Den Sommer im Gepäck – Fiat 500 Spiaggina

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FIAT 500 Spiaggina

Sein Spitzname “Spiaggiana“ bedeutet übersetzt “Liegestuhl“ und wurde vor über 60 Jahren in Italien vor allem für Fahrten zum Strand oder zum Vorfahren vor Nachtclubs benutzt. Er gehörte zum “Dolce Vita“ einfach dazu. Nun ist der legendäre Riviera-Cruiser zurück mit seinem unverwechselbaren Charme und glamourösen Stil in einer limitierten Sondermodellserie von 1.958 Stück. Wir hatten das Vergnügen mit einem von ihnen eine Testfahrt machen zu dürfen.

Exterieur

Fiat versteht es, den Charme des Vergangenen wieder aufleben zu lassen. Das Sondermodell Spiaggina wird ausschließlich als Cabriolet angeboten und stellt einen extrem schicken Retro-Flitzer dar. Erinnerungen an das Dolce Vita werden wach, wenn man die sommerliche Farbgebung betrachtet: die Karosserie ist in Volare Blau lackiert, das Stoffverdeck in Elfenbein gehalten und um die Karosserie rankt sich eine weiße Zierlinie. Weitere Details demonstrieren die Nähe zum Klassiker. So entschied sich Fiat dazu, die 16-Zoll-Leichtmetallräder im Vintage-Design zu halten. Weitere Merkmale, die das Auto zu einem Spaß-haben und Sorgenfrei-leben-Mobil machen, sind die Seitenschutzleisten mit Logo 500, die Abdeckkappen der Außenspiegel in Chrom-Optik, historische Logos sowie der kursiv ausgeführte Schriftzug „Spiaggina” auf der Heckklappe. Zusätzliche Akzente setzen die verchromten Türgriffe, die verchromten Abdeckkappen und die vom Fiat 500 Vintage 1957 stammenden Leichtmetallräder.

Interieur

Die Eleganz von außen setzt sich im Innenraum fort und die italienische Liebe zum Detail findet sich überall, wohin man schaut. Zudem finden sich im Inneren viele originelle und authentische Designelemente. So ist beispielsweise die Armaturentafel in Volare Blau lackiert. Die Sitze von Fahrer und Beifahrer sind Einzelanfertigungen im Design der 1960er Jahre. Die Sitzbezüge sind zweifarbig, grau gestreift im unteren Bereich und mit elfenbeinfarbenem Oberteil. 185 Liter stehen fürs Gepäck zur Verfügung, bei umgeklappter Rückbank sind es 550 Liter Laderaum. Die Abdeckung des Gepäckabteils ist mit Kork verkleidet. Optimal platziert wurden das Lenkrad mit historischem Markenlogo und der leicht erhöhte Schalthebel. Die Integration eines modernen Infotainment-Systems ist bestens gelungen und sogar serienmäßig mit dabei. Der 7-Zoll-Monitor besitzt eine schöne Form und wurde zentral ins Armaturenbrett integriert. Das System verfügt neben Navigation über Smartphone-Integration per Bluetooth oder Apple CarPlay / Android Auto, USB-Anschluss, Freisprecheinrichtung und Audiostreaming. Ebenfalls serienmäßig sind Klimaautomatik, Einparksensoren hinten, höhenverstellbarer Fahrersitz sowie Ablagetaschen an der Rücklehne des Beifahrersitzes. Die Bedienung ist leicht verständlich. Das Dach im Spiaggina öffnet und schließt sich elektrisch per Knopfdruck. Von außen ist das ebenfalls möglich, wenn man den Öffnungsknopf am Funkschlüssel aktiviert. Der Vorteil des Faltdachs ist, dass es hier kein Verdeck gibt, was die Kofferraumgröße minimieren würde.

Motorisierung

Zwei Benziner stehen für den neuen Fiat 500 Spiaggina ’58 zur Wahl: der Vierzylinder 1.2 8V mit 51 kW (69 PS) und der Zweizylinder TwinAir mit 63 kW (85 PS). Unter der Haube unseres Testautos arbeitete der Vierzylindermotor mit 69 PS und 102 Nm Drehmoment, welcher völlig ausreichend ist. Er besitzt zwar keinen Turbo, dafür erfüllt der Motor aber mit immerhin 1,2 Liter Hubraum genug Stärke. Damit wird er allen Erwartungen, die man an ein Stadtauto stellt, gerecht.

Fahrverhalten

Wenn Dach des Fiat 500 nach hinten gefahren ist und die Sonne langsam untergeht, stellt sich sofort eine gewisse Urlaubsstimmung ein, egal wo man sich gerade befindet. In diesem Auto reichen selbst 69 PS aus, um die Freiheit zu spüren. Der kleine Italiener ist schön wendig. Er dreht gut, und seine Fahrleistung ist angenehm. Das Fahrwerk ist relativ straff, aber nicht unkomfortabel und die Servolenkung verrichtet ihre Arbeit ohne dass es daran etwas auszusetzen gäbe. Der Spiaggina ist flott unterwegs und hat jede Menge Fahrspaß zu bieten. Die Außengeräusche sind akzeptabel. Außerdem bleibt die Wärme auch in der kalten Jahreszeit drinnen. Sein realistischer Verbrauch in der Praxis liegt zwischen 5 und 6 Litern auf 100 Kilometern.

Fazit

Sein perfekter Retro-Look macht ihn automatisch zu einem Auto, dass man mit guter Laune in Verbindung bringt. Sportliche Werte darf man bei einem knapp eine Tonne wiegenden Fahrzeug und 69 PS natürlich nicht erwarten, aber gemütlich durch die Landschaften zu cruisen kann ja auch schön sein.

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