Seat Leon Cupra

Noch mehr Kraft für den König der Löwen

Cupra ist eine Abkürzung von “Cup Racing“ und damit ist klar, dass es sich bei den Topmodellen von Seat um sehr sportliche Flitzer handelt. Um sich auch optisch noch deutlicher vom herkömmlichen Leon abgrenzen zu können, haben die Spanier dem Neuen ein Facelift und 10 PS mehr spendiert. Wir haben ihn in der 7-Gang-DSG-Version getestet.

Exterieur:

In diesem Segment gibt es derzeit wohl kaum ein Fahrzeug, dass mehr durch sein sportlich-elegantes Design auffällt als der Leon Cupra 290. Eine Überarbeitung an den Schürzen vorne und hinten hat es gegeben. Die Scheinwerfer sind dynamisch gezeichnet und auf dem in Wabenform gehaltenen Kühlergrill prangt stolz das Cupra-Logo. Der darunter liegende Spoiler macht Eindruck. Der Leon Cupra 290 besitzt auch am Heck einen kleinen Spoiler. Beim Facelift wurden auch die bisher serienmäßigen 18-Zoll-Felgen durch 19-Zöller ersetzt. Die 4,27 Meter lange Sportskanone überzeugt außerdem durch seine leistungsstarken LED-Scheinwerfer.

Interieur:

Sowohl die Verarbeitung als auch die Qualität im Innenraum sind hochwertig. Das Auge erfreut sich an stilvollen, sportlichen Details. Die Alcantara Sitzbezüge mit Lederoptik sind serienmäßig dabei. Die Sportsitze – erhältlich in Grau- und Schwarztönen – bieten für Fahrer und Beifahrer hervorragenden Halt, selbst bei hohem Tempo. Wer mehr will, kann optional die Sportschalensitze wählen. Selbst groß gewachsene Menschen können sich nicht über das Platzangebot im Innenraum beschweren, denn dieses ist – ebenso wie die Kopffreiheit – reichlich vorhanden. Das Dreispeichen-Lenkrad liegt kompakt und angenehm in der Hand und sieht mit seinen schönen Kontrastnähten zudem auch noch sehr gut aus. Ebenfalls verdient das 5,8 Zoll-Display großes Lob. Es reagiert blitzschnell. Über die Full-Link-Technologie lässt sich das Smartphone via Bluetooth verbinden. 380 bis 1.150 Liter sind fürs Gepäck drin, in der Kombivariante sind es sogar 587 bis 1.470 Liter. Die Sitzbank lässt sich vom Fond aus ganz einfach umklappen. Eine LED-Innenbeleuchtung sorgt für ein angenehmes Ambiente. Beim Fahren passt sich die Farbe an den gewählten Modus an. Standardmäßig leuchtet sie in Weiß und im Cupra-Modus in rot..

Motorisierung:

Der spanische Hersteller hat den Seat Leon Cupra um 25 PS stärker gemacht. Somit kommt der sportliche Flitzer jetzt auf 290 PS. Der Zweiliter-Vierzylinder mit Turboaufladung kann nun 350 Newtonmeter aufweisen. Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und der Allradantrieb passen dazu hervorragend. In 5,7 Sekunden schafft er den Spurt von 0 auf 100. Bei 250 km/h regelt der Leon Cupra ab. Selbst bei sportlicher Gangart hält sich der Normverbrauch in Grenzen und kommt auf durchschnittliche 6,4 Liter.

Fahrverhalten:

Der Leon Cupra bietet eine adaptive Fahrwerksregelung, Vorderachs- Differentialsperre und Progressivlenkung um dem Fahrer angenehmes Reisen zu ermöglichen. Zur Wahl stehen die drei Modi „Komfort“, „Sport“ und „CUPRA“. Sekundenschnell werden die Wünsche des Lenkers an die Bedingungen auf der Straße angepasst. Wird per Drucktaster die schärfste, nämlich die Cupra-Einstellung gewählt, spürt man die volle Kraft des 1,4 Tonnen schweren Spaniers. Hier reagieren Lenkung, Differentialsperre und Gaspedal am aggressivsten. Obwohl der Sportler ordentlich Power aufweisen kann, ist die Fahrwerksabstimmung ausgewogen und mit ausreichendem Restkomfort versehen. Millimetergenaues Manövrieren gelingt dank der progressiven Servolenkung, die den Lenkwiderstand dem jeweiligen Tempo anpasst, mühelos. Verbessert wurde auch beim Sound, wofür die Abgasanlage komplett überarbeitet wurde. Das Ergebnis kann sich hören lassen. Auch wichtig ist, dass das elektronische Sperrdifferenzial beim Cupra 290 im Ernstfall in schnell gefahrenen Kurven flott agiert. Das kurvenäußere Rad bekommt stets maximalen Grip und bleibt so in allen Lagen beherrschbar.

Fazit:

Die Spanier haben mit dem Cupra 290 bewiesen, dass man Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit miteinander in Einklang bringen kann. Bereits nach ein paar Metern auf der Straße wird einem einerseits das Gefühl von Sportlichkeit als auch andererseits von Souveränität vermittelt. Das erstklassige Interieur verwöhnt die Insassen und das agile Fahrverhalten macht einfach nur Spaß.

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