gas. Bei unserer Testfahrt haben wir die Annehmlichkeiten des automatischen Vierradantriebs Command-Trac kennen- und schätzen gelernt. Das Command-Trac 4×4-System hat ein zweistufiges Verteilergetriebe mit einem Gelände-Untersetzungsverhältnis von 2,72:1 sowie neu entwickelte, robuste Dana-Achsen vorn und hinten mit einer Antriebs-Übersetzung von 3,45 für den Benzinmotor. Das System sorgt für ständiges Überwachen und Management des Motordrehmoments für Vorder- und Hinterräder. Sehr harmonisch zum Motor arbeitet das neue Automatikgetriebe des Jeep Wrangler, denn es agiert schnell und spontan. Sowohl im Alltagsbetrieb als auch bei Extremeinsätzen im Gelände bleibt die Kraftentfaltung stets sanft und linear.

Fazit

Der Jeep Wrangler bleibt sich trotz aller neuer Technik treu. Seinen rustikalen Charme hat er nicht eingebüßt, dafür hat er Fähigkeiten auf festem Untergrund hinzugewonnen. Durch seine nach wie vor hervorragenden Kletterfähigkeiten im Gelände, seinen moderaten Verbrauch und sein modernes Design stellt er andere Geländewagen und SUVs in den Schatten.

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