Nissan Juke

Athlet mit Top-Ausstattung

Die Japaner haben ihren Bestseller neu positioniert. Mit seinem dynamischen Auftritt ist das Coupé-SUV auf Kleinwagenbasis ein echter Blickfang. Etwas eigenwillig präsentiert sich der neue Nissan Juke und rollt sich damit in die Herzen seiner Liebhaber. Wir haben getestet, was neu geworden ist und wie er sich fahren lässt.

Exterieur:

In der Länge streckt sich der neue Nissan Juke auf 4,21 Meter. In der Breite sind es nun 1,80 Meter und in der Höhe 1,60 Meter. Der Radstand ist mitgewachsen und hat jetzt elf Zentimeter mehr als sein Vorgänger. Bei den Rädern handelt es sich um 19-Zöller. Das kommt den Passagieren hinten zugute oder zusätzlichen Transportgegenständen. Der Kofferraum ist satte 20 % größer geworden und fasst jetzt 422 Liter. Oben markieren eine sportlich abfallende Coupélinie, unten ausladende Kotflügelverbreiterungen den neuen Nissan Juke. Der Coupé-Charakter wird noch verstärkt dadurch, dass er zunächst so wirkt, als hätte er nur zwei Türen. Die Handgriffe der hinteren Türen sind perfekt im Design der Karosserie versteckt. Die Heckleuchten betonen in ihrer Form perfekt die Oben-schmal – Unten-breit-Optik. Ansonsten wurde nur ein dezentes Facelift vorgenommen, beispielsweise an den charakteristisch zweigeteilten Scheinwerfern. Die Offroad-Ambitionen werden durch robustes Plastik an der Unterkante deutlich gemacht.

Interieur:

Auch Innen ist der Juke stylisher geworden. Das geschwungene Design von außen wird im Inneren aufgegriffen, beispielsweise an der Mittelkonsole. Verfeinert haben die Japaner im Zuge des Facelifts schließlich auch das Antlitz der Kombi-Instrumente: mit dem Effekt, dass die essentiellen Fahrzeugdaten nunmehr deutlich besser abzulesen sind. Die Zahl der Knöpfe wurde gering gehalten. Zudem haben die Knöpfe auch eine Doppelfunktion. Zum einen lässt sich die Klimaeinstellung und zum anderen die Auswahl der Fahrmodi einstellen. Die Bedienelemente sind allesamt logisch angeordnet. Farbliche Akzente an Verkleidungen, Luftdüsen und Konsolen lockern den Innenraum merklich auf. Die Topausstattung gibt es mit Premium-Ledersitzen, die edel aussehen und äußerst bequem sind. Zwei der insgesamt sechs Lautsprecher des Bose-Luxus-Soundsystems sind in die Kopfstützen integriert. Sehr sportlich sieht auch das unten abgeflachte Multifunktionslenkrad aus. Die Ambientebeleuchtung versetzt die Insassen in gute Stimmung. Die Auswahl der Materialien und die Verarbeitung sind gelungen.

Motorisierung:

Wir waren mit dem 1,2-Liter-Basisbenziner unterwegs und hatten zu keiner Zeit das Gefühl untermotorisiert zu sein. Der Vierzylinder hat 117 PS und 85 kW Leistung. Der aufgeweckte, muntere Motor sorgt für eine Menge Fahrspaß. Den Sprint von Null auf Hundert erreichten wir in 10,8 Sekunden. Der Juke schafft es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 178 km/h. Auf 100 Kilometern verbraucht er durchschnittlich 5,6 Liter. In Kombination mit der manuellen Sechsgangschaltung und den drei Fahrmodi „Eco“, „Normal“ und „Sport“ lässt sich der Kleine spritzig bewegen.

Fahrverhalten:

Die erhöhte Sitzposition und die gute Rundumsicht haben uns sehr gefallen. Sollte man ein schwieriges Rangiermanöver bewältigen müssen, ist die Kamera hier zusätzlich eine große Hilfe. Die knackige Schaltung sorgt für viel Fahrvergnügen. Die Lenkung arbeitet straff und genau. In Kurven kommt es lediglich zu kaum spürbarer Seitenneigung. Der kleine Crossover nimmt – dem längeren Radstand sei Dank – Schlaglöcher und Bodenwellen gelassen. Deutlich spürbar ist auch die agile Auslegung des Fahrwerks. Dass der Juke bereits serienmäßig mit drei Assistenzsystemen ausgestattet ist, nimmt dem Fahrer einiges an Arbeit ab. Der Juke erkennt Verkehrsschilder, blendet bei Gegenverkehr automatisch ab und hilft dem Fahrer, die Spur zu halten.

Fazit:

Die Attribute des Nissan Juke kann man mit schick, klein und frech auf den Punkt bringen. Der neue 1,2 Turbo ist für ihn wie maßschneidert. Kräftig kommt er zügig auf Touren. Größere Platzverhältnisse und mehr Komfort machen ihn zu einer guten Wahl im Segment der kleinen Crossover. Sein aufgewertetes Cockpit und die individuell wählbare Farbgestaltung sind sehr überzeugend.

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