Kia Stonic 1.0 T-GDI 120 Mild-Hybrid  – Mini-SUV für die Großstadt

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Unser heutiger Testwagen ist der Kia Stonic 1.0 T-GDI. Das SUV aus dem Segment der Kleinwagen interessierte uns, weil er ein neues Facelift erhalten hat und Kia den 1.0 T-GDI 120 mit einem 48-Volt-Mildhybridsystem ausgestattet hat. Wie der Neue aussieht und sich fährt, haben wir genauer untersucht.

Exterieur

Die Forderungen an ein schickes Lifestyle-Auto kann Kia mit dem neuen Stonic absolut gerecht werden. Der Stonic wird in fünf Ausstattungslinien (Edition 7, Vision, Spirit, GT Line, Platinum Edition) angeboten. Die Basisversion ist mit Halogen-Scheinwerfern ausgestattet. Unser Testwagen war der Spirit und verfügt über LED-Scheinwerfer. Die Farbe unseres Testwagens nennt sich Bathysblau Metallic. Sehr gut dazu passte das weiße Dach. Insgesamt kann man aus einer Palette von 29 Farbkombinationen, davon 20 Zwei-Farblackierungen wählen. Das Mini-SUV kommt auf eine Länge von 4,14 Metern, eine Höhe von 1,52 Metern und eine Breite (mit Aussenspiegeln) von 2,02 Metern. Beim Facelift wurden dem Stonic neu gestaltete 16-Zoll-LM-Felgen spendiert. Die Bodenfreiheit beträgt 183 Millimeter. Mit gefälligen Formen polarisiert der Stonic kaum und vermittelt durch seine rundlich geschnittene Karosserie ein angenehm beruhigendes Gefühl. Die Proportionen stimmen aus allen Blickrichtungen. Der optische Unterfahrschutz sowie die Seitenschutzleisten und Radlaufverkleidungen vermitteln echten Offroad-Charme. Eine angenehm sportliche Fahrbarkeit in diesem Segment ist selten. Der Stonic basiert auf der Plattform des Kia Rio. Da der höhere Aufbau stärkeren Anforderungen gewachsen sein muss, wurden das Fahrwerk neu abgestimmt und am Heck neue Dämpfer verbaut.

 

Interieur

Im Innenraum finden sich jetzt mehr und neue Farbakzente und die Ausstattung ist sehr ordentlich. Eine Neuerung innen ist am größeren Display der Supervision-Instrumenteneinheit zu sehen. Abhängig von der Ausstattung ist diese bis zu 10,7 Zentimeter groß. Weiterhin sind uns am Armaturenbrett und der Türverkleidung neue Materialien ins Auge gefallen. Schon in der Basisversion sind der 8-Zoll-Touchscreen, Android Auto und Apple Carplay ebenso wie Leichtmetallräder, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Klimaanlage schon in der Basisversion mit an Bord. In dem von uns getesteten Stonic Spirit hatten wir außerdem noch Assistenzsysteme wie eine Müdigkeitserkennung oder Tempomat und viele andere Komfortobjekte wie Lenkrad- und Sitzheizung inklusive. Das Cockpit ist aufgeräumt, funktional gestaltet und optisch durch eine hochwertige Anmutung ansprechend. Die Sitze sind bequem und die erhöhte Sitzposition ermöglicht einen guten Überblick. Eindrucksvoll sind auch die Platzverhältnisse. Selbst großgewachsene Insassen können sich über reichlich Kopf- und Schulterfreiheit freuen. Dank der umlegbaren Rückbank stehen bis zu 1.155 Liter fürs Gepäck zur Verfügung. Selbst bei aufrechter Rücksitzlehne passen 352 Liter ins Gepäckabteil des kleinen SUV.

 

Motorisierung

Kia bringt mit dem 1.0 T-GDI 120 ein 48-Volt-Mildhybridsystem in den Kia Stonic. Der Benziner ist an das neue intelligente Schaltgetriebe iMT gekoppelt. Alternativ gibt es das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe DCT. Im Kia Stonic 1.0 T-GDI 120 befindet sich eine Batterie mit 48 Volt und einem Startergenerator. Dieser unterstützt den Benzinmotor beim Beschleunigen. Eine Energierückgewinnung erfolgt beim Abbremsen, Bergabfahren oder Ausrollen. Die Elektrifizierung reduziert die CO2-Emissionen um zehn Prozent. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Start-Stopp-System schaltet sich der Verbrenner im Kia Stonic länger ab. Dadurch wird mehr Kraftstoff eingespart. Das Mini-SUV beschleunigt aus dem Stand heraus in 10,4 Sekunden auf Tempo 100. Maximal sind 185 km/h möglich. Der Durchschnittsverbrauch laut Hersteller beträgt 4.8 Liter auf 100 Kilometer bei einem CO2 Ausstoß von 109 g/km.

 

Fahrverhalten

Agilität war das Ziel der Kia Stonic-Entwickler. Und dieses haben sie auf jeden Fall erreicht. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten meistert er Kurvenfahrten sehr souverän. Fahrspaß ist in jeder Situation garantiert und die Straßenlage ist stets satt und vertrauenserweckend. Er besitzt eine recht straffe, aber dennoch sehr gelungene Fahrwerksauslegung. Unebenheiten sind innen kaum spürbar. Auch die Lenkung des kleinen Koreaners verrichtet ihre Arbeit tadellos und sehr präzise. Sehr komfortabel ist auch die Federung. Die Bremsen reagieren blitzschnell und bringen den Stonic bei Bedarf auf kurzem Weg zum Stehen. Insgesamt wirkt der Stonic überhaupt nicht wie ein Kleinwagen.

Fazit

Im Segment der Kleinwagen ist den Koreanern mit dem Kia Stonic ein wahres Meisterwerk gelungen. Sein frisches Äußeres und das großzügige Platzangebot im Inneren hängen manchen Konkurrenten weit ab. Weitere Pluspunkte geben wir ihm für seinen hohen Reisekomfort und die tolle Wendigkeit.