Im Cabrio Dolce-Vita-feeling erleben – Fiat 500 C Mirror

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Eine Frage, die sich uns vor der Testfahrt aufdrängte war: Wieso hat Fiat dem neuen 500 den Sondermodellnamen „Mirror“ (engl. für Spiegel) gegeben? Die ersten Ideen waren, dass Fiat vielleicht auf die verchromten Außenspiegel aufmerksam machen wollte, die elektrisch beheiz-, verstell- und anklappbar und somit etwas Besonderes sind. Unerwartete Zusatzspiegel im Inneren sind nicht zu entdecken. Die Zubehörliste schließlich gibt uns des Rätsels Lösung: es handelt sich um einen virtuellen Spiegel! Gemeint ist die die Technik der Smartphone-Spiegelung, mit der der Handy-Bildschirm aufs Touchdisplay des Infotainmentsystems transferiert werden kann. Nach diesem Aha!-Erlebnis waren wir jetzt aber wirklich gespannt, was der kleine Italo-Flitzer auf der Straße zu bieten hat.

Exterieur

Bereits von weitem ist klar: das muss ein Fiat 500 sein. So rundlich ist kein anderer. Die Italiener spendierten ihm dazu passend auch ein paar runde Scheinwerfer, die den Gesamteindruck noch verstärken. Schmale Fenster dominieren das seitliche Profil und betonen dadurch die Formen der Karosserie. Im unteren vorderen Bereich entdeckten wir als Neuerung, dass der Fiat 500 mittlerweile ein Diamant-Pin-Design trägt, das ihm gut steht. Unser Sondermodell Mirror hatte die Sonderfarbe Italia Blau sowie schicke 16-Zoll-Alufelgen. Chromakzente und ein Mirror-Logo machen den kleinen Runden richtig schick.

Interieur

Im Inneren erfreut man sich an dem sympathischen Farbenspiel. Die Mischung aus glänzenden Flächen in Wagenfarbe und Retro-Charme ist bestens gelungen. Dadurch wirkt auch der hohe Hartplastikanteil des Cockpits nicht als unangenehm. Ein Highlight hier ist sicherlich die Integration eines modernen Infotainment-Systems. Der 7-Zoll-Monitor ist zentral ins Armaturenbrett integriert und kommt hier ideal zur Geltung. Das System verfügt neben Navigation über Smartphone-Integration per Bluetooth oder Apple CarPlay / Android Auto, USB-Anschluss, Freisprecheinrichtung und Audiostreaming. Die Bedienung ist absolut unkompliziert. Das Lenkrad und der leicht erhöhte Schalthebel sind optimal platziert. Die neu gestalteten Sitze bieten mehr Platz und Komfort als zuvor und man kann nun bei Bedarf den hinteren Sitz-Teil etwas absenken. Auch auf den Rücksitzen können selbst Erwachsene angenehm mitreisen. Die Sitze lassen sich vom Fond oder vom kurzen Kofferraum aus umklappen. Wenn man die Rückbank umklappt, entsteht ein Laderaum von 550 Litern. Das Dach lässt sich elektrisch öffnen und schließen. Das funktioniert per Knopfdruck oder auch von außen, wenn man länger auf den Öffnungsknopf am Funkschlüssel drückt.

Motorisierung

Der 51 kW / 69 PS – starke Vierzylinder-Benziner ist ein alter Bekannter für Fiat 500 – Kenner und war auch in unserem Testwagen an Bord. Als Stadtauto kann der Motor mit1,2 Litern Hubraum allen Erwartungen gerecht werden. In der Praxis verbrauchte er bei unserer Testfahrt durchschnittlich 5,2 Liter auf 100 Kilometern. Da sein Gewicht weniger als eine Tonne beträgt, schafft er mühelos bis zu 160 Sachen Spitzengeschwindigkeit und legt den Sprint von 0 auf 100 in knapp 13 Sekunden hin.

Fahrverhalten

Sein kurzer Radstand und der Wendekreis von lediglich 9,3 Metern kommen dem Fiat 500 bei der Wendigkeit zugute. Einparken ist für ihn überhaupt kein Problem. Ebenfalls eine große Hilfe sind hierbei auch die Sitze, die dafür sorgen, dass man relativ hoch sitzt und stets eine gute Übersicht hat. Die Lenkung ist sehr leichtgängig und dank des relativ straffen, aber nicht unkomfortablen Fahrwerks ist man mit dem Fiat 500 auch flott unterwegs. Die Geräuschisolierung ist ordentlich. Die Gänge des Schaltgetriebes rasten geschmeidig ein. Der Kleine hat Fahrspaß zu bieten.

Fazit

Auch nach über 60 Jahren ist die Kult-Kugel von Fiat sehr gefragt. Verkörpert sie doch seit ihrer Modelleinführung den Inbegriff der italienischen Auto-Lebensart. Und jetzt als Cabriolet mehr denn je! Wir waren von seinem Charme schon nach wenigen Metern verzaubert. Der Fiat 500 Mirror ist eine edle Erscheinung, gerade in der Sonderfarbe Italia Blau und mit sportlichen Felgen. Die Italiener haben eine zeitgemäße Lösung für das Infotainment gefunden und bieten dem Fahrer nun ein modernes Nutzungsverhalten. Im Fahrverhalten bleibt der Mirror seinem Grundcharakter weiterhin treu, nämlich dass es einfach viel Spaß macht, mit ihm unterwegs zu sein.

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