Einmal Luxus und Sport, bitte!

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Größe und geschliffene Eleganz fallen beim Anblick des Bentley Continental GT als erstes auf. Deshalb ist man sich einig: Der Continental ist ein schönes Auto, das neidvolle Blicke auf sich zieht und einen erhabenen Fahreindruck hinterlässt. Die Briten aus Crewe haben es geschafft, den Platz eines Kreuzfahrtschiffs mit der Eleganz eines Speed-Boots zu vermählen. Eine erlesene Zahlenreihe sorgt zudem für Staunen: 12 Zylinder; 6 Liter Hubraum; 48 Ventile; 625 PS; 800 Nm; 325 km/h Topspeed; 21-Zoll-Räder; 420 mm große Bremsscheiben – ganz schön imposant. Wenn der riesige Motor assistiert von zwei Turboladern zur Attacke bläst und der Conti, wie ihn die Briten liebevoll nennen, wie eine Hornisse im Sturzflug davonfährt, so tut er dies mit absurder Leichtigkeit, und es spielt auch überhaupt keine Rolle, bei welcher Drehzahl oder Geschwindigkeit der Beschleunigungsbefehl erteilt wurde. Der Bentley Continental GT Speed W12 ist ein Meister sturer Längsdynamik, und das dürfte den meisten Kunden völlig reichen. Das W steht übrigens für die Bauform, die 12 für die aktiven Zylinder. Der Doppel-V-Motor „W12“ basiert dabei auf zwei VR6-Motoren. Beim Interieur ist alles stimmig: Angefangen bei den liebevoll verarbeiteten Sitzen – auf allen vier Kopfstützen findet sich ein gesticktes Bentley-Logo. Über zwei Taster neben der Sitzverstellung kann man die Intensität des Luftstroms regulieren. Die bequemen Ledersitze, die auch einen guten Seitenhalt bieten, kann man natürlich beheizen, wie auch das Lenkrad. Die Hände umfassen das mit stumpfem Leder bezogene Lenkrad, was sich nicht nur sehr gut anfühlt, sondern auch angenehm griffig ist. Die Verarbeitung im Innenraum ist eine Wonne. Man kann gar nicht anders, als sich wohl zu fühlen. Gleich auf den ersten Blick offenbart sich der 2013 Bentley Continental GT W12 als Sportwagen. Wenn man den Wahlhebel der Automatik erst einmal von “D” auf “S” gedrückt hat, zeigt der Bentley sein zweites Gesicht. Die Kommandos des Gasfußes werden deutlich prompter und sportlicher umgesetzt. Wer möchte, kann den Bentley GTC von 0 auf 100 km/h in gerade mal 4.4 Sekunden beschleunigen. Und wir reden hier von einem 2.5 Tonnen schweren Automobil. Bis 190 km/h bewegt sich die Tachonadel beim weiteren Beschleunigen als gäbe es so etwas wie Roll- oder Luftwiderstand gar nicht. Wer mag, kann eine Spitzengeschwindigkeit von 325 km/h erreichen. Die ZF-Achtgangautomatik verwaltet sanftmütig die Gänge und die Insassen genießen den eindrucksvollen Schub. Von 1.700 bis über 5.000 Touren steht das gesamte Drehmoment an. Dann wird er zu einem sehr schnellen und deutlich dynamisch abgestimmten Luxusliner erster Güte. Die Länge des Fahrzeugs beträgt 4.81m. Dabei hat der Bentley einen Wendekreis mit gerade einmal 11.3 Metern Durchmesser und lässt sich einfach rangieren. Beim Einparken hilft die optionale Rückfahrkamera. Selbst scharf gefahrene Kurven nimmt der 2+2-Sitzer neutral, stützt sich satt ab und lenkt präzise ein. Zudem erlaubt ein neu abgestimmtes ESP mehr Freiräume. Nach einem Eingriff soll das System beispielsweise deutlich früher wieder Power freigeben. Trotz der enormen Motorisierung lädt er aber gerne auch zum beschaulichen und komfortablen Cruisen ein. Das mehrlagige Stoffdach ist ein Highlight, ruhig ist es im Innenraum und per Knopfdruck verschwindet dieses Dach einfach in seiner Schatztruhe. Darunter befindet sich ein Kofferraum, der für den Wochenendtrip reichen dürfte. Wo andere Tiefflieger auf riesiges Flügelwerk und dicke Schweller, Aggression und Adrenalin setzen, schwört der Bentley weiter auf jene zurückhaltende Opulenz, die ihn vor den Schlosshotels dieser Welt genauso gut aussehen lässt. Einzig der düster eingefärbte Kühlergrill, neue 21-Zoll-Felgen und von innen ziselierte Endrohre zeugen von einem Kraftakt. Selbst der Heckspoiler duckt sich die meiste Zeit unter die Rückscheibe und taucht nur bei entsprechendem Tempo auf. Irgendwie ist der Bentley zwei Autos in einem: hier der feudale Luxusliner, der edel ausgeschlagen und komfortabel abgestimmt ist und da der kraftvolle Wadenbeißer, der einen Lamborghini vor sich her scheuchen kann. Das Beste daran: Für den Wechsel vom einen ins andere Extrem braucht es kaum mehr als ein paar Millimeter Pedalweg und den Griff zum Schaltknauf und schon sieht man, wie ungeheuer leicht gut 2,3 Tonnen werden können, wenn man sie mit 625 PS und 800 Nm über eine kurvige Landstraße und enge Alpenpässe treibt.

Kleine Fluchten – Rückzugsorte mit Raffinesse

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Je größer, desto beeindruckender? Auf riesigen Grundstücken entstehen Gebäudekomplexe, die an architektonischer Raffinesse kaum zu übertreffen sind. Volumina, die ihre Schatten vorauswerfen, und damit kleine, aber feine Bauwerke in ebendiese stellen. In Zeiten restriktiver Budgets ist bei den progressiven Entwürfen für kleindimensionale Architektur Aufmerksamkeit geboten: Eröffnen derartige Projekte einerseits Freiheiten zur Verwirklichung von Ideen, gilt andererseits die Herausforderung, Ästhetik und Funktionalität in intelligenter Symbiose darzustellen. Nicht als einziger, jedoch maßgeblich mit seinem Cabanon (Roquebrune/Cap Martin, 1951-52) hat Le Corbusier zur Entwicklung jener kleinen Fluchten einen wesentlichen Beitrag geleistet: Kritik erregend, da gar nicht Corbusier-like, so die Resonanz auf die minimalistische Ferienhütte, die gemäß Modulor mit einer Fläche von 3,66 x 3,66 Metern und 2,26 Metern Höhe als Idealzelle fungierte – und gleichsam der Interaktion von Architektur und Umgebung Rechnung trug. So weist das Cabanon nicht nur Naturverbundenheit auf, auch schien es durch seine spärlich-funktionale Ausstattung Anforderungen an ein bescheidenes Feriendomizil zu erfüllen. Längst haben zeitgenössische Büros das experimentelle Erbe angetreten, transformieren es in Ideen, die stets auf Neue beweisen, wie sehr innere Werte zählen, indem sich Konzepte fernab geschlossener Einheiten flexiblen, offenen Raumplanungen zuwenden.

Die Leidenschaft zu funktionalisierten Räumen teilen Tengbom Arkikter. Für den Prototyp ihrer Studentenboende (2013) ging das schwedische Büro von einem Mindestbedarf von zehn Quadratmetern aus. Ganz in Holz gefertigt mit spielerisch geschwungenen Öffnungen erinnert die kostengünstige Wohnzelle äußerlich an ein Puppenhaus – und obschon auch im Inneren Miniatur das Leitmotiv ist, das kompakte Appartement ist nicht nur samt Gärtchen mit Veranda komplett ausgestattet, sondern entspricht zudem ökologischen Kriterien wie Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Lange sind Ressentiments gegenüber dem Bauen mit Holz überholt, befindet sich doch Le Corbusiers Kiefernholzhütte bis heute in gutem Zustand.

Auf dem Entwicklungsweg von Einraumzelle zu Familienhaus treffen auch die Micro Cluster Cabins (Vestfold, Norwegen, 2014, Reiulf Ramstad Arkiteter) auf Verkleidungen aus Holz. Strukturell dreigeteilt, ergeben ihre 70 m² einen Raum: Einzeln als geometrische Volumina definiert, organisieren sie sich um einen Außenbereich, der sie als Einheit bündelt. Diese bittet nicht nur durch natürliches Material, sondern auch in der Ausrichtung der verglasten Giebel das Umfeld zum räumlichen Dialog. Ein ähnliches Konzept verfolgt Carlos Alejandro Ciravegna mit 5 Houses (Cordoba, Argentinien, 2014). Obgleich auch hier das Spiel mit einer Hausgruppe im Fokus steht, ist es vielmehr ein urbanes Profil, welches innerhalb der Berglandschaft nahe des San-Roque-Sees evoziert werden soll. So rekurriert das als strukturell zusammengehörig zu perzipierende Ensemble mit einer Nutzfläche von 500 m² zwar auf die topographischen Bedingungen. Dennoch zielt die formale wie materialbezogene Synthese auf intendierte Eigenständigkeit des Komplexes ab. Innerhalb des zweiteiligen Modulsystems zeigt jede Villa dabei ein individuelles Gesicht – hier eine längliche Fensteröffnung, wo sie dort quer steht, hier ein westlich orientierter Giebel, wo er dort gen Osten weist. Autark, aber enger gekoppelt an traditionelle Baukonventionen zeigt sich der von Narein Perera realisierte Estate Bungalow (Matugama, Sri Lanka, 2010).

Auf einem Hügel thront das Haus, das typologisch dem Chena Watch-Hut nachempfunden wurde, und fungiert als friedvoller Rückzugsort. „Die Erde nur leicht berühren“ soll es gemäß einheimischer Tradition, so beginnt die bewohnbare Konstruktion aus Stahl, Holz und Bambus erst oberhalb des Stützengerüstes. Auf Decks bilden sich Räume als hölzerne Kuben aus, dessen höchstgelegener von einem asymmetrischen Satteldach bekrönt wird. Ein optisches Ungleichgewicht entsteht, Symbol latenter Zeitweiligkeit, ist das Haus doch erschaffen, um abbaubar und wiederverwendbar zu sein. Eine Resorption regionaler Charakteristika erweist sich ebenso für das mobile Strandhaus von Crosson Clarke Carnachan als zentral. Geplant für die erosive Küste der neuseeländischen Coromandel-Halbinsel sockelt The Hut on Sleds (2011) auf Holzkufen, um den Standort wechseln zu können. Hinter dem simpel wirkenden Konzept verbirgt sich auf 48,8 m² eine vollwertige Unterkunft für fünf Personen unter effizienter Raumnutzung. Formal handelt es sich hier um einen aufrecht stehenden Quader, dessen wetterresistentes Eichenholz – als ästhetische Reminiszenz an Strandhütten oder Aufsichtstürme – das raue Küstenszenario widerspiegelt und als Schutz vor klimatischen Einflüssen dient. Dies besonders durch breite Fensterläden, die rund herum das geschlossene Wohnvolumen in ein offenes verwandeln. Licht und größtmögliche Öffnung auch für House F (Esslingen, 2014): Ein schmaler Korpus mit 4,70 Meter Breite und 14 Meter Höhe, dessen zwei untere Geschosse sich in einen Steilhang stemmen. Wie bei The Hut pointieren hier Finckh Architekten zwar auch die (viergeschossige) Front, in dem sie ihr lichtregulierende Aufgaben zusprechen.

Neuartig ist der das Spiel zwischen hauchdünner Beton-Trag-Konstruktion und ultraleichter Haut, zwischen Licht und Schatten: Lediglich sechs Zentimeter stark ist das Glas, welches den Raum nach außen weitet. In irregulärem Rhythmus in die Fassade integrierte transluzente Flächen schützen vor Blicken, die das glatte Äußere zurückwirft. Brutalistische Tendenzen dagegen greifen BAK arquitectos auf. Nahe Buenos Aires realisierten sie 2013 das V+D Set. Mit schroffer Hülle aus Beton und Glas kontrastiert der Mini-Koloss visuell mit der pittoresken Waldlandschaft. Und dennoch, indem Platten aus regionalem Pinienholz für die Schalung des Rohbetons verwendet wurden, schnürt so paradoxerweise gerade das Material ein festes Band zwischen Haus und Landschaft. Archaisch präsentieren sich die wuchtigen Würfel, welche sich nebeneinander, gestapelt und verzahnt zu einem seine konstruktiven Merkmale äußernden Ensemble formen. Strenger Geometrie folgend teilen sich die 414 m² funktional in Wohn- und Außenflächen auf, dessen Mobiliar und Treppen ebenso aus Beton sind.

Die intelligente Koordination von Formen wird zudem durch den Bedarf an Lösungen für Baulücken inmitten eines dichten urbanen Gefüges auf den Plan gerufen: Schlank schiebt sich im japanischen Nada das von Fujiwarramuro entworfene Nada Wohnhaus zwischen seine steinernen Nachbarn. Diese überragt der Bau um ein Geschoss, schließlich beherbergt er eine Nutzfläche von insgesamt 63, bei nur 37 m² bebautem Grund. Räumlicher Enge wirken dabei sowohl Optik als auch Struktur entgegen: Holz, außen vertikal angebracht oder als Dielenboden im Inneren, vermittelt Wohnlichkeit. Weiß verputzte Wände reflektieren Helligkeit, welche durch Oberlicht und den drei Geschosse durchbrechenden Schacht den Innenraum großzügig beleuchtet. Terrassenebenen erzeugen dort Offenheit, Sichtbeziehungen dominieren die Struktur. Trotz geringster Fläche weit voraus – mit Blick über das engmaschige Dächernetz von Athen klingt dies wenig realistisch. Mit The Minimum Structure (2014) beweisen Deltarchi|Dragonas Christopoulou Architects das Gegenteil. Vier Stützen tragen das Holzhaus, das sich über nur 9 m² Grundfläche aufspannt, und zwei Meter erhoben der Skyline ein Häubchen aufsetzt. Statt der Stadt zu entfliehen, um in der Natur einen Rückzugsort zu finden, offeriert das Häuschen einen solchen mittendrin und dennoch isoliert. Der Kontrast bleibt im Äußeren evident: Die klare Konstruktionsidee aus Wänden und Satteldach öffnet sich in durchlässiger Interpretation aus vertikalenHolzstreben und großzügigem Bandfenster.

Ein Ort, geplant zum Zweck einer neuen Wahrnehmung der Stadt, die mit ihren Schornsteinen als artifizielle Landschaft verstanden werden will. Transparenz zeichnet ebenso die Rolling Homes (2014, DO Architects) aus. Designt für Litauens Küste stellen die dynamischen Einfamilienhäuser liegende Zylinder dar, dessen runde Seiten durch Glasfassaden geschlossen sind – Natur wird visuell wie physisch erlebbar: Natürliches Licht durchdringt alle drei setzkastenartigen Etagen. Derartige Visionen konterkarieren (Seh-)Gewohnheiten – ihr kapriziöser, skulpturaler Charakter markiert das, was für diese nonkonformistischen Ideen gemeinhin gilt: Sie sind Konvergenzpunkte von Kunst und Architektur. Yoon Space macht dies mit dem Albang Egg Room (2014) deutlich. Die futuristische Dependance des Wohnzimmers ist transportabel und lädt zum Verweilen ein. Ob Skulptur oder Architektur – mit farbigen Türen, Bullaugen sowie puristischem Innenleben bestätigt das überdimensionale Ei stellvertretend für ein Kaleidoskop an Projekten das Diktum: Je kleiner, desto beeindruckender.

Autorin: Laura Stillers, B.A.

Wohnungsnot – Wege zum bezahlbaren Wohnen

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Ein immer aktueller werdendes Thema ist die Frage nach bezahlbarem Wohnraum. In NRW steigt zum 01.01.2015 die Grunderwerbssteuer von 5% auf ein Rekordhoch von 6,5 %. Blättert man durch Immobilienmagazine und durchforstet Immobilienanzeigen so stellt man fest, dass angefangen bei den Mietwohnungen über Grundstücke als auch beim Verkauf von Bestandsimmobilien die Preise in den letzten Jahren deutlich angestiegen sind. Zwar sind die enormen Preissteigerungen vornehmlich in den deutschen Großstädten und Ballungsgebieten festzustellen, aber nach und nach zeigen sich auch Auswirkungen auf kleinere Städte und besonders die Stadtrandgebiete. Deutschlandweit erhöhten sich bei den Großstädten über 100.000 Einwohnern die Neuvertragsmieten in den letzten fünf Jahren durchschnittlich um rund 15 Prozent. Im vierten Quartal 2014 lag der Mietpreis beispielsweise für 60 – 80 m² Wohnungen mit gehobener Ausstattung in München bei 14,51 EUR/m². Und nach oben scheint es kein Limit zu geben. Wohnen, egal ob im Eigentum oder in der Mietwohnung, wird immer teurer.

Abhilfe soll zumindest im Bereich der Neuvermietungen die Mietpreisbremse bringen, die seit dem 01. Oktober 2014 beschlossen worden ist. Diese Regelung sieht vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich 10 Prozent angehoben werden darf. Ausgenommen hiervon sind jedoch neu errichtete und umfassend modernisierte Wohnungen bei der Erstvermietung. Zudem gilt die Mietpreisbremse nur in „Gegenden mit einem angespannten Wohnungsmarkt“, den die einzelnen Bundesländer anhand von vier Indikatoren selbst bestimmen dürfen. Ein Gebiet kann dabei maximal für fünf Jahre als ein solches Quartier mit „angespanntem Wohnungsmarkt“ deklariert werden. Die Mietpreisbremse gilt also maximal fünf Jahre. Ebenso kann ein Vermieter nicht verpflichtet werden frei gewordene Wohnungen unter dem bisherigen Mietpreis anzubieten. Doch nicht nur im Bereich der Mietverhältnisse herrscht akute Wohnungsnot. Vielerorts mangelt es schlichtweg an bebaubaren Grundstücken, die vorhandene Bausubstanz bedarf in hohem Maß an (energetischer) Sanierung und viele Immobilien sind in keinster Weise an den demografischen Wandel angepasst und demnach weder altersgerecht, geschweige denn barrierefrei. Hinzu kommt, dass zur Zeit zwar das niedrige Zinsniveau verlockend erscheint, dem gegenüber aber die Baupreise in den letzten Jahren eklatant gestiegen sind. Hierdurch wird eine Preisspirale in Gang gesetzt, die ins bodenlose zu reichen scheint. Durch die vielen Anfragen sind die Baufirmen nicht mehr auf jeden Auftrag angewiesen, so dass die Angebotspreise für Bauleistungen deutlich ansteigen. Ebenso verhält es sich mit den Immobilien- und Grundstückspreisen. Geringes Angebot und hohe Nachfrage treiben die Preise in die Höhe. Daran gekoppelt sind jedoch die sogenannten Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Maklergebühren, Notarkosten etc., die sich prozentual nach dem tatsächlichen Kaufpreis berechnen. Bei 10,- EUR/m² Preiserhöhung kommen bei einem Grundstück von 500 m² so schnell ein paar tausend Euro zusammen, die die Zinsersparnis in Nullkommanichts zunichte machen. Zumal eine Baukostensteigerung bei dieser Beispielrechnung noch gar nicht berücksichtigt worden ist. Bei den Bestandsimmobilien verhält es sich ähnlich. Zwar entfallen hier unter Umständen die Sanierungskosten, dafür ist der tatsächliche Kaufpreis höher, nachdem die Nebenkosten berechnet werden. Zu glauben, dass durch die niedrigen Zinsen das Bauen, Kaufen und Sanieren günstiger wäre, ist also eine Milchmädchenrechnung. Die Bundesregierung hat sich auf die Fahnen geschrieben die Wohnungsknappheit zu bekämpfen. Dazu wurden neben der Mietpreisbremse und den Förderungen von energieeffizienter Sanierung und altersgerechtem Umbau durch die zinsverbilligten Darlehen über die KfW – Bank mehr als eine halbe Milliarde Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit gestellt. Doch wem nutzen diese Gelder in erster Linie? Wirft man einen Blick auf den deutschen Wohnungsmarkt, so fällt auf, dass sowohl im Neubau als auch beim Bauen im Bestand der Trend in zwei Richtungen geht. Zum Einen werden richtigerweise Fördermittel für die Schaffung von Sozialwohnungen bereitgestellt zum Anderen haben die Investoren den lukrativen Markt der Luxusimmobilien für sich entdeckt. Wer jedoch vollkommen auf der Strecke bleibt ist der sowieso schon „geschundene Normalbürger“ oder auch die Mittelschicht. Auffällig ist, dass diese Trendwende besonders nach dem Jahr 2006 festzustellen ist, ab dem die Förderung des Mittelstandes durch den Wegfall der Eigenheimzulage massiv beschränkt wurde. Durch den Wegfall der Förderung sowie die gestiegenen Baupreise und Nebenkosten ist es einem einfachen Arbeitnehmer mit mittlerem Einkommen kaum noch möglich sich den Traum des selbstgenutzten Wohneigentums zu erfüllen. Zumal die vielfach gelobten Bausparverträge zwar mit niedrigen Darlehenszinsen angeboten werden, aber eben auch in der Ansparphase keine Zinserträge mehr bieten. Kommen dann noch hohe Mietausgaben als laufende Kosten hinzu, bleibt am Ende des Monats kaum noch Geld übrig, was für eine Immobilienfinanzierung zur Seite gelegt werden kann. Das haben auch die großen Immobilieninvestoren erkannt. Der Mittelstand ist nicht mehr lukrativ. Vielversprechender ist da wahlweise die „gut betuchte Klientel“, die bereitwillig für eine gute Ausstattung und eine Toplage horrende Preise bezahlt oder aber die Schaffung von sozialem Wohnungsbau. Dieser wird nicht nur mit öffentlichen Geldern bezuschusst, was die Rentabilität positiv beeinflusst, sondern auch mit relativ geringem Risiko zu angemessenen Preisen vermietet, da die Mietzahlungen häufig direkt von der Agentur für Arbeit oder der Kommune selbst erfolgen. Verbunden mit verhältnismäßig geringen Baukosten auf Grund von geringer Ausstattung steigt die Gewinnmarge für die Investoren deutlich. Die immer weiter auseinanderklaffende Schere der Gesellschaft zeigt sich daher auch schon in der Bauwirtschaft. Wohnungsnot und die Frage nach bezahlbarem Wohnraum stellt sich primär in der unteren Mittelschicht. Eine Familie mit zwei Kindern kommt heutzutage kaum noch ohne zwei Vollverdiener über die Runden und bewegt sich trotzdem häufig nur knapp über dem Sozialhilfeniveau. Um der Wohnungsnot entsprechend entgegenzutreten muss zunächst der Wohnkostenanteil deutlich gesenkt werden. Dieser liegt durchschnittlich zur Zeit bei knapp einem Viertel des Nettoeinkommens. Dazu müssen in erster Linie die Löhne wieder steigen. Die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns und Maßnahmen wie eine Begrenzung der Mietpreise scheinen da ein guter Anfang zu sein. Allerdings sind sie nur der Tropfen auf den heißen Stein. Ob die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Wohnungsnot den erhofften Erfolg bringen, bleibt abzuwarten. Wünschenswert wäre jedoch, neben der Förderung von sozialem Wohnungsbau und der Begünstigung von sogenannten Luxusimmobilien auch eine adäquate Berücksichtigung der Mittelschicht.

Autorin: Dipl. – Ing. (FH) Arch. Sarah Zietek

Swissness trifft Handwerk made in Germany

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Die Schweizer Präzision, ihre Liebe für gutes Design und die Anforderung an Qualität und Beständigkeit passen perfekt zu der Möbeltischlerei aus Coswig in Sachsen: In der K&S EINRICHTUNGS GmbH entstehen individuelle und auf Maß gefertigte Einrichtungen für Hotelzimmer, Wohnräume und öffentliche Bereiche. Bereits in der fünften Generation versteht sich das Familienunternehmen darauf, Interieur inzwischen auch für Hotels der Spitzenklasse in Deutschland und Europa herzustellen. Mit viel Engagement und Herzblut verfolgt die Tischlerei die Verwirklichung der Kundenideen. Fachliche Kompetenz sind dabei genauso wichtig wie hochwertiges Material und der entsprechende Maschinenpark. Das hat sich herumgesprochen und so war das Unternehmen nun auch an der Fertigstellung des Kameha Grand Zurich beteiligt. Nach den Plänen des Architekturbüros Marcel Wanders wurde die Einrichtung realisiert. Aufwändige Headboards, aus hinterleuchtetem Plexiglas, mit Stoff bespannt und von massiven Profilrahmen eingefasst, sind einer der Eyecatcher im Zimmer. Auch die anderen Festeinbauten in den Räumen, so etwa die Einbauschränke mit verspiegelten Glastüren, bestehen aus Eiche, sind auf Wenge gebeizt und wurden anschließend lackiert. Die in nur geringer Stückzahl gefertigten Sondermöbel gehörten ebenso zum Auftrag der Tischlerei aus Sachsen. Dazu zählen etwa ein Roulette-Tisch mit eigens angefertigtem HPL-Dekor für die Poker Face Suite, Schränke mit versenkbaren Schiebetüren in den Suiten, lederbezogenen Headboards mit extravaganter Capitoné-Steppung oder einige Kitchenetten. Genau das macht die Stärke des Handwerksunternehmens aus: Egal ob Serienmöbel oder Einzelproduktionen – die Sachsen verstehen ihr Handwerk. Und darüber hinaus arbeiten sie mit vielen anderen Gewerken, zum Beispiel Polsterern, zusammen, die das Gesamtbild komplettieren. In Coswig denkt man über den Tellerrand hinaus. Da ist nicht nur der Werkstoff Holz von Bedeutung. Bei der Planung wird mitgedacht, andere Gewerke nicht außer Sicht gelassen, damit das Konzept stimmig wird und am Ende das Ergebnis passt. Auch wenn es schwierig wird, behält die K&S EINRICHTUNGS GmbH die Übersicht. Herausforderung bei diesem Projekt waren etwa die Einzelfertigungen aufgrund der vielen unterschiedlichen Zimmertypen und die damit verbundenen logistischen Ansprüche: Die Möbel wurden nicht in Serie gefertigt, sondern mussten vor Ort in Zürich oder in der Werkstatt in Coswig angepasst werden. Die Montage erfolgte schließlich eigenkoordiniert durch verlässliche Partner, mit denen die K&S EINRICHTUNGS GmbH bereits häufig zusammenarbeitete.

Aufgrund einer bauseitigen Verzögerung von mehreren Wochen, war die Flexibilität und höchste Einsatzbereitschaft des Coswiger Handwerksunternehmens gefragt, die letztlich punktgenau zur Übergabe der Zimmereinrichtung führte. Mit dem abgeschlossenen Projekt hat sich das Portfolio der K&S EINRICHTUNGS GmbH neben der Präsidentensuite im InterContinental Davos und den Zimmern fürs Swissôtel Genf um ein weiteres Schweizer Referenzobjekt vermehrt.

Grüß Gott und herzlich Willkommen im Gipfelrestaurant am Kronplatz in Südtirol

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Inmitten einer Landschaft umgeben von majestätischen Hochgebirgen (Zillertaler, Stubaier, Ötztaler, Riesnerferner, Dolomiten, Adamello, Presanella) präsentiert sich der Kronplatz auf 2275m eines der modernsten Skigebiete europaweit und auf dessen Gipfel das Gipfelrestaurant. Dieses wurde im Jahre 1969 errichtet und befindet sich seit seinen Anfängen in Familienbesitz und wird liebevoll von der schon 3. Generation bewirtet. Gelegen mitten in den Dolomiten verschmilzt nirgendwo besser italienisches Genussleben mit tiroler Bodenständigkeit. Hier kann man zum cremigen Capuccino den hausgemachten Kaiserschmarren genießen, zu den deftigen Speckknödel den aromatischen „Valpolicella Classico Riserva“.

Im Sommer 2014 wurde eine qualitative Erweiterung vorgenommen. Das Gesamtkonzept dieser Erweiterung und zusätzlicher energetischer Sanierung stammt größtenteils von der Familie Ellemunt, weiters von dem Ingenieur Udo Mall, dem Innenarchitekt Helmut Adams und dem Planungsbüro Energy & Consulting Jud & Partner. Das Haus besticht durch seinen alpinen Charakter, der sich in den einheimischen Materialien manifestiert. Warmes Holz so weit das Auge reicht. Tiroler Natursteine und gespaltene Schindeln – alles verarbeitet in traditioneller Handwerkskunst. Wichtig war und ist dem Bauherren und seiner Familie auch die Naturverträglichkeit und eine nachhaltige Bauweise, geheizt wird daher auch mit einer neuen Pelletsanlage. Grundlage für den Umbau wurde eine Gesamt Leistung getreu dem Motto „Wonach sucht der Gast, was braucht der Gast“. Während die Eltern völlig entspannt auf der großzügigen Sonnenterasse im Obergeschoss Sonne tanken und ein Glas Sekt dazu genießen, werden die Kleinen im hauseigenen sensorischen Kindergarten liebevoll versorgt. Weiteres findet man im Haus ein Skiservice/Verleih, eine Ski- und Snowboardschule, ein Kinderrestaurant, sowie einen Shop.

Dank gilt auch den ausführenden Partnerfirmen für die qualitative Umsetzung.

Besuchen Sie uns. Jeder ist herzlich willkommen.
Wir freuen uns auf mehr Familie Ellemunt mit Hund.

Erstes Zillertaler Hotel für Erwachsene

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Genuss pur im Premium Private Reserve: Erstes Zillertaler Hotel für Erwachsene

Nach aufwändiger Renovierung eröffnete das ElisabethHotel, eines der Tophäuser im Zentrum Mayrhofens, am mit einem völlig neuen Konzept: Das exklusive Haus hat sich als erstes und einziges Hotel im Zillertal ganz den Bedürfnissen Erwachsener verschrieben und ist ein Refugium der Ruhe. Klassisch alpiner Stil paart sich hier mit Eleganz und moderner Ausstattung. Alt und neu fügen sich spannend zusammen. Ein ausgeklügeltes Lichtkonzept garantiert Wohlfühlstimmung vom frühen Morgen bis in die späte Nacht. Der neue Namenszusatz „Premium Private Reserve“ spiegelt in höchster Güte die Qualität des Hauses wider. „Premium“ steht für die hohe Kunst der Gastlichkeit, die in dem luxuriösen Haus zelebriert wird. „Private“ verdeutlicht, dass das ElisabethHotel für Erwachsene ist: Paare, Alleinreisende und Freunde erleben eine von Kids und Teens ungestörte Auszeit vom Alltag in stilvollem Ambiente. Nach ihrem Aufenthalt kehren sie erholt und vollkommen entschleunigt nach Hause zurück. Auch ihre Kinder profitieren davon: Glückliche, entspannte Eltern bedeuten glückliche Kids. „Reserve“ vermittelt, dass das Hotel ein Rückzugsort und Refugium der Ruhe und Entschleunigung ist. Highlight für alle verwöhnten Genießer ist die neue, 120 Quadratmeter große Heaven Penthouse Suite, die einen herrlichen Ausblick auf die Tiroler Berge bietet. Neben einem großzügigen sowie eleganten Wohnbereich mit exklusiver Ausstattung verfügt sie auch über zwei Schlafräume und ein Private Spa, das mit einer Dampfdusche und einer großen, freistehenden Badewanne ausgestattet ist. Wer ein Bad nimmt, genießt die wunderbare Aussicht auf den Grünberg, den Hausberg Mayrhofens.

Das Hotel setzt auf zuvorkommenden, aufmerksamen und trotzdem dezenten Service – nicht nur im Restaurantbereich, sondern im ganzen Haus. Kleine Wünsche werden mit viel Engagement gern erfüllt. Auch bei der Planung von Aktivitäten steht das Team des ElisabethHotels allen Gästen beratend zur Seite. Sportler begeistert die Lage des Premiumhotels: mitten im Herzen von Mayrhofen im Zillertal, einem Paradies für Wanderer, Mountainbiker und Canyoningfans. Auch Kletterer, Paragleiter und Drachenflieger finden in dem luxuriösen, aber trotzdem sehr gemütlichen Hotel ihr ideales Basislager. Nach dem Sport lockt das neue, großzügige Spa mit einem großen Saunabereich, einem Hallenbad mit Whirlpool, einem Cardiofitnessraum und vielem mehr. Die neuen Ruheräume sind lauschige Orte der Erholung. Die archaischen Elemente Holz, Stein und Licht sorgen für eine wohltuend entschleunigende Atmosphäre.