Beim Jeep Grand Cherokee Summit 3.0L Multijet geht jedem anspruchsvollen Fahrer, der auch Wege abseits vom Asphalt liebt, das Herz auf. Etwas Kosmetik innen und außen, eine Menge Wohlfühl-Luxus, ein Heer von hilfsbereiten Assistenten und vor allem die neue ZF-Achtgang-Automatik in Kooperation mit dem bulligen Dreiliter-V6-Diesel schenken dem Automarkt ein wahres Prachtexemplar. Dieser automobile Kerl mit smartem Kühlergrill-Grinsen macht nach außen eine erhabene Figur, ohne gleich zu erschlagen. Der Jeep Grand Cherokee zählt zu den beliebtesten Fahrzeugen der US-Marke Chrysler, die mittlerweile zum italienischen Fiat-Konzern gehört. Eine Symbiose aus amerikanischen und italienischen Qualitäten, wie wir sie bereits bei diesem Auto kennengelernt haben. Aber wie verbessert man einen Geländewagen, der seit 30 Jahren und rund 4,8 Millionen verkauften Stücken an Beliebtheit kaum zu übertreffen ist? Vor dieser Aufgabe stand der größte Hersteller von SUVs. Besonders auffällig sind die neuen Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht-Girlande. An der Karosserie wurde nicht viel verändert. Die Hauptscheinwerfer sind schmaler, der siebenfach geschlitzte Kühlergrill ist niedriger, die Nebelscheinwerfer sitzen höher, die Frontschürze wurde nach oben gezogen. Am Heck sind Stoßfänger, Dachspoiler und Heckklappe neu designt. Das Flaggschiff Summit hebt sich standesgemäß von anderen SUVs ab: Die beiden verchromten Endrohre sind rechteckig, am Kühler ist auch das Mesh-Gitter verchromt, wie überhaupt das Auto viel mehr chromt und glänzt als seine Brüder. Etwas nachgeschliffen wurde auch im Innenraum des Jeep Grand Cherokee Summit 3.0L MultiJet. Das Interieur wirkt sehr aufgeräumt und gediegen. Durch das ofenporige Holz gepaart mit dem Leder, das Jeep als “Natura Plus” bezeichnet, wird ein hochwertiger Eindruck vermittelt, wie man es bis dato nur aus Premium-Fahrzeugen kannte. Dieses Leder findet sich nicht nur auf den Sitzen, sondern auch auf den Türverkleidungen, auf der Mittelarmlehne sowie auf der Armaturentafel; der Dachhimmel und die A-Säulen hingegen sind mit Veloursleder überzogen. Die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet. In der Mittelkonsole befinden sich nur wenige Schalter, da über das UConnect neben der Sitzheizung/-lüftung auch weitere Komfortfeatures wie das Bluetooth-Streaming gesteuert werden. Die Verarbeitung und die Auswahl der Kunststoffe sind tadellos, die Sitze sind weich gepolsterte Sessel mit mannigfaltiger, elektrisch zu betreibender Modifizierung. Ein großzügiges Platzangebot für Passagiere und Gepäck ist im Grand kein Luxus, sondern Alltag. Erfreulicherweise bietet der Jeep gleichermaßen hinten und vorne genug Komfort für entspanntes Reisen. Weder die Kopf- noch die Beinfreiheit wird eingeschränkt. Praktischerweise befinden sich hinten auch noch zwei USB-Anschlüsse sowie die Bedienung für die Sitzheizung. Ob Gelände, Straße oder Autobahn – stets zeigt der Grand Cherokee seinen stabilen Charakter und verwöhnt seine Insassen mit ruhigem Motorlauf und guter Federung. Etwa 2,5 Tonnen werden als Leergewicht ausgewiesen, er darf rund 500 Kilo als Nutzlast auf- und 3000 gebremste Kilo an den Haken nehmen. Die Höchstgeschwindigkeit des Geländewagens liegt bei 202 km/h. Von 0 auf 100 km/h schafft er es in 8,2 Sekunden. Das von einem Turbolader unter Druck gesetzte Dieselherz im Jeep Grand Cherokee schlägt kräftig und mobilisiert aus drei Liter Hubraum bei 4.000/min nicht weniger als 250 Pferdestärken. Die Leistungsentfaltung aus niedrigen Drehzahlen heraus erfolgt mit gleichmäßigem Antritt. Und auch wenn es mal nicht so schnell nach vorne gehen muss, fühlt sich der Grand Cherokee nie untermotorisiert an. Gerade durch die butterweiche ZF-Automatik, kann man es auch etwas sportlicher angehen lassen. In diesen Situationen enttäuschen Lenkung und Fahrwerk glücklicherweise auch nicht. Beides ist angenehm direkt, aber nicht zu sportlich abgestimmt. Kommandos am Volant folgt der Jeep Grand Cherokee mit seiner Servolenkung willig und hinreichend zielgenau, und der Übergang zwischen den acht automatisch wechselnden Gängen erfolgte stets weich und präzise. Sein Durchschnittsverbrauch liegt bei 10,6 Liter Diesel auf 100 km. Zusammenfassend kann man diesem Offroader ein Edel-Ambiente bescheinigen, dass aber nicht auf Kosten seiner Geländegängigkeit geht.
Sparsamer Luxus-Brite (Jaguar XJ)
Ganz vorne im Reigen des Oberklasse-Luxus tanzt der Jaguar XJ. An Bord herrscht Club-Atmosphäre. In seinem stilvollen Interieur ist Platz für fünf Erwachsene, die sich in sehr bequemen Sitzen rekeln dürfen. Es gibt eigentlich nichts, was die Fond-Sitze nicht können: elektrische Neigungsverstellungen der Lehnen, in vier Stufen einstellbare Lendenwirbelstütze, und Massage. Ein Fußbänkchen gibt es genauso, wie die Option, den Beifahrersitz bei Nichtbelegung nach vorne wegklappen zu können. Man genießt soviel Beinfreiheit wie in einem Liegestuhl. Seidenmatt lackiertes Holz, Leder, Chrom und Klavierlackflächen umschmeicheln die Passagiere. Beim Einsteigen bleiben kaum Fragen offen. Keine verspielten Bedienelemente, um deren Sinn zu verstehen erst das Handbuch studiert werden muss. Keine elektronischen Schutzengel, die plötzlich zu piepsen und blinken anfangen. Sehr angenehm! Eine Besonderheit ist das TFT-Display, das klassische Rundinstrumente simuliert. Je nach Programmierung und Informations-Abruf werden dort Tempo und Drehzahl, Motortemperatur und Kraftstoffstand angezeigt. Aber auch Navigationsdetails und Richtungskommando sind darstellbar. Und Leder gibt es jede Menge im XJ. Nahezu alles ist mit der gegerbten Tierhaut überzogen, die Armlehne in der Mittelkonsole, die Verkleidung der Türe, auch die kreisrunden Ausströmer der Klimaanlage auf dem Armaturenbrett sind von Leder umschlossen. Und das alles ohne Aufpreis. Der Luxusliner ist zudem vollgestopft mit allem, was gut und teuer ist. Über solch profane Dinge wie Vollleder, Zweizonen-Klima, Sitzheizung oder Panoramadach, brauchen wir nicht viele Worte zu verlieren – die gehören in dieser Klasse zum guten Ton. Deswegen gehören zum Standard-Lieferumfang unter anderem außerdem Einparkhilfe vorne und hinten, Bi-Xenon-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht und eine Menge Kostbarkeiten mehr. Darüber hinaus bietet er ein Design, das ihn grundlegend von den eher konservativen deutschen Oberklasse-Limousinen unterscheidet und schafft das Kunststück, ganz neu und trotzdem markentypisch aufzutreten. Mit 5,12 Metern streckt sich die große Raubkatze ganz schön lang und lässt den XJ zu einer eleganten Erscheinung werden. Dank seiner fließenden Linien und seiner coupéförmigen Dachlinie wirkt er kein bisschen wuchtig. Unter seiner Haube hämmert ein V8-Kompressor ganz standesgemäß. Die Fahrleistungen fallen sportlich aus: Der XJ beschleunigt laut Jaguar in unter 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine (abgeriegelte) Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Dabei verbraucht er nur 6,1 Liter auf 100 Kilometern. Der Motor leistet 202 kW/275 PS. Die Kraftübertragung der Limousine erfolgt über ein Achtstufen-Automatikgetriebe. Dank einer neuen Start-Stopp-Automatik verspricht Jaguar eine Verbrauchsersparnis im kombinierten Zyklus um bis zu sieben Prozent. Sein Allradantrieb funktioniert einwandfrei. Es gibt drei wählbare Fahrprogramme: Normal, Drive und Winter. Damit reagiert Jaguar auf Wünsche von Kunden, die mehr Sicherheit bei winterlichen Verhältnissen ohne Verlust von Fahrdynamik forderten. Für besseren Grip auf Eis und Schnee ist eine unterschiedliche Drehmomentverteilung auch zwischen Rädern und einer Achse möglich, zudem sind DSC und ABS an Bord. Für einen Wagen mit 3,15 Metern Radstand lässt sich die Limousine erstaunlich flott durch die Kurven bewegen. Bei flotter Fahrt federt das adaptive Fahrwerk angenehm straff. Die Automatik schaltet butterweich und früh hoch. Die erstklassige Geräuschdämmung macht die erstklassige Mischung aus Komfort und Dynamik erst komplett. Der XJ ist in jeder Hinsicht ein echter Jaguar. Dank seiner stabilen, leichten Aluminiumkarosserie überzeugt der Jaguar XJ mit Agilität und herausragendem Handling. In Verbindung mit seinen innovativen und vorausschauenden Technologien ist der Jaguar XJ in der Lage, alle Straßen- und Verkehrsverhältnisse spielerisch zu meistern. Der Fahrer kann sich ganz auf das Wesentliche konzentrieren. Erschaffen für den anspruchsvollen Fahrgast, verwöhnt der Jaguar XJ mit luxuriösem Interieur und üppigem Platzangebot für Fahrer und Beifahrer und garantiert so eine entspannte und bequeme Fahrt.
Wir müssen die Welt verändern, Oscar Niemeyer, 96 Seiten, Antje Kunstmann Verlag, Preis 12,95 Euro
„Wenn man mich fragt, was für mich die Fantasie bedeutet, antworte ich: Fantasie ist die Suche nach einer besseren Welt.“ Oscar Niemeyer-einer der berühmtesten Architekten unserer Zeit- hat im hohen Alter von 104 Jahren, kurz vor seinem Tod, ein Resümee seines Lebens verfasst. Er schildert in acht kurzen Kapiteln seine persönliche Philosophie des Lebens, die Rolle der Architektur im Wandel der Gesellschaft sowie seine Sicht über Politik, Freundschaft und Kunst. Er lässt uns teil an seinen Erinnerungen und Begegnungen mit Leitfiguren des 20. Jahrhunderts von Fidel Castro bis Satre und Le Corbusier. Der Architekt, der seiner Heimat Brasilien eine neue Hauptstadt entwarf, erklärt uns in einem Buch voller Hoffnung, warum die Welt sich ändern muss – und dass es allein von uns abhängt, sie zu einem besseren Ort zu machen.
Oscar Niemeyer. Eine Legende der Moderne, Paul Andreas und Ingeborg Flagge (Hrsg.), 143 Seiten, Birkhäuser Verlag, Sprachen: Deutsch, Englisch, Preis 36,95 Euro
Der Brasilianer Oscar Niemeyer gehörte zu den berühmtesten Architekten des 20. Jahrhunderts und machte sich durch die Bauten für sein Heimatland unvergesslich. Mit seinem unverwechselba-ren Stil schaffte er es Architektur und Landschaft miteinander zu verbinden. Neben dem Text „Meine Architektur“ von Niemeyer selbst, analysieren in dieser Publikation renommierte Autoren in Einzelbeiträgen wichtige und aktuelle Aspekte des Werks von Niemeyer. Themen sind zum Bei-spiel die Einordnung seines Schaffens in die moderne Architekturgeschichte Brasiliens, sein Beitrag als Stadtplaner, und sein Einfluss auf die Architektur der jüngsten Zeit in Deutschland. Den visuellen Glanzpunkt bilden die 48 Seiten mit Farbabbildungen, darunter 30 Fotos aus dem Niemeyer-Archiv, welche die Highlights seiner Architektur eindrücklich zur Darstellung bringen.
Gebäudeintegrierte Photovoltaik. Ein Handbuch, Simon Roberts und Nicoló Guariento, 184 Seiten, Birkhäuser Verlag, Preis 42,95 Euro
Photovoltaik ist im Kontext von Energiekrise und Klimawandel eine der vielversprechendsten Technologien zur globalen Energiegewinnung. Photovoltaikmodule stehen inzwischen in einer solch großen Bandbreite zur Verfügung, dass nahezu alle üblichen flächigen Bauteile mit photovol-taischer Funktion versehen werden können. Dieses Buch erklärt die Technologie, zeigt die verfüg-baren Produkte und vermittelt anschaulich deren Einsatz am Gebäude mit Schwerpunkt auf groß-maßstäblichen Bauten. Es liefert Architekten alles notwendige Know-how, um ein neues oder be-stehendes Gebäude mit einer Photovoltaikanlage auszustatten Planung und Ausführung verbin-dend. Nicht zuletzt ist es ein wertvolles Arbeitsinstrument, um sich auf die Kommunikation mit den relevanten Herstellern und den Bauherren vorzubereiten.
Flexible Verbundmaterialien in Architektur, Bauwesen und Innenarchitektur , René Motro, 232 Seiten, Preis 49,95 Euro
Seit Jahrhunderten fasziniert textile Architektur die Menschheit und in den letzten Jahren konnten durch innovative Materialien neue Möglichkeiten geschaffen werden diesen besonderen Werkstoff sowohl in der Architektur, im Bauwesen als auch im Design einzusetzen. Das Werk widmet sich den technischen Textilien in drei Teilen: Im ersten Kapitel wird das Material in seinen spezifischen Eigenschaften vorgestellt, das zweite Kapitel befasst sich mit den Anwendungen in den Bereichen Architektur, textile Fassaden, Sonnenschutz und Innenarchitektur unter besonderer Berücksichtigung von Verarbeitungsweisen und Konstruktionsprinzipien. Das dritte Kapitel dokumentiert eine Auswahl von 24 internationalen gebauten Projekten, um die verschiedenen Einsatzgebiete auch unmittelbar zu veranschaulichen.
