Finanzielle Anreize für altersgerechten Wohnungsumbau erforderlich!

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Eine gemeinsame Erklärung von SHK-Handwerk und Wohnungswirtschaft

Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) – GdW Bundesverband deutscher
Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. – Bundesverband Freier Immobilienund Wohnungsunternehmen e. V. (BFW)

In Deutschland fehlen barrierearme Wohnungen. Nur rund 1,5 Prozent aller Wohnungen gelten heute schon als barrierearm. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat deshalb den altersgerechten Umbau von Häusern oder Wohnungen entsprechend gefördert.

Bis zum Jahresende 2011konnten modernisierungswillige Immobilienbesitzer neben günstigen Krediten auch aus Bundesmitteln finanzierte Zuschüsse beantragen. Zum Leidwesen von Handwerk und Wohnungswirtschaft ist diese Variante ersatzlos entfallen. Es fehlen aktuell entscheidende finanzielle Anreize für den altersgerechten Wohnungsumbau! Denn Darlehen bilden einen finanziellen Anreiz für Menschen, die noch mitten im Berufsleben stehen.

Für Seniorinnen oder Senioren jenseits der Rentengrenze ist ein Zuschuss für barrierearme Umbaumaßnahmen besser geeignet. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs und Immobilienunternehmen und der Bundesverband Freier Immobilien –  und Wohnungsunternehmen (BFW) fordern gemeinsam von der Politik, das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ in einer Zuschussvariante fortzuführen.

Nach Angaben der KfW konnten in den letzten beiden Jahren von den 13 Millionen Euro bereitgestellten Mitteln rund 18.000 Wohneinheiten für den altersgerechten Umbau gefördert werden. Finanzielle Anreize sind daher unerlässlich, um den steigenden Bedarf an barrierearmen Wohnungen und Häusern rechtzeitig zu decken.Rund die Hälfte der bereitgestellten Mittel ist in barrierearme Bäder investiert worden. Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Menschen das Bad als den wichtigsten Wohnbereich sehen, wenn es um eine altersgerechte Ausstattung geht.

2030 wird jeder Dritte in Deutschland älter als 65 Jahre sein. Wir können den demografischen Wandel nicht aufhalten. Aber wir können uns als Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bestmöglich auf die Folgen vorbereiten. Die rechtzeitige Schaffung von altersgerechtem Wohnraum ist hierbei eine der dringlichsten Aufgaben.Eine alleinige Fortführung des Programms als Eigenprogramm der KfW reicht trotz des aktuell niedrigen Zinsniveaus nicht aus. Die unterzeichnenden Verbände fordern die Bundesregierung nachdrücklich auf, ein klares politisches Bekenntnis zur weiteren Förderung von altersgerechten Umbauten abzugeben und dafür im Haushalt 2013 und in den Folgejahren wie bis 2011 jährlich 100 Millionen Euro als Finanzmittel einzustellen. Um die gewünschten quantitativen Effekte bei Umbauten bei Eigentümern von Wohnungen und Gebäuden zu erzielen, ist das Programm wieder um eine Zuschussvariante zu ergänzen.

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