Fahrvergnügen im Doppelpack bei der Reginaltour in Lüneburg

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Die britische Automarke Land Rover stellt mit ihren 4×4- Modellen wieder einmal ihre enormen Innovationen, vor allem im Bereich der hochentwickelten Antriebstechnik, unter Beweis und bringt nun zwei leistungsstarke Plug-in Hybride auf den Markt. Was in diesem Zusammenhang besonders interessant ist, ist das seit Januar 2019 Elektroautos und Plugin-Hybride bei der 1-Prozent-Versteuerung der privaten Nutzung von Dienstwagen bevorzugt werden. Nur noch die Hälfte, also 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs, muss bei diesen Autos monatlich versteuert werden.

Mit großer Freude und noch größeren Erwartungen habe ich also die Einladung zur Land Rover Regionaltour am 24. Januar in Lüneburg angenommen. Hier hatte ich Gelegenheit, alles über die neuen Plug-in Hybridfahrzeuge Range Rover und Range Rover Sport zu erfahren und sie selbst zu entdecken. Außerdem habe ich die idyllische Lage des Hotels “Gut Bardenhagen“ inmitten der Lüneburger Heide kennenlernen dürfen und war von der perfekten Mischung der atmosphärischen Gutsanlage bei gleichzeitig modernster Einrichtung ganz begeistert.

Exterieur

Jaguar Land Rover_2019

Die beiden Plug-in Hybride, der Range Rover P400e und der Range Rover Sport P400e können beide durch ihre beeindruckende Präsenz überzeugen. Es gibt aber natürlich auch einige Unterschiede zwischen den beiden, die sich bereits in der Optik zeigen. Erstes Unterscheidungsmerkmal ist die Größe: während der Range Rover P400e eine Länge von 5000 mm, eine Breite von 2220 mm (bei ausgeklappten Spiegeln) und eine Gesamthöhe von 1869 mm aufweist, sind die Maße beim Range Rover Sport P400e 4879 mm Länge, 2073 mm Breite und 1780 mm Höhe. Die beiden aktuellsten Modelle mit überarbeiteter Front und Heck verkörpern nun perfekt die Symbiose von Alleskönnern. Dieser starke Auftritt wird durch die 21-Zoll großen Räder noch zusätzlich betont.

Beim Range Rover P400e wollte Land-Rover keine großartigen äußerlichen Änderungen vornehmen. Deshalb muss man schon genau hinsehen, um zu erkennen, was neu ist. Seine unverwechselbare Form ist geblieben, die durch eine schwebende Dachlinie, eine durchgehende Mittellinie und eine untere Grundlinie geprägt ist. Dann aber fällt auf, dass der Grill überarbeitet wurde. Er besitzt jetzt neue Matrix-LED-Scheinwerfer und einen neuen Frontstoßfänger mit größeren Lufteinlässen. Eine optimierte Heckstoßstange mit integrierten Auspuffenden und neue Rückleuchten wurden beim Facelift hinten verbaut. Der eigentliche Unterschied zu den konventionellen Modellen ist die im Kühlergrill versteckte Ladebuchse.

Der Range Rover Sport P400e begeistert durch viele kraftvolle Details und seine perfekten Proportionen. Er besitzt eine nach hinten abfallende Dachlinie, die seine Silhouette sehr markant betont. Die Front fällt durch den markanten Kühlergrill mit Range Rover Sport-Schriftzug direkt ins Auge. Von der Kastenform früherer Land Rover – Modelle ist nichts mehr übrig geblieben, was zum einen an der Streckung vorne und zum anderen an den Designakzenten seitlich des Fahrzeugs liegt. Insgesamt ist hier ein dynamischer Athlet mit modernster Optik entstanden.

Interieur

Die äußere Eleganz setzt sich im Inneren bei beiden Land Rover – Modellen fort und wird hier sogar noch gesteigert. Die Innenausstattung begeistert mit hervorragendem Komfort, einer durchdachten Gestaltung und viel Liebe zum Detail – alles sehr luxuriös. Beide Fahrzeuge haben ein geräumiges Passagierabteil. Der Kofferraum ist groß und flach und dabei ganz leicht erweiterbar dank 2:1 Umlege-Lehnen.

Auf den bequemen Sitzen des Range Rover P400e Plug-In-Hybrid thront man geradezu. In Kombination mit den erweiterten Sitzfunktionen, wie der optional erhältlichen Schulterstütze und der „Hot-Stone“-Massagefunktion sowie den intuitiven Sitz-Bedienelementen in den Türen, kann man so richtig entspannen. Überblick und Rundumsicht sind optimal. Außerdem gibt es zahlreiche Assistenz- und Infosysteme, die dem Fahrer viel Hilfe geben. Auch in der zweiten Reihe geht es alles andere als eng zu. Die Materialien (wie beispielsweise Semi-Anilin-Leder) sind allesamt hochwertig. Insgesamt kann man die Optik im Inneren als sehr aufgeräumt bezeichnen, wofür klare Linien und wenig Runduminstrumente sorgen. Die Designmerkmale des P400e werden durch Dekorelemente und hochwertige Furniere akzentuiert. Für jederzeit angenehme Atmosphäre sorgt eine optimierte konfigurierbare Ambiente-Innenraumbeleuchtung. Zu einem richtigen Raumwunder wird der Range Rover durch clevere Stauraumlösungen, wie dem tiefen Ablagefach in der Mittelkonsole. Zudem gibt es weitere optionale Ausstattungen, wie beispielsweise eine Kühlbox für die Mittelkonsole vorne. Zu den serienmäßigen Assistenzsystemen zählen Notfall-Bremsassistent, Spurverlassenswarner sowie Einparkhilfe vorne und hinten.

Beim Range Rover Sport P400e wurde das Cockpit aufwendig überarbeitet. Die ohnehin bereits hochwertigen Materialien lassen sich optional noch mit Dekorelementen aus Karbon abstimmen. Die neuen Vordersitze sind breiter und tiefer. Sie lassen sich ganz nach individuellen Bedürfnissen verstellen und bieten Heiz-, Kühl- und Massagefunktion. Die elektrische Sitzverstellung befindet sich in den neuen Türverkleidungen. Gesteuert werden kann aber auch über eine App fürs Smartphone. Auch beim Sport P400e ist die Sicht Dank der erhöhten Sitzposition stets perfekt. Ein echter Blickfang im Inneren ist der markante Schnittpunkt zwischen den sportlicheren horizontalen Elementen des Instrumentendisplays und den vertikalen Linien der Mittelkonsole. Optional kann auch in diesem Fahrzeug konfigurierbare Ambiente-Innenraumbeleuchtung verbaut werden. Genügend Stauraumlösungen sind vorhanden, um den aufgeräumten Eindruck nicht zu zerstören.
Ein neues 12-Zoll-Display befindet sich hinterm Lenkrad. In der Mittelkonsole wurde das Infotainmentsystem ,InControl Touch Pro Duo” mit zwei 10-Zoll-Touchscreens angesiedelt und für allerlei tragbare Geräte gibt es genügend USB-, HDMI- und 12-Volt-Anschlüsse.

Motorisierung

Primär sorgt unter der Haube der beiden SUV ein 2.0-Liter-4-Zylinder-Turbobenziner aus der Ingenium-Reihe souverän für den Vortrieb. Das Gewicht beträgt bei beiden Fahrzeugen 2,4 Tonnen, die der Motor scheinbar mühelos und kraftvoll bewegt. Im Zusammenspiel mit dem E-Motor, der 104 PS bereithält, entsteht eine Systemleistung von 404 PS und ein maximales Drehmoment von 640 Newtonmeter. Wird das Fahrzeug nur über den Verbrenner betrieben, stehen 300 PS zur Verfügung. Bei rein elektrischer Fahrt reicht der 13,5 kWh große Lithium-Ionen-Akku für eine Reichweite von 48 Kilometern. Im Fahrbetrieb kann durch Rekuperation gewonnene Energie wieder aufgenommen werden. Die Steckdose befindet sich hinter dem Kühlergrill. Den Kraftstoffverbrauch gibt Land Rover im Schnitt mit 3,3 Litern an und den Stromverbrauch seinerseits mit 23,1- 22,5 kWh pro 100 Kilometer. Wenn der Akku leer ist, kann die Batterie über das bordeigene 7-KW-Ladegerät an einer Ladestation befüllt werden. Die Dauer dafür beträgt mit Multifunktionskabel und 32 Ampere etwa drei Stunden. An der Haushaltssteckdose dauert es etwa sieben Stunden. Benötigt der Fahrer mehr Leistung, als alleine vom E-Motor bereitgestellt werden kann, dann schaltet sich der Benzinmotor zu. Gleiches gilt, wenn die Batterieladung nicht mehr für den weiteren Fahrbetrieb ausreicht. Der Allrad-Riese schafft es in 6,8 Sekunden von null auf Tempo 100, der Range Rover Sport P400e benötigt 6,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt bei beiden Fahrzeugen 220 km/h und rein elektrisch gefahren bei 137 km/h. Mit CO2-Emissionswerten von 75- 72 g/km erfüllt das Fahrzeug die EU6d-TEMP-Norm.

Fahrverhalten

Der gut laufende Vierzylinder-Turbo zeigt sich in beiden getesteten Modellen bestens gedämmt und liefert zusammen mit dem E-Motor feine Fahrleistungen. Die meiste Zeit war ich im Auto-Modus unterwegs. Hier werden beide Antriebe miteinander verbunden. Es gibt aber auch die Möglichkeit des reinen Elektro-Fahrmodus und außerdem noch den Save-Modus, bei dem man sich einen Teil der Elektroreichweite aufbewahren kann. Was den Allradantrieb angeht, spielt es übrigens keine Rolle, ob man im Benziner- oder im Elektromodus fährt, denn dieser ist permanent aktiviert. Sehr zufrieden war ich auch mit der Achtgang-Automatik und den Bremsen. Bei der Testfahrt konnten beide Fahrzeuge mich davon überzeugen, dass sie mit jeder Situation bestens zurechtkommen. Stadtfahrten, Autobahnen und Landstraßen meistern beide Land Rover-Modelle stets zuverlässig und selbst in schwierigem Gelände beweisen sie Stärke. Angenehm überrascht hat mich auch, wie leise man mit ihnen gleiten kann. Bei Autos dieser Größe ist das schließlich keine Selbstverständlichkeit.

Fazit

Das Update hat beiden Land Rover-Modellen ein Mehr an Komfort und Konnektivität beschert. Sie überzeugen mit luxuriöser Ausstattung und guten Offroad-Fahreigenschaften. Beide Hybride besitzen viel Dynamik und Laufruhe. Man thront sehr entspannt hoch oben, während die Kilometer vorbeifliegen. Weitere Vorteile sind, dass man Sprit sparen und emissionsfrei fahren kann. Auch die neue Dienstwagen-Regelung dürfte für viele Interessenten verlockend sein.