VW Touran GP 2: Mehr als nur ein Facelifting

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Deutschland ist nun schon seit einigen Jahren im Minivan-Fieber. Klar, dass da auch der Wolfsburger Autobauer mitmischt. Der VW Touran GP 2 folgt dem Trend von Renault Scenic und Ford SMax. Die zweite Generation des Familienvan wurde gründlich überarbeitet:

Das neue Design an Frontund Heckpartie fällt selbst weniger scharfen Beobachtern direkt ins Auge. Aber auch im Innenraum hat sich einiges getan. Seit August 2010 ist der VW Touran GP 2, ein stolzer Siebensitzer, auf dem Markt. Die kompakte Großraumlimousine, die sich da im typischen VW-Style präsentiert, ist attraktiv und peppig. Der VW Touran GP 2 besitzt markante Scheinwerfer und einen verchromten Kühlergrill, was sehr edel wirkt. Dagegen sieht sein Vorgänger unscheinbar aus. Gegenüber dem Touran GP wurden alle Karosserieteile, mit Ausnahme der Türen, verändert. Geblieben ist auch beim Touran GP 2 seine Form, die ein wenig an einen Brotkasten erinnert. Dafür ist er geräumig: auf rund 4,4 Metern können es sich bis zu sieben Personen bequem machen, wenn eine dritte Sitzreihe eingebaut wird. Diese ist allerdings nur gegen Aufpreis erhältlich.

Der Koff erraum verschwindet dann jedoch nahezu ganz. Je nach Bedarf kann sie aber ganz leicht in den Boden versenkt werden. Die drei nebeneinander angeordneten Sitze der zweiten Reihe sind mit wenigen Handgriff en beliebig verstell- und ausbaubar. Ohne die hinteren Sitzreihen fasst der Kofferraum ein Volumen von fast 2.000 Litern. Die Innenausstattung dieses Familienvans ist gut durchdacht und besitzt viele Ablagemöglichkeiten. In der Mittelkonsole befindet sich ein CDWechsler, wodurch ganz leicht Musiknachschub geliefert werden kann. Das Manko des Transportmittels für die größere Familie ist, dass es zeitweise zu elektronischen Problemen beim Handy- und Navi-Anschluss kommt. Außerdem ist ein Rußpartikelfilter nur gegen einen Aufpreis von 575 Euro erhältlich.

Den VW Touran GP 2 gibt es als erdgas- oder benzinbetriebenes Fahrzeug. Mit einer Erdgasfüllung kommt der Touran etwa 450 Kilometer weit, was leider nicht als besonders sparsam bezeichnet werden kann. Den Touran gibt es mit TSI- und CommonRail-TDI-Motor. Der neue Basismotor ist der 1.2 TSI mit 77 kW. Damit schafft er etwa 105 PS. Erstmal wird beim Touran ein Benzinmotor mit Blue Motion Technology angeboten. Durch eine längere Getriebeübersetzung, reibungsoptimierte Gelenkwellen, Bremsenergie-Rückgewinnung und ein StartStopp-System soll der Kraftstoffverbrauch auf 5,9 l/100 km und die CO2-Emission auf 139 g/km gesenkt werden.

Überzeugen kann der TDI-Motor durch sein kultiviertes Fahrverhalten und seinen moderaten Verbrauch von 7,5 Litern. Dank Kompressor- und Turboaufladung sind spitzen Fahrleistungen garantiert. Ein kraftvoller Antritt bestehend aus niedrigen und auch höheren Drehzahlen sorgt für einen kräftigen Antritt und macht das Fahren zum Vergnügen. Für Begeisterung sorgen auch die Präzision und die kurzen Schaltwege des Sechsgang-Getriebes. Seine maximal 320 Newtonmeter schiebt der Motor lässig auf die Kurbelwelle. Problematisch sind hingegen der etwas ruppige Motorlauf und Einschränkungen der Drehfreude ab 3.500 Umdrehungen. Die Fahrwerksabstimmung ist leider etwas straff geraten. Dafür überzeugen aber seine sehr sicheren Fahreigenschaften. Die Besonderheit des neuen Touran ist, dass er jetzt auch einen Parkassistenten besitzt. Durch zwei Ultraschall-Sensoren im Stoßfänger, die an der Fahrer- und Beifahrerseite eventuelle Gegenstände in der Nähe abtasten, wird das Einparken zum Kinderspiel. Die Größe der Parklücke und der ideale Lenkeinschlag werden in Sekundenschnelle von einem Steuergerät berechnet.

Alles in allem haben sich die schönheitschirurgischen Eingriffe durchaus gelohnt: Der VW Touran GP 2 macht anderen Minivan-Kollegen deutlich etwas vor.

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