Cukrowicz Nachbaur Architekten

„Die Komplexität des Einfachen“. So lautete unlängst der Titel einer Ausstellung in der Architekturgalerie Berlin.

Das Streben nach einer Einfachheit der Dinge entspricht einem menschlichen Grundbedürfnis. Architektonische Einfachheit, Purismus, Reduktion auf das Wesentliche sind nicht zu verwechseln mit Simplizität. Im Gegenteil: Die Besinnung auf Wesentliches stellt komplexe Anforderungen an eine Bauaufgabe. Eindeutigkeit bis hin zur Kompromisslosigkeit in Funktion und Materialität, Überwindung von Konservativismus und maskierender Überladenheit. Um einer solchen Aufgabe gerecht zu werden, bedarf es sorgfältiger Überlegungen. Vielleicht erfordert es auch manchmal Mut, sich darauf einzulassen, die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Nicht nur vom Baukünstler, auch vom Betrachter.

Sturm arbeiten seit 1992 zusammen, 1996 gründen sie ihr Büro CN Architekten am Standort Bregenz. Ihr architektonischer Stil beruht im weitesten Sinne auf der Neuen Vorarlberger Bauschule. Diese steht in Abkehr von der traditionellen lokalen Formensprache für moderne und alltagsfähige Architektur im Alpenraum.In dritter Generation dieser Schule haben insbesondere Architekten wie Cukrowicz und Nachbaur eine neue Alpenarchitektur etabliert, die „eine Wende von den konstruktiv „zusammengesetzten“, Skelettbauten der ersten und zweiten Generation der „Baukünstler“ zur homogenen Materialität von Massivholztechnik und Raumschalen aus Beton.“ markiert.Eine Reihe an Wettbewerbserfolgen zog Mitte der 1990er-Jahre die Aufmerksamkeit auf CN Architekten. Internationale Bekanntheit erlangten sie 2013 durch den Neubau des Vorarlberg Museums in Bregenz. Wesentliche Merkmale ihrer Architektur sind „Bescheidenheit und Selbstverständlichkeit“. Dem entsprach auch das Ausstellungskonzept in puncto Schlichtheit und Intensität. Es offenbarte das architektonische Verständnis des Bregenzer Duos: Auf dem Vorplatz der Galerie wurden 2 Holzstapel als Sitzgelegenheiten geschichtet und damit ein Bezug zwischen der vornehmlich  regionalen Architektur der beiden Österreicher und der Urbanität des Ausstellungsortes an der Karl-Marx-Allee hergestellt. Die Wände der Ausstellungsräumlichkeiten umhüllte raumhoch ein anthrazitfarbener Lodenvorhang. Schaufenster und Türen wurden mit einer lichtdurchlässigen, mit Holzstruktur bedruckten Folie beschichtet. Dies bewirkte nahezu ein Abschottung der Ausstellung von der lebhaften Berliner Außenwelt und ermöglichte einen klaren, ruhigen Fokus auf die Präsentation.

Auf einem großen und langen Tisch lagen Projektmappen aus, ergänzt durch eine Vielzahl an Materialproben. Stühle und Leselampen luden den Besucher ein, sich nicht nur visuell und  intellektuell, sondern auch haptisch anhand der Materialproben mit den Arbeiten vertraut zu machen. Präsentiert wurden 8 Arbeiten aus dem inzwischen über 300 Projekte umfassenden Portfolio der Architekten: Die Bergkapelle Andelsbuch, Wohnhaus N Hittisau, Gemeindezentrum St. Gerold, Feuerwehr- und Kulturhaus Hittisau, Volksschule Doren, Vorarlberg Museum Bregenz, Stadtbad Dornbirn und die Landesgedächtniskapelle Rankweil. Einen ausgezeichneten Überblick über die Arbeit der beiden Architekten verschafft zudem die erste, parallel zur Ausstellung bei Park Books Zürich erschienene Monographie „Cukrowicz Nachbaur Architekten“. Die Monographie stellt die in Berlin gezeigten Arbeiten im Stile eines Logbuchs samt einer Vielzahl an Fotografien und Plänen ausführlich vor. Zusätzlich  enthält sie einen über 100 Projekte umfassenden Auszug aus dem Werkverzeichnis. Weiteren Zugang zu Denk- und Arbeitsweise sowie Werkrezeption eröffnen Essays von renommierten Architekturtheoretikern, Künstlern, Schriftstellern und den Architekten selbst.

Als beispielhaftes Projekt soll das im Jahr 2000 im Rahmen eines Wettbewerbs realisierte Feuerwehr- und Kulturhaus Hittisau hier vorgestellt werden. Eine Herausforderung bei diesem  Gebäude stellte die erwünschte Mehrfachnutzung des Baus dar, nämlich als Feuerwehrhaus, Musikprobelokal und Ausstellungsraum. Zudem waren die Grundstücksverhältnisse eingeschränkt. Der vorgesehene Bauplatz befand sich oben am Rand des Plateaus einer ehemaligen, inzwischen bebauten Kiesgrube: in dörflicher Randlage, aber dennoch zentral. Richtung Süden fällt das Gelände steil ab. In unmittelbarer Umgebung befinden sich eine Schulanlage, ein Lagergebäude und angrenzend ein kleines Sägewerk mit Holzlagerplatz. Die topographische Besonderheit nahmen die Architekten auf und nutzten sie für die funktionale Gliederung des Baus. Das nördliche Gelände wurde bis auf das Niveau des Holzlagerplatzes abgegraben, dort entstanden Garagen und der Vorplatz für die Feuerwehr im Untergeschoss. Eine notwendige Stützmauer wurde als skulpturale Mauer über die Außenwand in 2 horizontale 90-Grad-Wendungen weitergeführt. Ihren Abschluss bildet ein vertikaler Turm, der den Feuerwehrhof markiert. Der Eingang des Kulturzentrums liegt etwa 5 m über der Ebene der Feuerwehrzufahrt. Dort sind das Musikprobelokal, Ausstellungsfläche sowie Schulungsraum untergebracht. Zudem ist der Kulturbereich in eine andere Richtung orientiert, in einer 90-Grad-Wendung zur Feuerwehr mit offener Blickrichtung zum Dorfzentrum. „Er hat andere Inhalte, andere Benutzer und eine völlig andere Geschwindigkeit. Von der Feuerwehr gehen sehr schnelle Bewegungen aus, wohingegen die Räume der Kultur der Sammlung und Annäherung an Themen dienen, dem ruhigen Verweilen, dem Betrachten von Objekten, dem Hören von Musik und Worten.“

Die Unterschiedlichkeit der Inhalte repräsentieren auch die verwendeten Baumaterialien. Sichtbeton, verzinkter Stahl und Glas interpretieren klar Technik und Funktionalität des Feuerwehrbereichs. Der zweigeschossige Kulturkubus kontrastiert mit einer Oberfläche aus ortstypischer, unbehandelter Weißtanne. Für die Wände wurde das Holz gehobelt, für den Boden gesägt, die Decke besteht aus fein gehobelten Holzleisten. „Durch die astfrei gehaltenen Oberflächen der Weißtanne wirkt das Holz scheinbar entmaterialisiert. ohne jedoch zu verschwinden. Es tritt in den Hintergrund, wodurch der Raum eine gewisse Leichtigkeit erhält. Die ausgestellten Objekte rücken in den Mittelpunkt, da der Raum zum Gefäß wird.“ Verschärft wird der Kontrast der Funktionsbereiche durch einen Geländesprung zwischen Kulturbereich und erforderliche Raumhöhe der Feuerwehr. Die ca.1 m große Differenz wurde als umlaufendes Glasoberlicht ausgestaltet und dient als natürlich Lichtquelle für die Feuerwehr.Nicht nur die Interpretation der Inhalte durch die Oberflächen des Gebäudes, ebenso die Klarheit in Anordnung der Funktionsbereiche innerhalb, die Einbettung in die örtlichen Gegebenheiten und nicht zuletzt die Verwendung traditioneller lokaler Baumaterialien zeigen am Beispiel des Feuerwehr- und Kulturhauses Hittisau, wie architektonische Reduktion auf Wesentliches einen qualitativen Gewinn erzeugen kann. Ein Gewinn, der Traditionen nicht vollständig negiert sondern in radikaler Einfachheit ihre Essenz sicht- und erfahrbar macht.

Der österreichische Architekturwissenschafter Otto Kapfinger schreibt: „Cukrowicz Nachbaur interpretieren Aufgaben und Materialien aus dem Kontext – präzise, einfach und selbstverständlich. Sie bringen komplexe Anforderungen zu unerwartet klaren und ökonomischen Lösungen mit Mehrwert. Sie schaffen mit Holz, Glas und Beton. mit natürlichen Oberflächen, mit stimmigen Lichtführungen und perfekten Proportionen robuste, inspirierende Räume für alle Sinne – starke und zugleich gelassene Architekturen für die Entfaltung aller Aktions- und Spielräume des Lebens.“ Autorin: Claudia Bassier

Hochwasserschutz für ein Luxus-Ferienresort im Seebad Heiligenhafen

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Innovative Abdichtungs- und Verbindungstechnik von B.T. innovation schützt vor zukünftigen Hochwasserständen.

Das Seebad Heiligenhafen an der Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste gehört zu den sonnenreichsten Urlaubsgebieten in Deutschland. Kilometerlange Sandstrände, eine attraktive Seebrücke und die für den Premiumtourismus üblichen Vergnügungsmöglichkeiten reizen Investoren wie Touristen gleichermaßen. Die Chance beim Schopfe gepackt, die Fläche baulich auf höchst professionellem Niveau zu erschließen, hat die Primus Marina Resort Heiligenhafen GmbH aus Berlin. Das sich bereits im Bau befindliche „Strand Resort Marina“ ist aus baulicher Sicht eine neu angelegte Ferien-anlage, die es Investoren ermöglicht, Ferienhäuser und Wohnungen zur Touristischen- oder Eigennutzung zu erwerben. Die Anlage liegt direkt an der 5-Sterne Marina und ist dadurch unmittelbar den Gewässereinflüssen der Ostsee und eines Binnensees ausgesetzt. Gesetzeskonforme Hochwasserschutzwand zum Schutz des Privateigentums. Bereits bei der fachlichen Betrachtung der baulichen Rahmenbedingungen wird deutlich, dass zur Errichtung eines Ferienresorts in einer vom Hochwasser bedrohten Region, wie dem Küs-tengebiet Heiligendamm, Maßnahmen zum Hochwasserschutz notwendig werden. Nach dem Generalplan Küstenschutz des Landes Schleswig-Holsteins, sind hierfür immer diejenigen verantwortlich, in dessen Interesse das Gesamtbauvorhaben liegt. Die Primus Marina Resort Heiligenhafen GmbH gab die Aufgabe zur Errichtung einer Hochwasserschutzwand daher in verantwortungsvolle und erfahrene Hände, um den gesetzlichen Anforderungen zum „Schutz des Privateigentums“ zu entsprechen. Belastbare und druckwasserdichte Fertigteilverbindungen in Echtzeit: Ein Küstenschutzprojekt mit dem BT-Spannschloss® und Rubber Elast® Die Firma Heuchert Bau aus Neumünster wurde mit der Realisierung des Schutzwalles be-auftragt und entschied sich bei der Konstruktion für eine bewährte Kombi-Technologie der Firma B.T. innovation aus Magdeburg. Zum Einsatz kam das bauaufsichtlich zugelassene und weltweit bewährte BT-Spannschloss®, mit dessen Hilfe Betonfertigteile „trocken“, das heißt mechanisch miteinander verbunden werden können. Die Vorteile des vollverzinkten BT- Spannschlosses liegen gerade bei der Errichtung von Wasserschutzanlagen auf der Hand: Die Verbindungen der Betonfertigteilelemente sind unabhängig von Witterungsbedin-gungen zu realisieren, da sie nicht aushärten müssen und somit sofort mit Zug- und Quer-kräften belastbar sind. Das sind Vorteile, die sich direkt auf die Zeiteffizienz des Gesamtpro-jektes auswirken. In Kombination mit der speziellen Fertigteilabdichtung RubberElast®, die präzise zwischen den Betonstößen verpresst wird, ist die Wasserschutzwand nicht nur zuver-lässig verbunden, sondern auch absolut druckwasserdicht (5m Wassersäule) und beständig gegen Schmutz- und Brauchwasser. Die Witterungstauglichkeit bezieht sich zudem nicht nur auf die Verarbeitung, sondern auch auf die Nachhaltigkeit der Abdichtung. RubberElast® ist selbst bei sehr niedrigen Temperatu-ren nicht schrumpfend und dauerhaft flexibel. Die Kombination von BT-Spannschloss® und RubberElast® ermöglichte den Mitarbeitern von Heuchert Bau ein einfaches und präzises Handling bei der Verbindung der Betonfertigteilele-mente. Gleichzeitig ermöglichte das Dichtband ein anwendungssicheres Abdichten der Be-tonstöße. Weder aufwändiges Zubehör zur Realisierung der Verbindung, noch komplizierte Prozesse bei der Abdichtung standen einer zügigen Montage im Weg. Die Produktkombinati-on BT-Spannschloss® und RubberElast® sind bereits in ganz Deutschland im Einsatz. Bei einer Hochwasserschutzwand im Industriehafen Wittenberge bewiesen die Produktlösungen Widerstandskraft im Ernstfall. Beim Jahrhunderthochwasser 2013 schützte die Wand vor noch schlimmeren Auswirkungen der Wassermassen. Weiterführende Informationen zur Produktkombination: www.bt-spannschloss.com www.rubberelast.de Weiterführende Informationen zum Marina Resort Heiligenhafen http://www.primus-strand-resort.de/

Ambient Intelligence

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Gesundheit, Sicherheit und Komfort sind Grundbedürfnisse des menschlichen Lebens. Die alltäglichen Herausforderungen, die diese Bedürfnisse und Wünsche mit sich bringen, können jedoch gerade im Alter oder bei Krankheit nicht immer eigenständig bewältigt werden. Eine Lösung bietet die Anschaffung eines Hubots, eines humanoiden Roboters der Firma Miyakki. Für besonderen Pflegebedarf empfiehlt sich ein Modell der Hubot Care Reihe, der ursprünglich auf Initiative der WHO entwickelt wurde, um medizinische und soziale Einrichtungen in Entwicklungsländern zu unterstützen. Bei einem Anschaffungspreis von maximal 15000 Euro, je nach Ausstattung, dürfte auch ihre Krankenkasse mit Freuden einer Kostenübernahme zustimmen. Sie selbst oder ihre Lieben wären rund um die Uhr medizinisch und haushälterisch erstklassig versorgt. Ebenso würde sozialen Aspekten durch die exakt menschengetreue Performance ihres dienstbaren, zuverlässigen, freundlichen und sprachgewandten Begleiters in vollem Umfang Rechnung getragen. Einsamkeit und Hilflosigkeit im Alter, die Sorge um ihre Angehörigen, wenn sie selbst nicht anwesend sein können, gehören zukünftig der Vergangenheit an. Zu schön, um wahr zu sein? Ja, bzw. nein. Je nach dem für wie erstrebenswert man dieses Szenario hält. Die Hubots sind eine Fiktion des schwedischen Regisseurs Lars Lundström. Seine Serie Real Humans läuft derzeit im arte -TV Programm und pointiert gelungen die Beziehung zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz. Zukunftsmusik, deren erste Takte jedoch im Zuge rasant fortschreitender technologischer Entwicklungen auf dem Gebiet von Umgebungsintelligenzen längst angeklungen sind. Wie sieht es mit Einsatzmöglichkeiten von Ambient Intelligence (AmI) auf dem Gebiet der Architektur aus ? Architektur unterliegt in ihren baulichen und kulturellen Ausdrucksweisen immer einer Funktion. Sie dient einem Zweck, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Kontext. Je ausgereifter und spezifischer die Umgebung funktionalen Ansprüchen genügen soll, umso komplexer gestalten sich bauliche Planung und Realisation unter Einbezugnahme des high-technologisch Machbaren. Hier sind zunächst die eingangs genannten Schlagworte Gesundheit, Sicherheit und Komfort aufzugreifen und zu ergänzen durch AmI im Unterhaltungsbereich, in der Automobilität und in arbeitsweltlichen Zusammenhängen. Innovative Technologien auf dem Gesundheitssektor bietet AAL – Ambient Assisted Living. Eine Steigerung der Lebensqualität, und ein so lange wie möglich selbstbestimmtes Leben im gewohnten häuslichen Umfeld, soll durch den Einsatz individuell angepasster Technik- und Assistenzsysteme gefördert werden. Hierzu zählen z.B. Hausnotrufsysteme, Telekommunikationslösungen, um im Bedarfsfall schnellen Kontakt zu Ärzten oder Pflegediensten herzustellen, oder im stationären Bereich Sensormatten, welche einen Sturz des Pflegebedürftigen erkennen und dementsprechend Alarm auslösen. Weiteres Anwendungsgebiet ist die Steuerung der Haustechnik, beispielsweise das automatische Abschalten des Herdes, Rauchmelder oder die Steuerung von Beleuchtungs- und Temperaturregelsystemen und Rollläden. AAL ist eine technologische Antwort auf den demographischen Wandel der Gesellschaft, die stetig wachsende Gruppe älterer Menschen wird verstärkt zur Zielgruppe der Wohnungswirtschaft. Auch die Politik sieht inzwischen Handlungsbedarf. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit einigen Jahren AAL-Forschungsprojekte. 2013 wurden intelligente AAL Systeme in das KfW-Förderprogramm zur Förderung des Barriereabbaus im Wohnungsbestand aufgenommen. Die intelligente Automatisierung der häuslichen Umgebung wird im Zuge eines zunehmenden digitalen Lifestyles auch für Menschen ohne spezielle Bedürfnisse interessanter. Energieeffizienz und persönlicher Komfort sind hier die Stichworte, nicht zuletzt auch der Faktor Sicherheit. Unterschiedliche Haustechniksysteme lassen sich vernetzen und über Handsender, Smartphones oder Tablets steuern. Beispielhafte Detaillösungen für Smart Home Anwendungen sind: – Energieeffiziente Steuerung von Heizung und Klimaanlage, die sensorisch auf die Umgebungstemperatur reagieren – Beleuchtungssteuer- und Dimmfunktionen – Intelligente Zutritts- und Alarmsysteme mit Personenerkennung – Steuerung und Einsatzprogrammierung von Küchen- und Haushaltsgeräten, die mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen versehen sind – Markisen, Rollläden und Jalousien, die auf den Sonnenstand reagieren – Vernetzung von Computer und Kommunikationstechnik, die auch es auch bei Abwesenheit ermöglicht, Informationen abzurufen oder in Notfällen, z.B. im Falle eines Einbruchs, Alarm auszulösen – Information über offene Fenster und Türen – Zentrale Steuerung und Programmierung von Unterhaltungsmedien, weiterführend das Angebot zielgruppenspezifischer Medieninhalte – Überwachung der Räumlichkeiten bei Abwesenheit Erklärtes Ziel von Ambient Intelligence ist es, sich dem Menschen und seinen Lebensgewohnheiten anzupassen und der Lebensqualität einen Mehrwert hinzuzufügen. Einmal abgesehen von dem wirtschaftlichen Potenzial, das die Entwicklung der jeweiligen Technologien und ihrer beteiligten Wirtschaftszweige erkennen lassen. Es stellt sich die Frage, ob und in welcher Hinsicht eine zunehmend automatisierte Umgebung tatsächlich einen Mehrwert darstellt. Ebenso, welche Probleme oder gar Risiken Ambient Intelligence möglicherweise mit sich bringt. Letzteres lässt sich recht einfach beantworten. Jedes Systemkette ist nur so gut wie ihr schwächstes Glied. Die mögliche Fehleranfälligkeit beim Einsatz von AmI hat mehrere Komponenten: Hardware, Software, Anwender. Jeder Computeranwender, dessen Bildschirm nach dem Hochfahren des Rechners einmal schwarz blieb, dürfte wissen, wovon die Rede ist. Eine derartige Problematik dürfte bei einem Fehlalarm, der per SMS einen vermeintlichen Einbruch meldet, maximal ärgerlich sein. Bei einem Funktionsausfall oder einer Fehlsteuerung innerhalb einer Ambient Assisted Living Architektur könnten die Konsequenzen hingegen gravierender ausfallen. Mit diesem Beispiel soll der tatsächliche Mehrwert, der speziell im Bereich des AAL offenbar wird, keineswegs in Abrede gestellt werden. Dennoch, je spezifischer und gleichzeitig flächendeckender künstliche Intelligenzen Einzug in unsere privaten Lebensbereiche halten und sie sogar aktiv mitgestalten, umso gradueller und aufmerksamer sollte ihr tatsächlicher Nutzen im Einzelfall hinterfragt werden. Im Kontext Ambient Intelligence in der Architektur dürfte sich dem Bauherren zukünftig verstärkt die Frage stellen, ob er der Bewohner oder der User seines Zuhauses sein möchte.

Entwicklungen im modernen Holzbau: Innovation trifft Nachhaltigkeit

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Wenn das Wort „Holzbau“ fällt, fühlen viele Leute sich in den hohen Norden ins tiefste Skandinavien versetzt und sehen vor ihrem inneren Auge viele bunte kleine „Schwedenhäuschen“ aus Holz an romantischen Fjorden vor sich, die dem rauen Wind und Wetter trotzen. Vielleicht denken Sie aber auch an die wuchtigen Blockhütten aus massiven Holzstämmen in den Wäldern von Kanada, die ein wenig rustikal wirken. Doch „Holzbau“ ist viel mehr als das.

Der moderne Holzbau kann sehr vielfältig sein. Angefangen vom Blockhaus über den Holzrahmenbau bis hin zur Fassadenverkleidung mit Holzschalungen dürfte für jeden Geschmack etwas zu finden sein. Vorausgesetzt man mag den Werkstoff Holz. Schaut man sich das Baumaterial „Holz“ im Vergleich zum klassischen Massivbau aus Kalksandstein einmal etwas genauer an, so stellt man fest, dass Holz nicht nur eine sehr lange Tradition als Baumaterial hat, sondern auch sehr vielfältige Einsatzmöglichkeiten und weitere Vorteile für das Raumklima bietet. Auch das etwas angestaubte Image dürfte in Anbetracht von bereits realisierten hochmodernen Wohn- und Geschäftsobjekten der Vergangenheit angehören. Modern ausgeführte Lärchenholzschalungen, die geradlinig mit einer Schattenfuge auf einer Konterlattung montiert sind, unterstreichen deutlich die kubistische Architektur im Bauhausstil und setzten gekonnt die einzelnen Baukörper in Szene. Doch eine Holzfassade ist noch lange kein Holzbau. Als moderner Holzbau lässt sich vielmehr der Holzrahmenbau bezeichnen. Durch die Verwendung eines Holzständerwerkes, welches in den Ständerzwischenräumen ausgedämmt und anschließend beidseitig beplankt wird, ist der Gestaltungsfreiheit keine Grenze mehr gesetzt. Sowohl die Fassadengestaltung, als auch der Innenausbau sind völlig frei. Der Holzrahmenbau stellt lediglich das notwendige Tragwerk. Wer also glaubt mit einem Holzrahmenbau sei man auf das Aussehen der Fassade wie bei der Villa Kunterbunt beschränkt, der irrt. Neben dem klassischen münsterländischen Klinker, dem Ruhrgebiets-typischen Außenputz, den traditionellen Schieferverkleidungen aus der Eifel oder gar die hochmoderne Zinkverkleidung. Alles und nichts ist möglich. Die klassische Herstellung der Ziegelbauweise, wo vor Ort auf der Baustelle noch Stein auf Stein vermörtelt wird, wird abgelöst durch eine hohe Vorfertigung einzelner Holzelemente im Holzwerk. So kann ein gesamtes Gebäude im Werk mit einzelnen Wandelementen vorproduziert und anschließend bei gutem Wetter wie ein Puzzle auf der Baustelle in einem Tag montiert werden. Vorausgesetzt den Plänen liegt eine gute Ausführungsplanung zugrunde, bietet diese Methode durchaus viele Vorteile. So kommt der Holzrahmenbau ohne nennenswerte Baufeuchte aus. Auch der Einsatz von ökologischen Dämmstoffen ist durch die Vorfertigung im Werk deutlich einfacher zu koordinieren. Schädliche Wettereinflüsse wie Regen oder Schnee können im Werk hundertprozentig ausgeschlossen werden. Leider hat der Holzrahmenbau durch einige schwarze Schafe in der „Fertighausbranche“ auf Grund von nachlässiger Planung und unsachgemäßer Ausführung einen schalen Beigeschmack bekommen. Doch das ist eher die Ausnahme statt der Regel und hängt nicht zwangsläufig mit der Bauweise zusammen. Dieselben schwarzen Schafe produzieren beizeiten mit ihren Kataloghäusern auch im Massivbau groben Unfug. Die Krux liegt da wohl eher in dem windigen Geschäftsgebaren und dem Irrsinn ein Haus aus dem Katalog kaufen zu wollen. Doch das ist eine andere Geschichte… Die Baubiologie und Bauökologie ist ein weiterer großer Vorteil des Baustoffes Holz. Holz ist Bestandteil der Natur und demnach ohne eine Vorbehandlung grundsätzlich unschädlich für den Menschen. Im Gegenteil: Holz als naturbelassener Werkstoff trägt durch seine bauphysikalischen Eigenschaften hervorragend zu einem guten Raumklima bei. Im Zeitalter, wo fast jeder Zweite unter allergischen Reaktionen und Kontaktallergien leidet, ist ein behagliches Raumklima mit einem ausgewogenen Verhältnis der Luftfeuchte schon ein guter Anfang. Verbindet man dieses noch mit zusätzlichen ökologischen und nachhaltigen Baustoffen, wie beispielsweise einem Lehmputz oder einer Zellulosedämmung wird nicht nur das Raumklima optimiert, sondern neben dem winterlichen Wärmeschutz auch der sommerliche Wärmeschutz deutlich besser erfüllt. Das liegt an der höheren spezifischen Wärmekapazität, die angibt, wie viel Energie notwendig ist, um den Baustoff zu erwärmen. Je höher die spezifische Wärmekapazität ist, desto träger ist der Baustoff. Zur Zeit werden auf dem Markt alte natürliche Dämmstoffe wieder entdeckt. So findet man beispielsweise eine durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen Einblasdämmung aus einem Gemisch von Hobelspänen, Lehm und Wasser, die mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,045 W/mK durchaus eine Alternative zu den herkömmlichen Dämmstoffen bieten kann. Ein großer Nachteil von Holz ist die weniger resistente Wetterfestigkeit. Unbehandeltes Holz bekommt mit der Zeit eine sogenannte „Patina“, die sowohl die ursprüngliche Farbe, als auch die Beschaffenheit langsam und beständig verändert. Je nach Wettereinfluss kann das schneller oder langsamer vonstatten gehen, so dass nach ein paar Jahren bei einem Gebäude mit Holzfassade alle Fassadenseiten durch unterschiedliche Bewitterung eine unterschiedlich ausgeprägte Patina aufweisen. Da hilft zunächst nur regelmäßige Pflege und Streichen. Doch auch hierfür bietet die Industrie bereits neue Technologien an. Neben den aus dem Terrassenbau bereits bekannten Holz – Kunstoff – Verbundwerkstoffen, z.B. WPC oder ähnliche, kann auch natürliches Holz durch eine thermische Behandlung länger haltbar gemacht werden. Dabei wird mit hohen Temperaturen (170°C bis 230°C) der Zellaufbau des Holzes so verändert, dass die Feuchteaufnahme des Holzes maßgeblich verringert wird. Dadurch wird Pilzen und anderen Schädlingen der Nährboden entzogen. Doch das Holz verliert durch die thermische Behandlung leider auch an Festigkeit und wird spröde, so dass ein Einsatz von thermobehandeltem Holz bisher als tragfähiges Konstruktionsholz noch nicht möglich ist. Nichtsdestotrotz zeigt sich, dass auch ein altbewährter und traditioneller Baustoff wie das Holz sich ständig im Wandel der Zeit befindet. Durch zusätzliche Behandlungen und Forschung der Industrie ergeben sich immer neue Einsatzmöglichkeiten. Auch nimmt die Verwendung von holzartigen Pflanzen immer weiter zu. So ist der Bambus eigentlich eher ein Gras als ein Baum. Trotzdem ist sein Holz mittlerweile in vielfältigen Einsatzbereichen sehr beliebt. Schlussendlich lässt sich sagen, dass Bauen mit Holz und Holzwerkstoffen nicht mehr nur alleine das langweilige Öko – Image bedient, sondern der Baustoff „Holz“ zu einem innovativen und modernen Gestaltungselement geworden ist. Wenn dieser Baustoff dann auch noch ökologisch unbedenklich ist und zusätzlich unser Wohlbefinden erhöht, kann es besser doch eigentlich gar nicht mehr sein?! Autorin: Dipl.-Ing. (FH) Arch. Sarah Zietek

Schweden-Kombi auf großer Fahrt: Volvo V70

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Schön, dass es solche Autos wie den V 70 gibt: ein von der aktuellen Mode abweichendes, steiles Kombiheck, ein starker Zweiliter-Fünfzylinder-Diesel, dazu ästhetisch gelungene Details wie die Mittelkonsole. Das Navigationssystem ist ebenfalls auf dem neuesten Stand der Technik – Herz, was begehrst du mehr? Das weltweit meistverkaufte schwedische Fahrzeug, der Volvo V70, geht in die dritte Runde und glänzt mit zahlreichen Modifikationen und Verbesserungen. Innen wie außen befindet sich der Kombi qualitativ auf sehr hohem Niveau. Auch der D2 ist ein Volvo von altem Schrot und Korn. Sein klares Design mit dem kastenförmigen Heck kann seinen Nutzwert nicht verleugnen. Der 2-Liter-Dieselmotor aus dem Hause Peugeot verhilft dem schweren Fahrzeug zu erstaunlich guten Fahrleistungen und bleibt beim Verbrauch im Rahmen – einen Partikelfilter gibt’s serienmäßig. Der V70 ist der klassischste Volvo im Programm der Schweden. In der Tradition der großen nordischen Kombis bietet er unter dem kantigen Blech viel Platz für Gepäck und Schutz für die Insassen. Der Kofferraum des Volvo V70 D2 fasst selbst bei voller Bestuhlung 575 Liter. Genug für einen ausgedehnten Trip mit der ganzen Familie. Wenn man die drei Elemente der Rücksitzlehne umklappt, hat er ein Volumen von 1600 Litern. Mit tiefer Ladekante und ebener Ladefläche empfiehlt sich der kantige Schwede dem Hobby-Spediteur zusätzlich. Erfreulich ist auch seine Verarbeitung, die dem Premium-Standard entspricht. Der Fahrer nimmt vor einem übersichtlich gestalteten Cockpit Platz. Das Kombiinstrument ist jederzeit einwandfrei ablesbar und alle fahrrelevanten Funktionen liegen gut zur Hand. Wer skandinavisches Design schätzt, wird sich an der ästhetischen Optik der Mittelkonsole erfreuen. Überhaupt legen die Schweden Wert auf einen behaglichen Innenraum. Ob Kunststoff, Teppich, echtes Metall oder optionales Leder – die Materialien sind nicht nur hochwertig, sondern auch passgenau und solide verarbeitet. Die Sitze sind so bequem, dass sie die Bezeichnung Sessel verdienen. Dank der vielfältigen und weitreichenden Verstellmöglichkeiten findet hier nahezu jede Statur eine komfortable Position. In der neugestalteten Türverkleidung sind die Tasten zur Fernentriegelung von Tank- und Kofferraumdeckel sowie für die elektrischen Fensterheber und Außenspiegel, die nun zur Serienausstattung gehören, sinnvoll platziert. Eine Sechsgangautomatik befehligt den 115 PS starken Diesel. Wer hinter den nunmehr digitalen Instrumenten Platz nimmt, fühlt sich auf Anhieb geborgen. Die konventionelle Servolenkung arbeitet zielgenau und feinfühlig. Somit ist der V70 geschaffen für Langstrecken, auch weil das Geräuschniveau selbst bei hohem Tempo angenehm niedrig ausfällt. Der ausgewachsene Familien-Kombi genehmigt sich im Schnitt knapp 7 Liter, was für ein Auto von 4,82 Metern Länge und 1,7 Tonnen Leergewicht nicht besonders viel ist. Eine komplette Neukonstruktion ist der V70 nicht, sondern eine Weiterentwicklung des bisherigen Modells. Doch auch, wenn es nicht gleich ins Auge fällt, wurden doch zahlreiche Modifikationen und Verbesserungen an diesem Kombi vorgenommen. Die Liebe zum Detail ist es, was diesen Kombi so einzigartig macht. Auf den ersten Blick ist der Wandel nur für Kenner zu entdecken. Die Frontpartie erhielt angeschrägte Scheinwerfer und einen hervorgehobenen Grill, der in die V-förmige Motorhaube übergeht. Stoßfänger, Türgriffe und Außenspiegel sind in Wagenfarbe lackiert. Runde Linien und ein zugespitzter Bug zählen außerdem zum neuen Look. Aber Volvo wäre nicht Volvo, wenn beim Facelift nicht besonders die Sicherheit im Fokus gewesen wäre. Dabei wurde der sprichwörtliche Schwedenstahl inzwischen durch geistige Leistung ersetzt, denn die Sensorik und die Computer bringen heute die Sicherheit. Die optionale Fußgängererkennung erfasst nun auch Radfahrer und kann bis 30 km/h eine Notbremsung bis zum Stand einleiten. Für leichteres Rangieren ist eine akustische Einparkhilfe an Bord. Bi-Xenon-Scheinwerfer, die die Fahrbahn ausgezeichnet ausleuchten, sind Serie. Bei diesem prägnanten Auftritt, so viel Komfort und den höchsten Sicherheitsstandards lässt es sich absolut sorglos und angenehm reisen.

Ein Elektroauto, dass allen davon sprintet: Renault ZOE

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Wie man Autos baut, weiß Renault. Mit dem Elektroauto Zoe hat Renault ein starkes Auto ins Rennen geschickt, das man bei der deutschen Konkurrenz vergebens sucht, denn der Renault Zoe läutet ein neues Zeitalter der Mobilität ein. Es ist die mühelose Einfachheit des Fahrens, die in dem französischen Kleinwagen überzeugt. Der kompakte Fünftürer ist für viele Neuwagenkäufer gerade deshalb so attraktiv, weil er über ein großzügiges Platzangebot verfügt und eine enorme Reichweite zu bieten hat. Wer heute schon in die Zukunft reisen und ein klares Statement für den Umweltschutz abgeben will, fährt im Zoe genau richtig. Bereits vom Äußeren her wird deutlich, dass der Zoe keine elektrifizierte Ausgabe eines bereits existierenden Modells ist. Ein rundliches Design mit Chromakzenten trifft auf Abmessungen, die auf Höhe des aktuellen Clio liegen: 4,08 Meter Länge, 1,56 Meter Höhe und ein Radstand von 2,58 Meter. Und im Cockpit haben die Franzosen auch nicht gespart. Fahrer und Beifahrer nehmen auf gut konturierten Integralsitzen Platz. Es gibt genügend Ablagen und vor allem ausreichend Platz. Vier Personen kommen im Zoe ganz entspannt unter. Eine Überraschung bietet der Kofferraum: Zwischen 338 und 1.225 Liter Gepäck passen hier hinein. Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck und es gibt glücklicherweise nicht so viele Hartplastikwüsten wie in vielen anderen Kleinwagen. Die Türöffner an den hinteren Seitenfenstern tragen als Gimmick den Daumenabdruck des Zoe-Designers. Der Touchscreen-Monitor, der das Multimediasystem R-Link anzeigt, über das der Fahrer nicht nur das serienmäßige Navi bedient, sondern auch Verbrauch und Zustand der Akkus ablesen kann, wirkt außerordentlich cool. Mit schicken, aber aussagekräftigen und vor allem nicht zu vielen Animationen sieht man sofort, wieviel Reichweite man noch hat, wieviel Energie der 88 PS starke Elektromotor gerade aus den Lithium-Ionen-Akkus zieht und wie ökonomisch man unterwegs ist. Wenn die Ampel auf Grün springt, genügt ein leichter Druck aufs Strompedal. Geschmeidig beschleunigt der batterieelektrische Renault Zoe auf Stadtgeschwindigkeit. Vibrationsfrei, kraftvoll und ohne lokale Abgase funktioniert sein Antrieb. In vier Sekunden beschleunigt er auf 50 km/h; bis 100 km/h vergehen laut Werksangabe weitere 9,5 Sekunden. Damit lässt man so manchen Sportwagen stehen. Die Dauerleistung des Elektromotors von 43 kW (58 PS) täuscht: Weil das Aggregat grundsätzlich aus dem Stand heraus die volle Leistung hat und kurzzeitig bis zu 65 kW (88 PS) abgibt, spurtet der Zoe schnell vom Start weg. Der Zoe wiegt mit 1,5 Tonnen soviel wie ein Mittelklassewagen, allerdings merkt man ihm das kaum an. Er zieht sauber um die Kurven und drängt erst spät nach außen, Wankbewegungen sind ihm fremd. Die Lenkung ist präzise, der Fahrkomfort gut und die Federung steckt Unebenheiten ordentlich weg. In der Stadt und auf der Landstraße fährt er sich sehr souverän. Die ruckfreie Beschleunigung bei Vollgas macht ebenso Spaß wie flüsterleises Dahingleiten. Die Komfort- und Sicherheitsausstattung umfasst praktisch alles, was Kunden von gut ausgestatteten Kompaktautos gewohnt sind, von Servolenkung, vier elektrischen Fensterhebern, Navigationssystem, Radio, Bluetooth, Sprachsteuerung und USB/SD-Anschlüssen bis zur akustischen Einparkhilfe hinten (Extra), elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln, Tempomat, ABS, ESP, Licht- und Regensensor, Berganfahrhilfe und vielem mehr. Als Klimaautomatik hat er die laut Renault im Zoe Weltpremiere feiernde 2-Kreis-Wärmepumpe. Auch die Wallbox für die eigene Garage ist beim Zoe im Kaufpreis enthalten. Die Batterie muss nicht gekauft, sondern kann gemietet werden. Die Umgewöhnung von einem normalen Auto auf den Stromer ist kinderleicht. Mit einem Fahrstufenhebel schaltet man wie bei einer Automatik zwischen Vorwärts, Neutral, Parken und Rückwärts um. Die Rekuperation, also die Rückgewinnung von Bremsenergie für die Batterie, geschieht automatisch beim Gaswegnehmen und noch stärker beim Bremsen. Durch geschicktes Rekuperieren, also vorausschauendes Fahren mit wenig Gaseinsatz, kann man die Reichweite laut Renault um bis zu 25 Prozent erhöhen. Und die Reichweite ist eines der wichtigsten Aspekte des Zoe: hier verspricht Renault üppige 160 Kilometer. Keine Frage: Dieses Modell bedeutet einen neuen großen Schritt für die Elektromobilität.