Lancia Thema Executive – Thema mit amerikanischem Akzent

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Der neue Lancia Thema ist startklar. Repräsentativ und ziemlich cool kommt das neue Flaggschiff von Chrysler mit wuchtigem Design angerauscht.  Seit Juli 2011 gehört Chrysler mehrheitlich zum Fiat-Konzern und die Italiener haben alles daran gesetzt, dem ehemaligen Ami europäische Manieren beizubringen. Das Fahrwerk wurde gestrafft, stärkere Stabis, härtere Federn und Dämpfer sollen dem Thema das  US-typische Schaukeln abgewöhnen. Und eine neue elektrohydraulische Servolenkung für europäische Lenkpräzision sorgen. Die Mission ist geglückt, denn dieser Eindruck bleibt nach dem ersten Fahreindruck haften. Die Änderungen gegenüber dem amerikanischen Original fallen beim Thema ansonsten eher marginal aus: Vorne und hinten prangt das Lancia-Logo und im Innenraum gibt es eine stylische Lancia-Analoguhr.

Auch kann der Executive seinen Ursprung nicht verleugnen. Dem jüngsten Lancia-Spross quellen seine US-Design-Gene aufgrund von Größe und Kantigkeit aus allen Poren. Besonders amerikanisch ist das Heck. Die Rückleuchten münden schon fast in Heckflossen. Und  beim Öffnen der Kofferraumklappe fällt sofort auf: Sowohl die Ladekante als auch die Ladeschwelle fallen sehr hoch aus und bei kaum einem anderen Fahrzeug ist die Stufenheck-Ausprägung so prägnant, wie beim Lancia Thema. Deutlich feiner und filigraner als noch bei seinem Vorgänger ist seine Ausstattung. Die Verarbeitungsqualität hat eine deutliche Steigerung erfahren. Das Flair ist luxuriös, das Styling gediegen und die Verarbeitung erstklassig. Unterwegs mit dem Executive fühlt man sich in den bequemen Ledersesseln und den großzügigen Raumverhältnissen erhaben wie ein Boss. Das Leder, sowohl vom Sitz als auch vom Lenkrad ist sehr soft und weich, die Lenkradheizung reagiert extrem schnell. Das neue Lenkrad ist wirklich gut gelungen, liegt gut in der Hand und hat dank der Griffmulde unten auch für relaxte Fahrer genug Komfort. Die Knöpfe sind sehr intuitiv angebracht und haben einen deutlichen Druckpunkt. Alle Aspekte des Wagens sind über das Lenkrad steuerbar. Herrschaftlich wie ein Kapitän über seinen Öltanker blickt der Fahrer über die Haube. Die neuen Tachoelemente sind futuristisch und zweckmäßig zugleich. Hier wurde wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Das zeitlose, stilvolle Cockpit mit hervorragendem Tacho und großem Touchscreen muss jeden Autoliebhaber begeistern. Die neue Adaptive Cruise Control funktioniert hervorragend, ebenso der Parkdistanzsensor und die Rückfahrkamera. Das Handschuhfach ist überraschend groß und gut unterteilt.

Der Wagen fährt sich nun trotz der gestiegenen Länge im Vergleich zum alten 300C viel eleganter und sportlicher. Die serienmäßige Ausstattung stellt 18-Zoll-Felgen bereit. Wer die 20-Zoll-Leichtmetall-Felgen ordert, bekommt automatisch eine deutlich härtere Abstimmung. Wer Komfort sucht, muss bei den Basisfelgen bleiben, wer eine spürbar sportliche Feder-Dämpfer-Kombination braucht, sollte sich mit den 20-Zöllern anfreunden. Auf jeden Fall ist das Fahrwerk erheblich besser als noch beim Vorgängermodell Chrysler 300C. Die Lenkung gibt sich unspektakulär präzise und hat durch die Umstellung von hydraulischer auf elektrohydraulische Servounterstützung enorm dazugewonnen. Den Vortrieb erledigt ein Dreiliter-Turbodiesel mit sechs Zylindern, der zum komfortablen Gesamteindruck enorm beiträgt. Der 239- PS-starke Motor sorgt für jede Menge Fahrvergnügen und ist eine Gemeinschaftsentwicklung von VM Motori und Fiat Powertrain. Er gefällt mit leisem, kultiviertem Lauf und harmonischer Leistungsentfaltung. Für die Kraftübertragung ist eine betagte Fünfgangautomatik zuständig, ebenfalls ein Erbe aus der Daimler-Ära. Das Aggregat wurde gut gedämmt, im Innenraum genießen wir entspannte Ruhe. Der Anzug im Stadtverkehr ist gewaltig – das Drehmoment von 550 Newtonmeter liegt bei 1.800 U/min. Laut Hersteller werden im Schnitt 7,2 Liter Diesel pro 100 Kilometer fällig. In 7,8 Sekunden schafft er es aus dem Stand auf Tempo 100.

Diese fünf Meter lange Limousine ist ein echter Show-Star und wie geschaffen für den großen Auftritt.

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