Muskelspiel auf koreanisch (Kia cee´d GT)

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Das ist mal ein ordentliches Kraftpaket: Der 204 PS und 265 Nm starke Vierzylinder hat nur noch wenig vom eher braven Basismotor. Das koreanische Power-Angebot präsentiert sich mit attraktiver Verpackung und mit vielen Extras, denn Kia schärfte das Design des cee’d durch tief gezogene Front- und Heckschürze, 18-Zoll Leichtmetallfelgen und rot lackierte Bremssättel. Dazu gibt es bullige Seitenschweller und einen tiefer gezogenen Heckstoßfänger samt außenliegenden Auspuff-Endrohren. Nach dieser Kur lässt der keilförmige GT keinen Zweifel an seinen sportlichen Ambitionen. Wie in diesen Kreisen üblich, lässt der Kia Cee’d GT bereits im Stand die Muskeln spielen. Bei der gesamten Ausstattung wirkt nichts wie billiges Baumarkt-Tuning, alles fügt sich gekonnt in ein sportliches Ganzes. Besonders gelungen ist das Tagfahrlicht mit jeweils vier LED-Spots – ein völlig neues Designelement. Innen überzeugen ein griffiges Lederlenkrad und Recaro-Sportsitze mit gutem Seitenhalt sowie genug Komfort für lange Strecken. Egal ob Armaturenträger, Applikationen in Klavierlackoptik und weichem Plastik oder die Chromringe um die Instrumente – der Material-Mix macht einen hochwertigen Eindruck und fühlt sich auch so an. Liebhaber des sportlichen Fahrstils schätzen bereits beim Einsteigen das ausgewogene Gesamtpaket. Die einstellbaren Instrumente zeugen von Liebe zum Detail. Bereits auf den ersten Metern fällt auf, dass die im Cee’d sonst synthetische Lenkung im Kia Cee’d GT spürbar mehr Rückmeldung liefert. Lenkbefehle werden präzise umgesetzt, bei Lastwechsel dreht der straff abgestimmte Kia Cee’d GT gut kontrollierbar ein, während er bei zu viel Gas sanft über die Vorderräder schiebt. Der cee’d GT beschleunigt kraftvoll, ohne spürbares Turboloch. Ab 1750 Umdrehungen steht bereits das maximale Drehmoment von 256 Nm an und macht in jedem der sechs manuellen Gänge ordentlich Druck. Seine Spitzengeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Dank präziser Lenkung und einem gut abgestimmten Fahrwerk sowie kräftiger Bremsen bietet der GT jene Fahrfreude, die auch mit diesem Kürzel verbunden wird. Aus engen Kurven bewegt sich der Cee’d GT unter einem verständigen Gasfuß zunächst im zweiten Gang sehr zügig heraus, akzeptiert für flottere Fahrt die dritte Stufe der exakt zu schaltenden Sechsgangbox und lässt sich vor der nächsten Biegung sanft und gleichzeitig entschlossen mit Einbremsen und -lenken in eine geplante Übersteuer-Reaktion bringen, die zu stark erhöhter, aber kontrollierbarer Kurvenwilligkeit führt. So nimmt er schnelle, kurvige Landstraßen munter in Angriff und dreht bei Lastwechseln leicht das Heck ein. Gangwechsel gehen flüssig von der Hand. Tempo 100 erreicht der Kia nach 7,5 Sekunden. Die Bremswerte erreicht kaum ein anderer in dieser Klasse. Bei einer Vollbremsung aus Tempo 100 steht der Cee’d GT bereits nach 35 Metern. Sehen lassen kann sich auch der Verbrauch von 8,1 Liter Superbenzin. Das neu abgestimmte sportlich-straffe Fahrwerk harmoniert gut mit dem Leistungsplus. Sanftes Cruisen im Stadtverkehr, Überholmanöver und Kurvenhatz auf der Landstraße – der Kia cee’d GT setzt alles wohlwollend um. Fahrspaß ist im koreanischen GT serienmäßig an Board. Stets spurstabil bleibt der Kia, lang gezogene Kurven nimmt er auch bei Tempo 200 noch gelassen hin. Seine Durchzugsstärke behält er spürbar mindestens bis 180 Km/h. Aber von einem sportlichen Kompakten wird auch ein hoher Anteil an Familientauglichkeit verlangt. Der Cee’d GT trägt dem Rechnung, in dem in beiden Sitzreihen Mittelarmlehnen mit Ablagen und Getränkehaltern angebracht sind. Die Beinfreiheit im Fond ist ordentlich bemessen. Stellt ein 1,85 Meter großer Fahrer seinen Sitz optimal ein, bleiben hinter seiner Rücklehne immer noch gute 20 Zentimeter Raum für die Knie des Hintermanns. Eine 68 Zentimeter hohe Ladekante erlaubt müheloses Beladen des Cee’d-Kofferraums, der zwischen 380 und 1.318 Liter Volumen bietet. Auf dem Spielfeld der Kompaktsportler glänzt der Kia durch Ausgewogenheit und ein gutes Ausstattungsniveau. Der cee’d GT überzeugt mit Qualität, Fahrdynamik und Agilität.

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