DS 3 – Ines de la Fressange

Wie für den Laufsteg gemacht

Wie passen Modedesign und Autos zusammen? Ganz einfach. Indem man jemanden fragt, der von Modedesign wirklich Ahnung hat, ob er oder sie beim Ankleiden eines Autos helfen möchte. Im Falle der Automarke DS des PSA-Konzerns fiel die Wahl auf das ehemalige französische Model sowie die Mode- und Parfum-Designerin Inès de la Fressange. Und diese ging die Kooperation tatsächlich ein. Herausgekommen ist ein Sondermodell, von dem es weltweit lediglich 200 Stück gibt.

Exterieur:

Die markantesten äußeren Merkmale des knapp vier Meter langen Fronttrieblers DS3 sind seine roten Spiegel und die roten Radnabenlogos. Entlang der hinteren Fenster verläuft ein Dekor aus blauen, roten und weißen Streifen, das an das Muster des Luftpostmotivs erinnert. Die ansonsten dunkelblaue Karosserie erhält durch ein weißes Dach mit Bremsleuchte im Dachkantenspoiler einen interessanten Kontrast. Die sogenannte “Haifischflosse“ hinter der B-Säule ist das Erkennungszeichen und blieb deswegen unangetastet. Durch sie entsteht der Eindruck, dass das leicht abfallende Dach frei schweben würde. Der DS3 ist auch als Cabriolet mit einem edlen schwarzen Stoffverdeck erhältlich. Die zweifarbige Lackierung, bei der die Karosserie in Belle-le-Blau-Metallic, das Dach und das Gehäuse der Außenspiegel in Opal-Weiß gehalten sind, wirkt très chic.

Interieur:

Die Handschrift der Designerin setzt sich auch im Innenraum fort. Insgesamt wirkt das gesamte Design im Interieur sehr exklusiv. Das dreifarbige Luftpostmotiv findet sich an den granitblauen Sitzen aus genarbtem Leder wieder. Auch die Fußmatten sind mit der gleichen Kordel eingefasst. Das von außen bereits bekannte rot sorgt an der Armaturentafel für einen peppigen Auftritt. Das Interieur überzeugt durch tadellose Materialauswahl. Die mit perforiertem Leder bezogenen Sportsitze sind sehr bequem und geben ausgezeichneten Seitenhalt. Das Lederlenkrad mit Einsätzen in Aluminium Look ist unten etwas abgeflacht und liegt angenehm in der Hand. Der 7-Zoll-Touchscreen-Bildschirm befindet sich in der Mittelkonsole. Die Menüführung ist aber über Knopfdruck etwas unterhalb zu regeln. Das serienmäßige Audio-System umfasst DAB-Radio, USB-Anschluss und Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Unser Fahrzeug war mit Rückfahrkamera, Parksensoren vorn und hinten sowie einem City-Notbremsassistenten ausgestattet. Im Kofferraum ist Platz für 350 Liter. Umgeklappt sind es 843 Liter. Weitere Besonderheiten sind ein Duftspender und ein beleuchteter Spiegel in der Sonnenblende.

Motorisierung:

Den DS 3 in dieser Sondermodellform gibt es mit zwei Motorisierungen: entweder mit 99 PS / 73 kW und Automatikgetriebe oder mit 130 PS / 96 kW und Schaltgetriebe. Bei unserer Testfahrt haben wir uns für die stärkere Motorisierung entschieden. Den Sprint von Null auf 100 schafften wir in 8,9 Sekunden. Bis 204 km/h sind insgesamt möglich. Der DS 3 besitzt 230 Newtonmeter, die schon ab 1750 Umdrehungen pro Minute anliegen und dem Kleinen ordentlich Schwung verleihen. Selbst im sechsten Gang hat er noch gute Kraftreserven. Als Normwert liegt der Verbrauch bei 5,6 Liter je 100 Kilometer. 50 Liter passen in den Tank.

Fahrverhalten:

Bereits auf dem eingravierten Rehkitz, dem Logo von Inès de la Fressange, auf dem Schlüssel merkt man, dass dieses Auto wohl eher für Frauen konzipiert wurde. Außerdem merkt man bereits nach kurzer Zeit, dass der DS3 kein Auto für Leute ist, die es eilig haben. Cruisen und genießen heißt es hier. Er kann aber auch sportlich, denn der 1,6-Liter-Turbobenziner ist durchaus durchzugsstark und drehfreudig. Die straff abgestimmte Federung passt gut zum Charakter des Autos. Der Motor bleibt stets bis zur Höchstgeschwindigkeit von 218 km/h spurtreu und ohne störende Windgeräusche. Selbst aus niedrigen Drehzahlen heraus gelingt eine zügige Beschleunigung.

Fazit:

Uns hat es Spaß gemacht, in einem schicken und avantgardistischen Auto umherzufahren. Fashion mit hohen Qualitätsansprüchen gepaart ist schon etwas ganz Besonderes. Es war auf jeden Fall eine sehr originelle Idee des PSA-Konzerns Inès de la Fressange damit zu beauftragen, den DS 3 neu einzukleiden und sie hat beste Arbeit geleistet. Aus technischer Sicht hatten wir an diesem Auto auch nichts zu bemängeln.

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