Wer den Renault Laguna Coupé fährt, wird mit ihm Freundschaft schließen. Noch eleganter, noch dynamischer, noch begehrenswerter – das neue Laguna Coupé fasziniert auf ganzer Linie. Die gute Übersicht trotz Coupé-Form und die reichhaltige Ausstattung mit einem gut funktionierenden Navigationssystem überzeugen auf ganzer Linie. Selbst anspruchsvolle Automobilisten werden in der Serienausstattung nichts vermissen: Bi-Xenon-Scheinwerfer, Bose-Soundsystem, 18 Zoll große Leichtmetallräder in schwarz gehalten. Das Navigationssystem Carminat TomTom, Leder auf allen Sitzen sowie am Lenkrad und Schalthebel. Elektrische Sitzverstellung und Heizung, schlüsselloser Zutritt, dynamische Allradlenkung, schwarz lackiertes Dach und schwarz lackierte Außenspiegel. Und dank der serienmäßigen Einparkhilfe hinten wird jedes Parkmanöver zum Kinderspiel. Der 4,6 Meter lange Wagen liegt mit breiter Spur (hinten drei Zentimeter mehr als bei der Limousine) und flunderartig auf der Straße und wirkt mit seiner hohen Türlinie ziemlich imposant. Die Front ähnelt – abgesehen vom breiten Lufteinlass – der des normalen Laguna. Das Heck mit der hohen Kofferraumlinie scheint direkt aus den breiten C-Säulen zu wachsen und verleiht der großen Französin eine eindrucksvolle Rückansicht. Das Cockpit des Coupés verbreitet eine gemütliche Atmosphäre. Die perfekte Kombination aus Sportlichkeit und Komfort erwartet die Passagiere des neuen Laguna Coupés auch im Innenraum. Zusätzlich zu den bereits erwähnten Ausstattungsmerkmalen wecken hier das Armaturenbrett mit Ziernaht, die schwarz glänzende Mittelkonsole, der Licht- und Regensensor, die aus Aluminium gefertigten Pedale und der Alu-Schalthebelknauf sowie das Sport-Lederlenkrad die Lust am sportlichen Fahrspaß. Bei hohen Temperaturen freut man sich über die drei Einstellungen der Klimaautomatik: Im „Soft“-Modus gibt es eine behutsame Abkühlung statt der schnellen Jagd nach der Solltemperatur, im „Fast“-Modus dagegen legt sich das System mächtig ins Zeug. Ein großes Coupé muss vor allem Fahrkomfort bieten – und dort ist der Laguna ganz in seinem Element. Die Federung ist ausgezeichnet und bügelt jede noch so fiese Bodenwelle glatt. Gepaart mit der guten Geräuschdämmung sorgt das Franzosen-Coupé für ein ruhiges und sehr komfortables Reiseerlebnis. Fürs Gepäck stehen 423 Liter zur Verfügung. Die Rücksitze des Laguna Coupé kann man mit einem Zugschalter im Kofferraum bequem umklappen und so den Stauraum auf etwa 700 Liter erhöhen.360 Nm Drehmoment lassen das Laguna Coupé in 9,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h flitzen. Wenn der Laguna loslegt und die Autobahnen es entsprechend zulassen, werden die 221 km/h Höchstgeschwindigkeit zügig erreicht. Das Automatikgetriebe hinterlässt auch bei flotter Gangart einen angenehmen Eindruck ohne nervös oder angestrengt zu wirken. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass französische Automobile weich gefedert seien, besticht das Laguna Coupé mit einer straffen Auslegung des Fahrwerks. Eine Besonderheit zeichnet das Laguna Coupé gegenüber seinen Mitbewerbern aus. Die mitlenkende Hinterachse der serienmäßigen dynamischen Allradlenkung. Unterhalb einer Geschwindigkeit von 60 km/h schlagen die Hinterräder mit maximal 3,5 Grad in entgegengesetzter Richtung zur Vorderachse ein. Dadurch verringert sich der Wendekreis und die Lenkbefehle werden direkter umgesetzt. Bei höheren Geschwindigkeiten steuern die Hinterräder in dieselbe Richtung wie die Vorderräder, was die Kurvenstabilität deutlich erhöht. Trotz seiner bei Bedarf stürmischen Fahrleistungen zeigt sich das Laguna Coupé dCi 175 mit einem Durchschnittsverbrauch von lediglich 5,5 Litern auf 100 Kilometern an der Tankstelle äußerst genügsam. Kein Wunder, denn hier kommt serienmäßig das neue Energy Smart Management zum Einsatz, das beim Bremsen und im Schubbetrieb Energie zurückgewinnt und so den Verbrauch weiter reduziert. Auch der CO2-Ausstoß von 109 Gramm pro Kilometer sind aller Ehren wert. Das freut – neben der Umwelt – vor allem auch den Geldbeutel. Für Individualisten ist das Laguna Coupé genau das richtige Fahrzeug, denn das dynamische Sportcoupé lässt keine Wünsche offen.
Autofahren kann so schön sein: Renault Laguna Coupé dCi 175
Über allem thronen im Crossover: Peugeot 3008
Der Crossover-Peugeot knüpft an alte Tugenden der Marke an und transferiert sie in die Gegenwart. Der Peugeot 3008 verbindet die Eigenschaften von Van, Kombilimousine und SUV und darf sich selbstbewusst als Schönster seiner Klasse fühlen. Weg vom riesigen Haifischmaul aus Plastik, hin zu einem dynamischen und edlen Aussehen. Der Kühlergrill besitzt nun einen Chromrahmen, und die optionalen Xenonscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht runden die Frontpartie ab. Der Unterfahrschutz an Front und Heck sowie die Stoßleisten an den Flanken passen gut zum Auftritt des Crossover und schützen zudem die Karosserie vor kleinen Beschädigungen. Optisch ist die Verwandtschaft zum SUV wegen der wuchtigen Stoßfänger und der ausgestellten Radhäuser offensichtlich, aber auch die besonderen Kennzeichen der anderen beiden Vertreter – Variabilität und Fahrvergnügen – sind garantiert. Mit den kompakten Abmessungen hat Peugeot das Modell mitten im Nervenzentrum des Boomsegments auf dem europäischen Markt platziert. Verbrauch, Raumangebot und Komfort überzeugen auf ganzer Linie. Der 3008 HDi fügt sich unauffällig in den Familienfuhrpark, und jeder glaubt nach ein paar Tagen, dass er schon immer dazugehörte. Das Raumangebot liegt deutlich über dem des Peugeot 308, mit dem der 3008 die Plattform teilt. Pilot und Co. reisen auf gemütlichen, vielfach verstellbaren Sitzen. Auch auf den Rücksitzen herrschen gute Platzverhältnisse. Überall gibt es Ablagen für den täglichen Krimskrams. Alles wirkt solide und auf ein langes Leben ausgerichtet, da besinnt sich Peugeot auf die Kernwerte der Marke. Die hohe Sitzposition, die große Mittelkonsole und das fahrerorientierte Cockpit vermitteln ein gutes und sicheres Gefühl. Von der SUV-artig hohen Sitzposition aus lassen sich zudem alle vier Fahrzeugkanten gut erkennen; trotzdem helfen Sensoren und Kamera gern beim Ein- und Ausparken. Der Kofferraum steckt locker einen großen Kinderwagen und noch etwas Gepäck weg. Der Boden lässt sich einfach herausnehmen oder in drei Stellen fixieren. Klappt man die im Verhältnis ein zu zwei Drittel geteilten Rücksitze um, entsteht eine ebene Ladefläche mit einer Tiefe von fast 170 Zentimeter, bleiben die Sitze am Platz, sind es 80 Zentimeter, und es ergibt sich in jedem Fall eine Breite von etwa einem Meter. Die gute Verarbeitung des Innenraums setzt sich im Kofferabteil fort, exakte Passungen und Kunststoffe, die edel wirken, heben den 3008 aus der Phalanx der Konkurrenten heraus. Der Zweiliter-Diesel geht mit sehr gutem Drehmoment, ausreichender Drehfreudigkeit und zurückhaltender Lautstärke ans Werk. Mit 150 PS ist der 3008 gut motorisiert. 340 Newtonmeter Drehmoment sind eine schöne Welle der Kraft, auf der man immer im hohen Gang surfen kann. Souverän, kraftvoll und weder nervös noch behäbig tritt die Maschine an. Von 0 auf 100 km/h geht es in 9,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 198 km/h und der Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern darf gelobt werden. Das manuelle Sechsgang-Getriebe fordert exakten Zugriff. Mit der sensibel arbeitenden Servolenkung kommt man bestens zurecht. Sie arbeitet direkt, ohne nervös zu wirken, und verleiht dem nicht kleinlich dimensionierten Peugeot doch jene Handlichkeit, die man vor allem in der Stadt und auf Landstraßen zu schätzen lernt. Die Scheinwerfer sorgen für eine sicherheitsfördernde Ausleuchtung der Fahrbahn und auch die Bremsen sind allen Anforderungen gewachsen. Ohne Schieben und Ausbrechen folgt er dem Lenkeinschlag und macht durch spürbare Karosserieneigung in den Kurven schon vor dem Eingreifen des ESP auf die Grenzgeschwindigkeit aufmerksam. Ab Werk sind ABS, ESP sowie sechs Airbags installiert. Dazu gibt es Isofix-Befestigungen auf den äußeren Rücksitzen und die Türen werden nach dem Anfahren automatisch verriegelt. Das Modell 3008 kann aufgerüstet werden, wie noch kein Peugeot zuvor. Erstmals gibt es auf Wunsch ein Head-Up-Display sowie einen Abstandswarner sowie eine automatische elektrische Feststellbremse. Einerseits kann der Peugeot 3008 zu höchst effizientem Fahren herausfordern, andererseits aber auch mit beeindruckender Spurtstärke imponieren. Außerdem präsentiert sich der kompakte Crossover als ein hübsches, anspruchsvoll ausgestattetes und variabel nutzbares Auto. Traditions-Limousine in moderner Ausrichtung: Jaguar XFR-S
Wenn Jaguar an die Kürzel „XFR“ noch ein „S“ hängt, reiben sich Sportwagenfreunde die Hände, denn das kann nur bedeuten, dass die Raubkatze gewaltig die Krallen wetzt. Zudem hat Jaguar nun endgültig mit dem Barock gebrochen. Verschnörkeltes Design gehört bei der Luxuslimousine XFR-S der Vergangenheit an. Wer den Wagenschlag öffnet, spürt den kühlen Hauch der Neuzeit und fühlt sich in eine Welt von subtilem Luxus samt zeitgemäßem Exquisit-Geschmack versetzt. Ein neuer Frontspoiler, ein feststehender Heckspoiler, ein Heckdiffusor, ein neu abgestimmtes Fahrwerk und 20 Zoll große Leichtmetallräder sowie eine verstärkte Bremsanlage zählen zu den optischen Neuerungen und das alles ist zweifellos gelungen. Zudem unterscheidet sich das neue Top-Modell vom Jaguar XF durch die Chrom-Elemente im dunklen Finish, Sonderlackierungen in rot oder blau, Sportsitze mit Carbon-Lederbezug, Carbonledereinlagen an den Türtafeln, dunkle Aluminiumapplikationen auf der Armaturentafel und eine High-End-Audioanlage. Die Sitze halten Fahrer und Beifahrer auch bei starken Querbeschleunigungen da, wo sie hingehören. Ein 550 PS starker Kompressor-V8-Motor mit einem maximalen Drehmoment von 680 Newtonmeter macht diese Raubkatze zur stärksten und schnellsten Limousine in der Geschichte. Diese enorme Kraft ist auch nötig, denn der Jaguar wiegt 1987 Kilogramm und ist damit nicht unbedingt ein Leichtgewicht. Seine Spitzengeschwindigkeit liegt bei stolzen 300 km/h. Im Jaguar wird die Kraft mittels schnell schaltender Achtgang-Sportautomatik auf die Hinterräder übertragen. Das schlagkräftige Alu-Triebwerk hängt dank der verbesserten Drosselklappensteuerung richtig gut am Gas. Weil der Kompressor ohne Verzögerung Druck aufbaut, geht es schon knapp oberhalb des Leerlaufs eindrucksvoll voran. Der Spurt von Null auf 100 km/h gelingt in 4,6 Sekunden. Der Jaguar XFR-S präsentiert sich als Limousine mit Sportwagenleistung und verwöhnt seinen Fahrer deshalb auch mit einem geschmeidigen Federungskomfort. Wer schnell auf kurvenreichen Straßen unterwegs ist, wird die spontanen Reaktionen und die blitzschnellen Schaltvorgänge schätzen lernen. Das Getriebe reagiert schnell und korrekt, wobei seine Arbeit auch dadurch erleichtert wird, dass es dem bullenstarken Motor ziemlich gleichgültig ist, in welchem Gang er gerade beschleunigen soll. Der Durchschnittsverbrauch wird bei der mit einem serienmäßigen Start-Stopp-System ausgerüsteten Sportlimousine mit 11,6 Liter angegeben. Der Lader bildet mit dem wasserdurchströmten Ladeluftkühler eine kompakte Einheit und verursacht, was zweifellos den wichtigsten Fortschritt darstellt, dank der Rotoren mit vier Flügeln kein nennenswertes Laufgeräusch. So produziert der Jaguar-Antrieb nicht nur gewaltige Leistung, sondern er tut dies auch mit größtmöglicher Unauffälligkeit. Seine Aussprache bleibt zurückhaltend, auch wenn sich im oberen Drehzahlbereich die zornige Komponente eines unter Volllast laufenden V8 dazu mischt. Die Ingenieure haben die Karosseriesteifigkeit um 30 Prozent erhöht und das Fahrwerk nachgeschärft: Die Radlager sind größer und steifer als bei den anderen XF-Modellen, die geschmiedeten vorderen Achsschenkel haben eine neue Geometrie und sind zudem noch leichter. Dass die Querstabilisatoren bei dem leistungsstärkeren Modell dicker ausfallen und die Dämpfer eine straffere Kennlinie haben, gehört zum guten Ton. Eine veränderte hintere Fahrwerksgeometrie bringt zusätzliche Traktion und eine bessere Balance. Zügig bewegt, merkt man dem Briten sein Gewicht kaum an. Das konstant wachende ESP hält die Raubkatze immer souverän und feinfühlig in der Spur. Für sehr ambitionierte Fahrer bietet Jaguar einen großen Heckspoiler an, der zusätzlichen Anpressdruck generieren soll. Variable Dämpfer und das elektronisch geregelte Hinterachs-Differenzial sind ohnehin an Bord. Fahrsicherheit wird groß geschrieben. Ebenso handlich wie schnell wedelt er um Kurven. Seine Fahrwerkselektronik greift auch im anwählbaren Sportmodus nachdrücklich und früh ein. Seine Lenkung arbeitet ohne Kraftaufwand präzise und gefühlvoll. Die Wildkatze ist bereit zum Sprung!
Was in der Praxis freilich die Ausnahme bleiben wird, denn bei einem derart üppigen Drehmoment muss man sich nicht ein jeglicher Sportlichkeit abholdes Faultier nennen, wenn man Wandler & Company sich selbst überlässt.
Der Jaguar präsentiert sich als Limousine mit Sportwagenleistung und verwöhnt seinen Fahrer deshalb auch mit einem geschmeidigen Federungskomfort. Dem BMW als Sportwagen im Limousinenformat sind derartige Zugeständnisse fremd – er lässt die Straße spüren, auf kurzen Unregelmäßigkeiten mit nervendem Stolpern und auf den langen Autobahnwellen mit trocken und ansatzlos geschlagenen Vertikalhieben. Dafür zeigt er unter den extremen Bedingungen der Fahrdynamik-Versuche den M-gemäßen Vorsprung und beweist mit der freizügigen Auslegung seines ESP, dass er seinem Fahrer viel Freiraum lassen will.
Die Verbindung aus Komfort und Leistung beschert dem Jaguar XF R den Sieg. Der Jaguar ist nicht weniger fahrsicher. Er wedelt ebenso handlich, aber nicht ganz so schnell um Kurven, seine Fahrwerkselektronik greift auch im anwählbaren Sportmodus nachdrücklicher und früher ein. Seine Lenkung ist nicht ganz so gefühlvoll wie die des BMW, erfordert dafür aber weniger Kraftaufwand. Die komfortable Verbindlichkeit, in die der Jaguar die Hochleistung verpackt, sorgt in einem Vergleich, der sich nicht nur auf die rein sportlichen Aspekte beschränken kann, dafür, dass er ein paar Punkte mehr auf seinem Konto versammelt als der M5. Da darf man in Britannien – und beim neuen Besitzer Tata in Indien – die Champagner-Korken knallen lassen. Bis die Karten neu gemischt werden. 2011 präsentiert die M-Crew den Nachfolger des Sport-5ers.
Architekturreise Marokko
Das Königreich Marokko grenzt im Norden an das Mittelmeer, im Süden an die Sahara, im Osten an Algerien und im Westen an den Atlantischen Ozean. Damit liegt es im Nordwesten des afrikanischen Kontinents und wird nur durch die meistbefahrene Wasserstraße der Welt, der „Meerenge von Gibraltar“, vom europäischen Kontinent getrennt. Zu den größten Städten in Marokko gehören Casablanca mit 3.672.900 Einwohner, die Hauptstadt Rabat mit 1.722.860 Einwohnern und Fès mit 1.077.468 Einwohnern. Am Bekanntesten dürften jedoch die Touristenstädte Marrakesch und Agadir sein, die mit 920.142 Einwohnern und 700.000 Einwohnern immer noch zu den zehn größten Städten Marokkos zählen.
Die historische Architektur in Marokko ist hauptsächlich durch die Mauren mit ihren andalusischen Einflüssen und die Berber geprägt. Während im Süden Marokkos durch die Besiedlung der Berber vor etwa 4.000 Jahren sogenannte „Ksours“, also befestigte Nomadensiedlungen aus Lehm, die Architektur beeinflussen, ist im restlichen Teil Marokkos eher der spanisch – mauretanische Baustil gefragt. Einen ebenso großen Einfluss auf die Architektur Marokkos hat die Religion. Hauptsächlich islamisch geprägt, finden sich viele architektonische Stilelemente aus dem Orient. Darunter Verse in arabischer Schrift aus dem Koran, die Arabeske, ein flächendeckendes Muster aus stilisierten Blätterranken, was uns in Europa durchaus in ähnlicher Form aus der Renaissance bekannt sein dürfte und die typischen, bunten, achteckigen, geometrischen Motive, wie sie häufig auch in Sakralbauten zu finden sind.
Typische, traditionelle Gebäudeformen sind die „Riads“ und die „Kashbahs“. Riad bedeutet übersetzt so viel wie „Stadthaus mit Garten“ und bezeichnet im ursprünglichen Sinn hochwertig ausgestattete Wohnhäuser mit Dachterrassen, Poolanlagen im Stil einer Oase und einem begrünten Innenhof. Aufgrund der häufig luxuriösen Ausstattung und der individuellen Möblierung werden diese landestypischen kleinen Paläste vielfach als Hotels oder Restaurant genutzt. Besonders interessant ist bei dieser Bauweise das Zusammenspiel von Außenraum und Innenraum. Obwohl ein Garten eher als Außenraum definiert wird, ist durch die architektonische Ausgestaltung desselben als Innenhof auch sein Bezug als Innenraum wahrzunehmen. Somit spielt die Architektur vielfach mit den wechselnden Attributen von innen und außen. Als Kashbahs werden Burg- und Festungsanlagen aus Stampflehm bezeichnet, die im arabischen Raum hauptsächlich innerhalb der Altstädte (Medina) gelegen sind. In Marokko dagegen befinden sich diese in der Regel außerhalb der Städte. Auch hier zeigt sich das Zusammenspiel von innen und außen, was die gesamte Architektur Marokkos sowohl auf einzelne Gebäude bezogen als auch im städtebaulichen Kontext betrifft. Ein weiteres Indiz dafür sind die häufig anzutreffenden Stadtmauern der einzelnen Siedlungen aus Lehm, die aus der Nutzung der Kashbahs als Festungsanlagen zurückzuführen ist. Daneben dienten die Kashbahs auch als Wohn- und Regierungssitze für die Herrscher und Fürsten des Landes. In Fès lässt sich sogar eine zum Königspalast ausgebaute Kashbah bewundern. Außerhalb dieser Stadtmauern sind häufig prächtige Obstgärten angelegt, was zum einen das architektonische Leitmotiv von innen und außen unterstützt und zum anderen auch die Affinität des sonst so sandigen Wüstenlandes zu Grünanlagen unterstreicht. Am ehesten lässt sich hier wohl ein Vergleich der Städte mit dem Sinnbild einer Oase anstellen.
Maßgebliches Baumaterial in der nordafrikanischen Architektur sind die verfügbaren Rohstoffe Lehm und Palmfasern, aus denen Mauern errichtet werden. Leider setzten die Witterungsbedingungen diesen Baumaterialien durch extreme Sonneneinstrahlung, Sandstürmen und gelegentlichem Regen erheblich zu, sodass die großartigen Bauwerke im Laufe der Zeit immer weiter verfallen, wenn nicht ein großer Erhaltungsaufwand betrieben wird. Als besonders sehenswert wird daher als Beispiel für gut erhaltene Lehmbauarchitektur das kleine Städtchen Taroudant angeführt. Häufig wird die alte Hauptstadt des Souss auch als „kleines Marrakesch“ bezeichnet, da sie durch ihre imposanten Befestigungsmauern aus Lehm mit viereckigen Türmen und den vielen Geschäfts- und Handwerksvierteln, den Sūqs oder auch Souks, viele Parallelen zu Marrakesch aufweist.
Sehr sehenswert ist auch Agadir. In den 1960er-Jahren wurde die alte Kashbah mit ihren Stadtmauern und den prächtigen Zinnen durch ein großes Erdbeben fast vollständig zerstört. In den 1990er-Jahren machte sich der italienische Architekt Coco Polizzi zur Aufgabe, eine neue Innenstadt zu konzipieren. Entstanden ist die Medina Polizzi. Dabei stand für Polizzi die Erhaltung der marokkanischen Kultur im Vordergrund. Die Architektur basiert auf vielen Bogenöffnungen, die an die Souks erinnern sollen und vielen kleinen gestalterischen Details wie beispielsweise schön verzierte Holztüren oder verschnörkelte Lampenschirme aus Metall, die einen Eingangsbereich schmücken und erleuchten. Als Baumaterial wurde viel Wert auf die Verwendung von traditionellen Oberflächen gelegt. Daher wurde hauptsächlich Steinmauerwerk in Kombination mit Lehmziegeln verwendet. Die Decken und Dächer bestehen nach altem Vorbild aus Holz. Ein weiteres Merkmal der Architektur ist der Umgang mit der städtebaulichen Konzeption der Medina. Polizzi arrangiert dabei immer wieder kleine enge Gassen, die sich am Ende zu einem großen Platz erweitern. Auch hier lässt sich der architektonische Gedanke von außen und innen erahnen. Ebenso wie die Landschaftsgestaltung, die in der Medina eine große Rolle spielt. Überall finden sich kleine grüne Oasen, die maßgeblich das Ortsbild prägen und zum Verweilen einladen. Ganz nach dem traditionellen Vorbild der marokkanischen Lebensphilosophie: köstliche Mahlzeiten, Gastfreundschaft und ein gemütliches Plätzchen, um in Ruhe und mit Gelassenheit das Treiben in den Souks zu genießen. Autorin: Sarah Zietek
Reisen auf Französisch: Citroen C4 Aircross
Ab sofort bietet Citroen mit dem C4 Aircross ein kompaktes SUV an, welches wieder eine Co-Produktion von Mitsubishi und dem PSA-Konzern ist. Dabei wurden dem Mitsubishi ASX französische Gene eingepflanzt und daraus der C4 Aircross erschaffen. Optisch reiht sich der C4 Aircross perfekt in die neue Citroen-Designlinie ein, mit seinem geschwungenen und sportlichen Outfit wirkt er schon im Stand sehr dynamisch. Er verfügt über die markante hauseigene Front, auf der zwei verchromte Doppelbügel platziert wurden. Zudem sind die auffälligen senkrechten LED-Lichter integriert. Geschmeidig ziehen sich die Konturen der Kotflügel am Wagen entlang und treffen auf ein robustes Heck, das von etwas zu bunten Hecklichtern besetzt ist. Alles in allem eine gute Figur. Gleich nach dem Start begeistert der C4 Aircross mit einem angenehm leisen Motor, der selbst bei hohem Tempo und starker Beschleunigung kaum Geräusche in den Innenraum dringen lässt. Das Sechsgang-Schaltgetriebe passt gut zum Dieseltriebwerk und überzeugt mit Präzision. Der C4 Aircross ist 4,34 Meter lang, 1,80 Meter breit, 1,63 Meter hoch und hat einen Wendekreis von 10,6 Metern. Innen bietet er fünf Sitzplätze und auch das Kofferraumvolumen ist mit 442 Liter ordentlich groß dimensioniert worden. Auf den vorderen Plätzen sitzen selbst groß gewachsene Personen bequem und auch die Kopffreiheit ist sehr großzügig gestaltet. Auch die üppige Innenbreite vermittelt ein hervorragendes Raumgefühl. Die Vorteile eines Kompakt-SUV liegen auf der Hand. Man sieht gut – wegen der erhöhten Sitzposition. Und eben dies ermöglicht auch ein bequemes Ein- und Aussteigen. Die Vordersitze sind vielfältig einstellbar. Neben der Sitzhöhe ist auch die Neigung der Sitzfläche justierbar. So findet der Fahrer schnell eine sehr entspannte Sitzposition. Der starke Diesel hat serienmäßig schon den variablen Allradantrieb der neuesten Generation mit an Bord. Bei der 4WD-Version kann der Fahrer mit einem Drehknopf in der Mittelkonsole drei Antriebsmodi einstellen: den Zweirad-Modus (2WD) für einen geringen Treibstoffverbrauch, den Vierrad-Modus (4WD), der automatisch die Kraft auf die Vorder- und der Hinterachse verteilt, sowie den Modus „Lock“, der das Drehmoment gleichmäßig (50:50) auf die Vorder- und Hinterachse verteilt, um bei schwierigen Bedingungen ein Maximum an Traktion sicherzustellen. Serienmäßig verfügt der Citroen C4 Aircross über ABS, ESP, sieben Airbags, Bordcomputer, ein CD-Audiosystem, elektrische Fensterheber vorne und hinten, eine Klimaanlage sowie elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, CD-Audiosystem mit 6 Lautsprechern, Xenon-Scheinwerfer und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Lob verdient besonders das große Panoramaglasdach mit UV-Schutz und elektrischem Sonnenschutzrollo mit sequentieller Steuerung. Die dimmbaren, in den Dachhimmel integrierten LED-Leuchten schaffen mit ihrem warmen Bernsteinton bei Dunkelheit ein besonderes Ambiente. Der 114 PS starke HDi-Motor hängt auch sehr gut am Gas und vermittelt viel Fahrspaß. Das maximale Drehmoment von 270 Nm kann sich sehen lassen. Wer es darauf anlegt, sprintet in 11,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h und ist bis zu 180 km/h schnell unterwegs. Zudem gönnt sich dieses Modell im Schnitt nur 4,6 Liter pro 100 Kilometer – der CO2-Ausstoß liegt damit bei nur 119 g/km. Beim C4 Aircross wurden auch das Fahrwerk und die Federung leicht überarbeitet und auf den Geschmack der Citroen-Klientel abgestimmt. Der C4 Aircross bietet dabei den gewohnten Komfort der neuen Citroen-Modelle, die auch ohne Hydropneumatik noch für entspanntes Reisen sorgen. Überzeugen kann auch der Allradantrieb, der dem C4 Aircross auch abseits der befestigten Straßen ein gutes Vorankommen sichert. Selbst durch schlammige Waldstraßen kommt man dank dem intelligenten Allradantrieb ohne Probleme. Für Förster und Kunden, die ab und zu auf unwegsames Gelände müssen, ist der C4 Aircross bestens geeignet. Aber auch in der Stadt ist man mit ihm sehr flott unterwegs und hier wird er wohl auch von seiner Zielgruppe hauptsächlich gefahren. Die Rückfahrkamera macht das Einparken einfach. Der C4 Aircross ist ein gelungener Crossover, der optisch sehr schön etwas hermacht und etwas verspielter aussieht als seine Konkurrenz.
Der poppige XXL-Transporter: Citroen Berlingo
Es ist gar nicht so leicht, als pragmatischer Kastenwagen optisch zu glänzen. Doch im Vergleich mit den Modellen der anderen Hersteller macht der Berlingo eine sehr gute Figur, man könnte ihn sogar als poppig bezeichnen. Mit dem Facelift ist der Kühlergrill breiter und voluminöser geworden. Zudem wurde die Front aufgefrischt und folgt nun der neuen Designlinie. Der Kühlergrill ist dabei gewachsen, die traditionellen Doppelwinkel präsenter platziert. Auch hat der Berlingo in der Länge auf 4,38 Meter zugelegt, was den Insassen zu Gute kommt. Das „Modutop“ mit seinen vier Dachfenstern ist ebenso gelungen wie das LED-Tagfahrlicht und die kurvenreiche Form des Berlingos widerspricht der ursprünglichen Definition eines Kastenwagens. Der Hochdachkombi entfernt sich immer weiter vom Nutzfahrzeug-Ambiente hin zum reinen Familien-Pkw. Hier ist der Name „Multispace“ Programm, denn Platz gibt es in Hülle und Fülle. Um Kopf- und Beinfreiheit müssen selbst groß gewachsene Personen nicht fürchten, Ablagen gibt es zahlreiche und vor allem nützliche. Es gibt auf der Fahrerseite ein verschließbares Fach oben auf dem Armaturenbrett, auf der Beifahrerseite eine offene Ablage. Darunter das normale Handschuhfach. Ablagen an der Mittelkonsole, in den Türen, Getränkehalter vorne und hinten, eine riesige Ablage unterm Dach oberhalb des Armaturenbretts, eine riesige Box zwischen den vorderen Sitzen, eine Schublade unterm Fahrersitz und auch im hinteren Boden gibt es unter Klappen diverse Fächer. Wer hier sein Zeug nicht unterbringt, dem ist nicht mehr zu helfen. Die verglasten Dachflächen verleihen ein noch größeres Raumgefühl. Dass der Kofferraum sehr viel Platz bietet, muss nicht betont werden. Der Kofferraum lässt sich durch das Klappen oder Herausnehmen der drei Einzelsitze übrigens individuell erweitern. Vor allem Kinder freuen sich, denn nach dem Einstieg durch die seitlichen Schiebetüren bleibt viel Platz für die Beine. Mit den individuellen Luftdüsen und Lichtquellen kann man sich auf den Rücksitzen fast in einem Zugabteil wähnen. Beim Fünfsitzer können zwischen 675 und 3000 Liter eingelagert werden. Wer beim Fahren Übersicht schätzt, wird sich im Berlingo wohlfühlen. Die erhöhte Sitzposition ist vor allem bei langen Fahrten angenehm, auch der Sitzkomfort geht in Ordnung. Das große Plus findet man jedoch hinten: In wenigen Sekunden lassen sich die Rücksitze einzeln und mit ein paar Handgriffen ausbauen. Einfacher geht‘s kaum. So passt dann ein ganzes Fahrrad (oder zwei) hinein, ohne das Vorderrad lästig abmontieren zu müssen. Das Fahrwerk ist souverän gestaltet, die Lenkung direkt – kurzum der Hochdachkombi bietet das, was man erwartet. Ob Klimaautomatik, Stereoanlage, Licht- und Regensensor, Tempomat, Parkhilfe hinten, Sonnenrollos, dunkle Scheiben im Fond oder Dachgalerie: Hier ist Exklusives inklusive. Überhaupt legt der Franzose mit seinen mehrfarbigen Sitzbezügen und Oberflächen einen poppigen und pfiffigen Auftritt hin, was vor allem bei jüngeren Käufern für Begeisterung sorgen dürfte. Im Interieur herrscht viel Hartplastik vor, welches aber durchaus qualitativ hochwertig verarbeitet ist. Den Innenraum werten unterschiedliche Schwarz- und Grau-/Silbertöne auf. Ausgestattet mit dem HDi 115 verfügt der Berlingo über genügend Kraft, die Fahrten in der Stadt oder in die Ferne zu bewältigen. Der Diesel hat 84 kW/114 PS und das Drehmoment von 240 Newtonmetern liegt bereits bei 1500 Kurbelwellenumdrehungen an. 13,9 Sekunden vergehen, bis die 100 km/h erreicht werden, bis zu einer Geschwindigkeit von 173 km/h hält der Vortrieb an. Citroen gibt einen durchschnittlichen Verbrauch von 5.1 l/100 km an, was einer CO2-Emission von 134 g/km entspricht. Damit wird das Auto Citroen Berlingo Multispace HDi 115 FAP Exclusive in die CO2-Effizienzklasse B eingestuft. Als Freund der zügigeren Gangart, aber auch als Familienvater, der eine vierköpfige Familie plus Hund und /oder Einkäufe transportieren möchte, wird jeder den Berlingo schätzen. Flott auf der Landstraße und auch auf der Autobahn kann man locker im Verkehr mitschwimmen. Wer als Sportler nach einem geräumigen und flexiblen Automobil-Begleiter sucht, trifft mit dem Citroën Berlingo die richtige Wahl. Und die Kinder könnten im Kofferraum sogar Verstecken spielen.
