Entspanntes Reisen zählt klar zu den Vorzügen des Ford Grand C-Max. Grand steht für 14 Zentimeter mehr Radstand und Außenlänge, was sogar für eine dritte Sitzreihe reicht. Insgesamt kommt der gestreckte Bruder des C-Max nun auf eine Gesamtlänge von 4,52 Meter. Mit der neuen C-Max-Baureihe liefert Ford den Beweis, dass ein kompakter Familienvan trotz seines außergewöhnlichen Platzangebots und bemerkenswerter Funktionalität auch elegant und begehrenswert sein kann. Das neue Modell profitiert von einer kraftvollen Gestaltung für das Exterieur und Interieur. Zu den markanten Details des „Ford kinetic Designs“, die den Ford Grand C-MAX prägt, zählen beispielsweise die dynamisch ansteigende Gürtellinie der Seitenansicht und kraftvoll skulpturierte Flächen. Auch stark ausgeformte Radläufe und athletisch modellierte Schultern – die von einer weiteren Linie unterschnitten werden – sowie der typische Aufwärtsbogen der Fenster-Unterkante kurz vor der C-Säule gehören hierzu. Die Frontpartie wird von dem unteren trapezförmigen Kühlergrill gekennzeichnet. Hinzu kommt die aufsehenerregende Gestaltung der Hauptscheinwerfer. Endlose 1742 Liter Kofferraum und reichlich Platz im Fond sorgen für weitere Begeisterung. Damit kann er bis zu 7 Personen ein souveränes Platzangebot zur Verfügung stellen oder auch 5 Insassen und jede Menge Gepäck transportieren. Dank gut konsturierten und einstellbaren Sitzen enden selbst längere Strecken in diesem Van ohne Rückenschmerzen. Die platzsparenden Schiebetüren sind äußerst praktisch. Sie erleichtern den Zustieg in den neuen großen Bruder des C-Max. Auch bei der Gestaltung des Interieurs fanden jene Grundlagen des „kinetic Design“ Anwendung, die bereits die Karosserie prägen. Auf diese Weise garantiert Ford, dass der dynamische und moderne Stil des Exterieurs auch im Innenraum zur Geltung kommt. Die an einen Flügel erinnernde obere Hälfte des Armaturenbretts zählt dabei zu den Schlüsselmerkmalen. Mit ihren weichen, griffsympathischen Materialien und einer scheinbar nahtlosen Verarbeitung schmiegt sie sich harmonisch in das Interieur ein. Dabei reicht sie links und rechts bis in die Seiten des Innenraums, während aus ihr sanft geschwungen die Mittelkonsole, mit ihren in kontrastierenden Metallic-Farben Dekor gehaltenen Oberflächen, entspringt. Das Cockpit besitzt eine erhabene Sitzposition und einen hoch in den Armaturenträger integrierten Schalthebel. Geschmackvoll abgestimmte Farbwelten und das sportlich-schick designte Instrumentenbrett mit ihren von Chromringen eingefassten Anzeigen runden den qualitativ hochwertigen Premium-Eindruck ab. Auch der Motor selbst überzeugt: Er ist drehfreudig, laufruhig, (trotz Turbo) spontan in der Gasannahme und (wegen des Turbos) durchzugsstark. Das maximale Drehmoment von 240 Newtonmetern liegt bereits bei 1600 U/min an, was eine ressourcenschonende, niedertourige Fahrweise fördert, dies führ zu einem akzeptablen Verbrauch von durchschnittlich acht Litern. Dank früher Turboaufladung liegen bereits kurz nach dem Start 340 Newtonmeter Drehmoment an. Der Ford Grand C-Max spurtet in 10,5 Sekunden auf 100 km/h, erst bei 204 km/h endet der Schub. Ein modernes ESP mit Drehmomentverteilung filtert die meisten Antriebseinflüsse aus der Lenkung. So huscht der 1.671 Kilogramm (Leergewicht) schwere Ford Grand C-Max auch flink und präzise durch Kurven und untersteuert bei zu viel Mut artig. Es sind besonders die Fahrwerksabstimmungen, die den Ruf von Ford stärken und Fahrern ein Lächeln auf das Gesicht zaubern – das sich auch im Falle einer Notbremsung nicht verliert. Vier Scheibenbremsen bringen den Van selbst mit voller Beladung (629 Kilogramm) nach 38,2 Metern zum Stillstand. Zusammen mit der ebenfalls neuen elektrischen Servolenkung lenkt der C-Max spontan ein und folgt präzise der vorgegebenen Linie. Der Vierzylinder zeigt beste Laufkultur und ist hervorragend gedämmt. Der Federungskomfort wurde spürbar verbessert. Egal, ob Schlaglöcher oder Bodenwellen: der Familien-Ford filtert den Untergrund sanft. Einen hervorragenden Job haben die Ford-Ingenieure hinsichtlich der Geräuschdämmung gemacht. Sämtliche potenzielle Lärmquellen, vom Motor über die Reifen bis zum Fahrtwind, wurden effektiv eliminiert. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten oder auf schlechten Straßen bleibt es drinnen stets angenehm leise. Ford hat es mit dem Grand C-Max auf sie abgesehen – die kleinen und großen F
amilien, die Skifahrer, Bergsteiger und Weinvertreter. Und alle sind gleichermaßen begeistert von seinen sportlichen Fahreigenschaften und den funktionalen Vorteilen des enormen Platzangebots.
Unterwegs im extravaganten Kompaktvan
Entspanntes Reisen zählt klar zu den Vorzügen des Ford Grand C-Max. Grand steht für 14 Zentimeter mehr Radstand und Außenlänge, was sogar für eine dritte Sitzreihe reicht. Insgesamt kommt der gestreckte Bruder des C-Max nun auf eine Gesamtlänge von 4,52 Meter. Mit der neuen C-Max-Baureihe liefert Ford den Beweis, dass ein kompakter Familienvan trotz seines außergewöhnlichen Platzangebots und bemerkenswerter Funktionalität auch elegant und begehrenswert sein kann. Das neue Modell profitiert von einer kraftvollen Gestaltung für das Exterieur und Interieur. Zu den markanten Details des „Ford kinetic Designs“, die den Ford Grand C-MAX prägt, zählen beispielsweise die dynamisch ansteigende Gürtellinie der Seitenansicht und kraftvoll skulpturierte Flächen. Auch stark ausgeformte Radläufe und athletisch modellierte Schultern – die von einer weiteren Linie unterschnitten werden – sowie der typische Aufwärtsbogen der Fenster-Unterkante kurz vor der C-Säule gehören hierzu. Die Frontpartie wird von dem unteren trapezförmigen Kühlergrill gekennzeichnet. Hinzu kommt die aufsehenerregende Gestaltung der Hauptscheinwerfer. Endlose 1742 Liter Kofferraum und reichlich Platz im Fond sorgen für weitere Begeisterung. Damit kann er bis zu 7 Personen ein souveränes Platzangebot zur Verfügung stellen oder auch 5 Insassen und jede Menge Gepäck transportieren. Dank gut konsturierten und einstellbaren Sitzen enden selbst längere Strecken in diesem Van ohne Rückenschmerzen. Die platzsparenden Schiebetüren sind äußerst praktisch. Sie erleichtern den Zustieg in den neuen großen Bruder des C-Max. Auch bei der Gestaltung des Interieurs fanden jene Grundlagen des „kinetic Design“ Anwendung, die bereits die Karosserie prägen. Auf diese Weise garantiert Ford, dass der dynamische und moderne Stil des Exterieurs auch im Innenraum zur Geltung kommt. Die an einen Flügel erinnernde obere Hälfte des Armaturenbretts zählt dabei zu den Schlüsselmerkmalen. Mit ihren weichen, griffsympathischen Materialien und einer scheinbar nahtlosen Verarbeitung schmiegt sie sich harmonisch in das Interieur ein. Dabei reicht sie links und rechts bis in die Seiten des Innenraums, während aus ihr sanft geschwungen die Mittelkonsole, mit ihren in kontrastierenden Metallic-Farben Dekor gehaltenen Oberflächen, entspringt. Das Cockpit besitzt eine erhabene Sitzposition und einen hoch in den Armaturenträger integrierten Schalthebel. Geschmackvoll abgestimmte Farbwelten und das sportlich-schick designte Instrumentenbrett mit ihren von Chromringen eingefassten Anzeigen runden den qualitativ hochwertigen Premium-Eindruck ab. Auch der Motor selbst überzeugt: Er ist drehfreudig, laufruhig, (trotz Turbo) spontan in der Gasannahme und (wegen des Turbos) durchzugsstark. Das maximale Drehmoment von 240 Newtonmetern liegt bereits bei 1600 U/min an, was eine ressourcenschonende, niedertourige Fahrweise fördert, dies führ zu einem akzeptablen Verbrauch von durchschnittlich acht Litern. Dank früher Turboaufladung liegen bereits kurz nach dem Start 340 Newtonmeter Drehmoment an. Der Ford Grand C-Max spurtet in 10,5 Sekunden auf 100 km/h, erst bei 204 km/h endet der Schub. Ein modernes ESP mit Drehmomentverteilung filtert die meisten Antriebseinflüsse aus der Lenkung. So huscht der 1.671 Kilogramm (Leergewicht) schwere Ford Grand C-Max auch flink und präzise durch Kurven und untersteuert bei zu viel Mut artig. Es sind besonders die Fahrwerksabstimmungen, die den Ruf von Ford stärken und Fahrern ein Lächeln auf das Gesicht zaubern – das sich auch im Falle einer Notbremsung nicht verliert. Vier Scheibenbremsen bringen den Van selbst mit voller Beladung (629 Kilogramm) nach 38,2 Metern zum Stillstand. Zusammen mit der ebenfalls neuen elektrischen Servolenkung lenkt der C-Max spontan ein und folgt präzise der vorgegebenen Linie. Der Vierzylinder zeigt beste Laufkultur und ist hervorragend gedämmt. Der Federungskomfort wurde spürbar verbessert. Egal, ob Schlaglöcher oder Bodenwellen: der Familien-Ford filtert den Untergrund sanft. Einen hervorragenden Job haben die Ford-Ingenieure hinsichtlich der Geräuschdämmung gemacht. Sämtliche potenzielle Lärmquellen, vom Motor über die Reifen bis zum Fahrtwind, wurden effektiv eliminiert. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten oder auf schlechten Straßen bleibt es drinnen stets angenehm leise. Ford hat es mit dem Grand C-Max auf sie abgesehen – die kleinen und großen F
amilien, die Skifahrer, Bergsteiger und Weinvertreter. Und alle sind gleichermaßen begeistert von seinen sportlichen Fahreigenschaften und den funktionalen Vorteilen des enormen Platzangebots.
Du bist doch nicht ganz dicht!
Risiken und Nebenwirkungen der luftdichten Bauweise
Seitdem sich die Bundesregierung auf die Fahnen geschrieben hat aktiv durch Neubauten und Sanierungen von Gebäuden Energie einzusparen gewinnt ein Thema in der Öffentlichkeit immer mehr an Bedeutung: Luftdichtigkeit bei Gebäuden. Zuvor bereits in Fachkreisen vielfach kontrovers diskutiert, ist diese Diskussion seit Anfang Mai 2014 mit Inkrafttreten der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) auch in der breiten Öffentlichkeit präsent. Gemäß § 6 der EnEV sind zu errichtende Gebäude so auszuführen, „dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist.“ Doch was bedeutet das im Allgemeinen für das Bauen und Sanieren von Objekten und im Speziellen für die am Bau Beteiligten?
Beginnend bei der Planung von Objekten sind an erster Stelle die Architekten und Bauingenieure gefragt, die von Berufswegen schon dazu verpflichtet sind ihrer Bauherrschaft ein mangelfreies Werk zu übergeben. Falls diese nicht selbst über eine entsprechende Qualifikation verfügen, ist dringend anzuraten entweder entsprechend ausgebildete Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz oder alternativ einen guten Energieberater hinzuzuziehen. Als nächstes sitzen spätestens bei der Ausführung auch die Handwerksfirmen der entsprechenden Gewerke wie Rohbauer, Fensterbauer, Dachdecker etc. mit im Boot, die ebenfalls verpflichtet sind, ein mangelfreies Werk entsprechend der anerkannten Regeln der Technik herzustellen. Als letzte wichtige Instanz ist der Immobiliennutzer zu nennen. Da die beste Planung und Ausführung nichts bringt, wenn das Nutzerverhalten nicht an die entsprechende Situation angepasst ist, ist dieser Part mindestens genauso wichtig wie die anderen beiden. Leider wird dieser Aspekt in der Praxis häufig unterschätzt. So wird weiter fleißig Dauerkipplüftung betrieben oder Dampfbremsen durch Nägel und Schrauben perforiert und sich anschließend darüber geärgert, dass die hochgepriesene und berechnete Energieeinsparung ausbleibt oder schlimmer noch Schimmelbildung zu beobachten ist. Doch wofür soll das Ganze eigentlich gut sein? Was bringt eine luftdichte Bauweise für Vorteile? Durch die immer besser gedämmten Neubauten fallen nun auch die Wärmeverluste an den Wärmebrücken oder undichten Bauteilanschlüssen ins Gewicht. Die dickste und leistungsfähigste Dämmung ist annähernd wirkungslos, wenn Wärmebrücken nicht vermieden werden. Der vielfach zitierte „unwirtschaftliche Dämmwahnsinn“ ließe sich deutlich einschränken, wenn Planer in ihren Wärmeschutznachweisen statt den vorgeschriebenen pauschalen Wärmebrückenzuschlägen den tatsächlichen speziell für das Objekt ermittelten Wärmebrückenzuschlag im Zuge einer detaillierte Wärmebrückenberechnung ersetzen würden. Der geringfügige Honorarkostenmehraufwand, der durch die aufwendige Berechnung zustande kommt, wird bestimmt auch keinen Bauherren verärgern, wenn der Bauherrschaft dargelegt werden kann, was an Kosten für Dämmstärken oder erhöhte Wärmeleitfähigkeiten erspart werden kann. Von den dadurch eingesparten Energiekosten ganz zu schweigen. Zusätzlich wird durch die Vermeidung von Wärmebrücken eine Taupunktunterschreitung verhindert, die wiederum die Gefahr von möglicher Schimmelpilzbildung minimiert. Doch nicht nur in der Heizperiode profitiert man von der Luftdichtigkeit. Natürlich gilt das Prinzip „Innenluft bleibt innen – Außenluft bleibt außen“ auch für den Sommerfall. So wird gleichzeitig auch ein Beitrag zum sommerlichen Wärmeschutz geleistet. Das diese Maßnahme nicht einzig und alleine ausreichend ist um den sommerlichen Wärmeschutz zu gewährleisten versteht sich von selbst. Als weitere Vorteile einer luft- und winddichten Gebäudehülle gelten die verbesserte Wohn-/Nutzhygiene durch Verhinderung des Eintragens von Luftschadstoffen in die Raumluft und der höhere Wohn-/Nutzungskomfort durch ein behaglicheres Raumklima auf Grund von fehlenden Zugerscheinungen. Als positiver Nebeneffekt ist weiterhin die höhere bauphysikalische Sicherheit hinsichtlich Wärme-, Schall-, Brand- und Feuchteschutz zu benennen. Falls das Gebäude über eine kontrollierte mechanische Lüftung verfügt, kann auch der Betrieb einer solchen Anlage durch die Vermeidung von Zugluft optimiert werden. Doch wie bei allen Dingen im Leben hat auch diese Medaille eine Kehrseite. Im Umkehrschluss bedeutet die Luftdichtigkeit eines Gebäudes nämlich für den Nutzer auch die Verpflichtung zur Sicherstellung des ordnungsgemäßen Luftwechsels in den einzelnen Räumlichkeiten. Erfolgt bei einem Altbau mit Einscheibenverglasung und Fenstern ohne Dichtungen der Luftaustausch von ganz alleine durch kleine Öffnungen und Ritzen, wird dieses Prinzip durch die luftdichte Bauteilanschlüsse sowohl beim Neubau als auch bei einer Sanierung aus oben genannten Vorteilen bewusst unterbunden. Diese führt jedoch dazu, dass die Raumluft sich immer mehr mit entstehender Feuchtigkeit durch Atmen, Schwitzen, Kochen etc. anreichert, bis die maximale Konzentration an Luftfeuchtigkeit erreicht ist. Ab diesem Zeitpunkt ist ein Austausch der gesättigten Raumluft dringend erforderlich. Geschieht dies nicht, kann die Raumluft keine weitere Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Es bildet sich Kondensat, welches wiederum das Schimmelpilzwachstum begünstigt. Noch kritischer wird die Situation an Wärmebrücken. Dort reicht bereits eine Oberflächentemperatur von etwa 10 – 12°C (Taupunkt) aus um einen Tauwasserausfall zu provozieren. Bauschäden sind somit vorprogrammiert. Aus diesem Grunde schreibt die DIN 1946 „Raumlufttechnik“ im Teil 6 explizit die Erstellung eines Lüftungskonzeptes durch den Planer bzw. Architekten vor, in welchem dargelegt wird wie der notwendige, nutzerunabhängige Luftaustausch zum Feuchteschutz gewährleistet werden kann. Die Verantwortung für die Umsetzung des Lüftungskonzeptes liegt wiederum beim Nutzer der Immobilie, dessen vorrangiges Interesse einem mangelfreien und nutzbaren Objekt gilt. Wie geht man also mit diesem Problem um? Alle zwei Stunden Stoßlüften? Oder doch besser Back to the roots – zurück zur Einscheibenverglasung und offenen Kaminen? – Nicht ganz. Aber das bauphysikalische Prinzip welches hinter der veralteten Bauweise steckt ist durchaus in die zeitgenössische Architektur zu übertragen. Maßgeblich ist bei dieser Betrachtungsweise die Bauphysik. Führt man sich die beiden physikalischen Grundsätze vor Augen, dass warme Luft Feuchtigkeit aufnimmt und aufgrund der Thermik nach oben steigt und dagegen kalte Luft Feuchtigkeit abgibt und zu Boden sinkt lässt sich durchaus ein Konzept erkennen. Durch die offenen Fugen strömte seinerzeit kalte Außenluft in das Gebäude ein, wo Sie durch das Kaminfeuer erwärmt wurde und somit in der Lage war die Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen. Da der Kamin in der Regel offen war konnte die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft alleine durch die Thermik über den Kaminschacht wieder nach außen entweichen, so dass ein Kreislauf zur Sicherstellung des Luftaustausches ungehindert stattfinden konnte. Banal betrachtet entspricht dieses manuelle Lüftungskonzept heutzutage in etwa einer mechanischen Lüftungsanlage. Kalte Außenluft wird angesaugt und in die Räume eingebracht, wo sie sich erwärmen und mit Feuchtigkeit anreichern kann um anschließend als warme Fortluft aus dem Gebäude ausgeblasen zu werden. Kombiniert man dieses Prinzip noch mit einem Wärmetauscher, bei dem die warme Fortluft zudem auch noch die kalte Außenluft vorwärmt, lässt sich eine solche Anlage auch durchaus mit hoher Energieeffizienz betreiben. Wie man sieht, ist nicht zwangsläufig alles an alten Traditionen schlecht. Vielmehr sollten gute Lösungsansätze die alten Prinzipien und Erkenntnisse genauestens hinterfragen um sie schlussendlich in die Neuzeit zu übertragen. Das Rad muss nicht jedes Mal neu erfunden werden, aber es braucht auch längst nicht mehr ausschließlich aus Holz bestehen. Autorin: Dipl. – Ing. (FH) Arch. Sarah Zietek
Allgemeingut Fassade? Die Außenhaut als Reflektor des Umfeldes
„Das Haus hat allen zu gefallen.“ Was Adolf Loos bereits 1910 in seinem Aufsatz Architekturpostulierte, legitimiertauch heute noch den Diskurs um die Funktion von Fassaden, um die architektonische Sprache im Kontext eines übergreifenden urbanen Gefüges. In Verschränkung mit technologisch-funktionalen Aspekten, wie dem Schutz des Inneren vor klimatischen Einflüssen, Belichtung oder Belüftung, stehen bei solch einer Lesart vornehmlich ästhetische Charakteristika im Fokus. Schrieben traditionelle, von der Antike geprägte Theorien eine konstruktiv bedingte, hierarchisch konzipierte Ästhetik vor, in der tragende Wände und Pfeiler auch in der Front eine geschlossene Masse bildeten, lassen sich bereits im Barock vorsichtige Neuinterpretationen hinsichtlich dekorativer Dispositionen feststellen. So suchte beispielsweise Borromini durch Auflösung der strengen (Säulen-) Ordnung in der Fassadengestaltung den dahinter liegenden Räumen und deren Funktioneneine Projektionsfläche zu geben, um das Innere als Schaubild nach außen zu transponieren.Etwa zwei Jahrhunderte später versteht Loos das Haus dagegen als Gebrauchsgegenstand, dessen Hülle weniger ein von künstlerischer Hand geformtes Ornamentdarstelle, denn einer breiten öffentlichen Wahrnehmung Rechnung tragen soll – eine Ansicht, die das Äußere als Allgemeingut, das Innenliegende als schützenswerte ‚Privatangelegenheit’erachtet und den Betrachtungswinkel somit von außen nach innen definiert.Für jene Zeit als skandalös konnotiert bringt die von Strenge und Schmucklosigkeit dominierte Fassade des von Loos gestalteten Hauses (1909-11) für die Schneiderei Goldman &Salatsch am Wiener Michaelerplatz diese Ideen zum Ausdruck, die sich in der klassischen Moderne fortführen – und bis heute Gültigkeit besitzen. Förderten Skelettkonstruktionen die Loslösung der Gebäudehülle vom Tragwerk, traten oftmals großformatige Glasflächen als Curtain Walls an die Stelle von verputztem Mauerwerk oder Beton, gleichwohl die neueHaut funktional weiterhin klassische Anforderungen zu erfüllen hat. Dennoch, als Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum sind Fassaden auch für den das Bauwerk umschließenden öffentlichen Raum maßgebliche
Gestaltungselemente: Während sie Gebäude und urbanes Umfeld kontextualisieren, ermöglichen sie eine Interaktion zwischen Gesellschaft und Gebautem, agieren – ob metaphorisch oder pragmatisch – als Reflektor, können aber gleichsam bewusst arrangierte Fragmentierungen im Stadtbildevozieren. Dies belegt der Blick auf den vom Büro Manuelle GautrandArchitecture geschaffenen Entwurf für die Umgestaltung des Alesia Kinos (2011-15). Im Herzen von Paris fügt sich der Gebäudeabschluss straßenseitig in die bestehende Fassadenlinie ein, doch kontrastiert er auf vielfältige Weise mit seinem Umfeld: Ähnlich vertikaler, an Filmstreifen erinnernde Bänder reihen sich Kassetten-Elemente, welche in Winkel zueinander stehend die Hülle reliefieren, empor. Mittels einer farbenreichen LED-Bespielung transformieren sie das Erscheinungsbild wiederum in überdimensionale Anzeigetafeln für das Kinoprogramm – mäandernd zwischen Sphären von Architektur und Kunst spiegeln sie somit die Gebäudewidmung, ebenso wie sie als Blickmagnet fungieren, umdurch eine multimediale Implementierung eine Synthese zwischen Ort und Rezipient herbeizuführen. Manifestiert sich die Erzeugung optischer Reize gerade im digitalen Zeitalter immer mehr als integraler Bestandteil neuartiger Fassadensysteme, so machte sich auch MVRDV das Spiel mit Licht, Farbeund Struktur für den Umbau des ChunghaBuilding (Seoul, 2013) zueigen. Durch einekurvige Außenwandführung entlang einer Straßenecke präsentiert sich keine der beiden Ansichtsseiten eindeutig als Hauptfront. Doch nicht nur aus formaler Sicht öffnet sich die kleine Shoppingmall für die Aufmerksamkeit der Passanten: Lässt die ausaufeinandergestapelten Quader unterschiedlichen Formates bestehende Fassade die Gliederung unregelmäßig und ungeordnet erscheinen, gelingt es mittels Hinterleuchtungdie Schaufenster zu isolieren und damit das Außen in die Tiefe der Innenräume zu transportieren. Ein intendierter Dialog, der nicht zuletzt monetäre Zwecke, nämlich der prominenten Bewerbung der Shops, befriedigen soll. Vorrangig zeigt sich also die Verwendung von Glas – auch losgelöst von digitalen Technologien oder der Kombination mit Stahl, wie siean mannigfach gebauten High-Tech-Konstruktionen zu sehen ist – als Medium, das durch sein hohes Maß an Transparenz und optischer Durchlässigkeit denprogrammatischen Austausch zwischen Innen und Außen begünstigt. Nahezu 6000 Glasbausteine bewirken an der Fassade desvom Büro Hiroshi Nakamuras kreierten Optical Glass House (Hiroshima, 2012) das Schwinden starrer Gebäudegrenzen, fördern das Spiel umIllusionen, Mittelbarkeit und Unmittelbarkeit, indem die geschäftige japanische Stadt vor und der Garteninnerhalb der Hülle nicht nur durch ihr jeweils sichtbar gemachtes Gegenüber kontrastieren, sondern vielmehr in fließendem Übergang miteinander harmonieren. Eine Spiegelung, eine Fortführung, wenn nicht gar eine regelrecht magnetische Absorption des Außenraums manifestiert sich im Äußeren desCaixa Forumin Madrid von Herzog de Meuron (2008). Gestaltet von dem Gartenkünstler Patrick Blanc als 24 Meter hohe Green Wall, gänzlich berankt mit sattem Grün, spiegele diese, so Herzog, in vertikaler Dimension sowohl den gegenüberliegenden botanischen Garten als auchden von Bäumen gesäumtenPaseo del Prado wider. Ähnlich dynamische Gebäudehüllen, welche in verdichteten urbanen Umfeldern den Rekurs auf eine verloren geglaubte Natur zu visualisieren intendieren, präsentiert auch das jüngst fertiggestellte Hochhaus One Central Park der Ateliers Jean Nouvel (Sydney, 2014): Heimische Pflanzen hauchen der kalten und glatten Oberfläche aus Glas und Stahl neues Leben ein. Das natürliche Umfeld mit dem Baukörper zu einer Einheit verschmelzen zu lassen – und dies impliziert dieInterdependenz mit topografischen Dispositionen –, stellte sich für die Wiener Architekten Heri &Salli als programmatisch dar, als sie für das Projekt Office Off (2013) die Landschaft selbst in die Außenhaut des Bürohauses verwandelten. Fassaden sucht man an allen vier Seiten vergebens; lediglich ein hölzernes Außengerüst, in dessen geometrisches Raster der eigentliche, geschlosseneBaukörper hineingebaut zu sein scheint, deutet an, dass sich hierum die (unsichtbare) Haut zu spannen
habe. Deutlich wird dies ebenso mit Blick auf kubisch gestaltete, in Alucobond gefasste Fortführungen einiger Fensteröffnungen, die in balkonartiger Anmutung ihren Abschluss auf Ebene des Holzgerüstes finden. Zielt so das Eindringen der Landschaft in den Arbeitsraum tatsächlich auf das Evozieren einer lebendigen Arbeitslandschaft ab, stehen derartige soziale Faktoren bei djuhara + djuhara im Kontext der Wohnfunktion im Fokus: Das Wisnu&Ndari House (Bekasi/Indonesien, 2008), als zeitgenössische Interpretation der traditionellen
RumahPanggung-Häuser, sollte trotz begrenzter Grundstücksfläche und restriktivem Etat zu einem komfortabel bewohnbaren Resultat führen: Verkleidet mit recycelten Holzpaneelen lässt sich eine über die gesamte Gebäudehöhe erstreckende Vorhangfassade in Teilen oder gänzlich beiseite schieben, um das Haus zu öffnen und es mit dem Außenraum zu verbinden. Spielt die Inszenierung von Sichtbezügen bei der Gestaltung von Fassaden eine wesentliche Rolle, gelingt dies ebenso durch eine bewusst intendierte Opazität von Gebäudehüllen. Innerhalb der zweischaligen Fassade, nach dem Closed-Cavity-Prinzip,des von WielArets realisierten Allianz-Hauptquartiers (Wallisellen/Schweiz, 2014) schenken integrierte, reflektierende und bewegliche Aluminiumvorhänge einerseits dem Hochhauskomplex das stringent wirkende Erscheinungsbild der Glasfassade. Doch verschleiern jene Vorhänge andererseits das Innere,insofernsie im Auge des Betrachters ein die Monotonie konterkarierendes, nahezu wohnliches Gesicht des Bauwerks evozieren. Lässt sich zwar im Hinblick auf die Düsseldorfer Gehry-Bauten(1999) keineswegs von einheitlichen oder gar monotonen Häuten sprechen, gelten jene spiegelähnlichen Dispositionen in variierter Form für das mittlere der drei skulptural anmutenden Gebäude. Die vonsilbern glänzenden Edelstahlblechen besetzte Oberfläche des gewellten Baukörpers reflektiert nicht nur ihre beiden Nachbarbauten und stellt das ungleich erscheinende Ensemble in einen plausiblen Zusammenhang, sondern nimmt den gesamten Medienhafen in sich auf: Umgebung und Betrachter werden unmittelbar zum Teil der Architektur – schließlich eine der wichtigsten Funktionen von Fassaden, nämlich der Identifikation mit dem Gebäude.
Wenn also das Außen zur Haut wird, müssen Gebäude im Sinne Loos’ nicht zwangsläufig einer breiten Allgemeinheit ästhetische Genügsamkeit verschaffen. Dennoch sind die Gesichter zeitgenössischer Bauwerke– gerade in ihrer Diversität – stets ein Spiegel eines lebendigen gesellschaftlichen Umfelds. Mit dem Fortschreiten neuer technologischer Möglichkeiten eröffnet sich für Architekten wie Stadtplaner der heutigen Zeit ein facettenreiches Spektrum, das im Sinne neuartiger Entwürfe auf kreative Weise ausgeschöpft werden will, um – wie die Hamburger Hafencity beweist – inmitten eines urbanen Gefüges auch das Dazwischen weiterhin mit Leben zu füllen. Autorin: Laura Stillers, B.A.
Architekturreise Kos
Malerisch zeichnen sich die traditionellen, weißgetünchten Steingebäude mit bunten Fenster -und Türelementen gegen den strahlenden und tiefblauen griechischen Himmel ab. Kos ist eine Urlaubsinsel mit einer bewegten Historie, deren architektonische Spuren, über den ersten Eindruck hinaus, bis heute sichtbar sind.
Die Insel ist nach Rhodos und Karpathos die drittgrößte der Dodekanes, einer zur Griechenland gehörenden Inselgruppe in der Ägäis. Die ca. 290 Quadratkilometer große Insel lebt vom Tourismus. Sie zählt gut 30.000 ständige Einwohner, eine doppelte Anzahl an Fremdenbetten steht Urlaubern zur Verfügung. Großzügige Sand- und Kiesstrände säumen die 112 km lange Küste. Kleine Dörfer laden zum entspannten Verweilen, eine lebendige Altstadt zum Shoppen und Ausgehen ein.
Die Mythologie besagt, dass Kos das heilige Land von Asklepeios, dem Gott der Heilung sei. Angeblich wurde auch Hippokrates, der als Begründer der modernen Medizin gilt, 460 v. Chr. auf Kos geboren und wirkte dort. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Überreste des Asklepeion von Kos von Archäologen endeckt und freigelegt. Die im sowohl dorischen und ionischen Stil erbaute, als auch mit korinthischer Säulenordnung ausgestattete Anlage ist ein ein antikes Heiligtum des Asklepeion mit angeschlossenem Sanatorium. Es liegt ca. 3,5 km südwestlich der Stadt Kos, der gleichnamigen Hauptstadt der Insel.
Doch nicht nur die hellenistische Bausweise ist typisch für Kos. Über viele Jahrhunderte hinweg eroberten und besiedelten unterschiedliche Kulturen die Insel und prägten sie demzufolge auch architektonisch. Daher zunächst ein kurzer historischer Abriss, um die Vielfalt der Einflüsse zu verdeutlichen: Erstmals kolonisiert wurde Kos durch dorische Siedler. 564 v.Chr. geriet sie unter persische Kontrolle, gehörte mehr als weitere hundert Jahre zum attischen Seebund bevor sie 405 v. Chr. an Sparta fiel. Im 2. Jhd. v. Chr. eroberten die Römer die Insel, dann war sie Teil des byzantinisches Reiches. Des Weiteren wurde Kos von den Venezianern erobert, und von von ihnen an den Johanniterorden verkauft. Die Johanniter wurden von einer türkischen Invasion vertrieben und das Osmanische Reich besetzte die Insel über 400 Jahre hinweg. Im Anschluss übernahmen zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Italiener die Macht. Erst seit 1948, durch die Anbindung der Dodekanes an Griechenland, steht Kos wieder unter griechischer Verwaltung.
Ein Beispiel für eine frühchristliche Basilika ist die Kirche von dem Heiligen Johann den Baptist. Heute eine Friedhofskirche inmitten der Haupstadt Kos, beherbergte sie während des 5./6. Jhd. n. Chr. ein Baptisterium, eine christliche Taufkapelle. Architektonisch sehenswürdige Elemente sind ein hellenistisches Fries, Kapitelle, Architrave und Pilaster. Zudem sind dort Fresken aus dem 12./13. Jhd. zu betrachten, die Szenen aus dem Leben des Hl. Johann darstellen. Weitere sakrale Sehenswürdigkeiten sind das Kloster von Agios Ioannis, die Kirche und Basilika von Agios Stefanos, der Komplex der frühchristlichen Basilika des Heiligen Stefanos sowie die Kirche des Ypapanti. Letztere Kirche ist beispielhaft für die zeitweise auf der Insel herrschende byzantinische Kultur. Gebaut wurde sie in den Wänden der Ruine einer byzantinischen Festung im Dorf Pyli. Dort zu sehen sind Ikonen und Fresken des 14. Jahrhunderts sowie ein auf vier Säulen gelagerter Marmoraltar.
Einige antike und weitere archäologisch relevante Funde kamen erst nach dem großen Erdbeben im Jahr 1933 wieder ans Licht. Hierzu gehört beispielsweise die Agora samt Stoa aus dem 3./4. Jhd. v. Chr. der Tempel des Herakles, ebenfalls um diese Zeit zu datieren, sowie die Platane des Hippokrates, benannt nach dem berühmten Arzt. Sie befindet sich am Platia Platanou, dem Platanenplatz in der Stadt Kos und in unmittelbarer Nähe zu einem Osmanischen Brunnenhaus, eigentlich ein antiker Sarkophag, der zu einem Brunnen umfunktioniert wurde. Südwestlich des Platzes steht ein weiteres osmanisches Bauwerk, die Loggia Moschee, eigentlich Gazi Hasan Paşa Moscheederen geläufigerer Name von ihrer schönen Säulenloggia herrührt.
Doch auch die Johanniter hinterließen ihre Spuren auf der Insel. Am Eingang des Mandráki- Hafens liegt die Burg Nerátzia. Eine Brücke verband in der Antike das Burggelände mit der Insel. Gebaut wurde die Festung im 13. bis 15. Jahrhundert. Zum Bau wurde nicht allein das Gestein vor Ort, ebenso antike Bauelemente verwendet und auch an der Burg Nerátzia ist wieder ein hellenistisches Fries als Dekorelement zu finden. Die stilistische Vielfalt auf Kos beruht demnach nicht nur auf der Unterschiedlichkeit der Gebäude insgesamt, sondern zeigt auch den Eklektizismus bei der Errichtung eines einzelnen Bauwerks.
Der italienische Einfluss kam ebenfalls nicht zu kurz. Nach dem bereits erwähnten Erdbeben 1933 bauten die Italiener die von ihnen zu diesem Zeitpunkt besetzte Stadt Kos nach einem neuen, klassenorientierten Stadtplan wieder auf. Aufgeteilt in Nord-/ Mittel-/ und Ostbezirk bedeutet dies, dass die Gebäude nach Anforderungen von Arbeiterklasse, Bourgeoisie und wohlhabenden italienischen Siedlern errichtet wurden. Diese nach dem Erdbeben gebauten Gebäude ergänzten den erhalten gebliebenen Bestand erneut um weitere Stilelemente. Rationalistische und nicht zuletzt auch faschistische Architekturmerkmale flossen in die Gestaltung mit ein. Monumentaler Neoklassizismus ( z.B. Casa del Fascio oder Casa Balilla) und eine klassenorientierte Stadtplanung finden sich hier als Zeichen der Instrumentalisierung von Architektur für macht- und gesellschaftspolitische Zwecke.
Ein während dieser Zeit, im Jahr 1936, erstelltes Bauwerk ist das Archäologische Museum Kos. Es befindet sich in Kos Stadt, am nördlichen Ende der Platia Eleftherias. Präsentiert werden die wichtigsten Funde aus sämtlichen Epochen der Insel.
Zum Entspannen eignen sich Ausflüge in traditionelle Dörfer wie Asfendiou, Zia, Antimachia, Pyli, Kefalos an. Auf dem Weg dorthin kommt man nicht selten an die für Kos ebenfalls typischen Windmühlen vorbei. Zudem gilt Kos als die grünste und fruchtbarste Insel der Dodekanes. Auch wenn sich das Leben auf Kos in erster Linie in Strandnähe abspielt, dürfte sich ein Ausflug ins naturnahe und idyllische Hinterland lohnen.
Autorin: Claudia Bassier
Brutalismus – die ehrliche Haut
Grob, grau und schwer liegen sie da: wuchtige Kolosse, deren schroffes Gesichtals Reminiszenz der Nachkriegsmoderne noch heute Stadtbilder prägt. Hässlich und abweisend, so die Konnotationen, die gemeinhin –mitunter vorschnell – jenem Architekturstil der 1950er und 1960er Jahre gelten, der baugeschichtlich in die Strömung des Brutalismus einzuordnen ist. Ein die Gesellschaft polarisierender Diskurs, der nicht erst seit der Debatte um Erhalt oder Abriss der Kirche St. Agnes in Berlin, Symbol des deutschen Brutalismus, aktuelle Relevanz zeigt. Ob pauschalisierend als Betonklötze abgetan, gerechtfertigt als bedrohte Denkmäler für baukulturelles Erbe oder gar in nostalgischem Licht wiederentdeckt als Design-Objekte – brutalistische Bauwerke sind es Wert, genauer unter die Lupe genommen zu werden. Denn hinter ihren Fassaden steckt viel mehr. Liest man ihre Formensprache, sind auch in der zeitgenössischen Architektur Spuren jenes Prinzips evident.
Trotz fortwährender Aktualität innerhalb der architekturhistorischen Forschung bleiben der Terminus des Brutalismus und seine zeitliche Fixierung unscharf. Bereits 1955 suchte Reyner Banham in seinem Aufsatz „Architectural Review“ mit dem Begriffspaar „Ethik“ und „Ästhetik“ einen Sockel für den Stil zu finden, der in die Fußstapfen der internationalen Moderne tritt – doch bezieht sich der Zugriff auf den „New Brutalism“ des Nachkriegsengland der 1950er Jahre. Gelten Alison und Peter Smithson als Mitglieder des Team 10 in diesem Kontext als Pioniere der Strömung, gleichwohl ihre Ideen von jenen Mies van der Rohes geprägt waren,zeigt sich der Leitgedanke erstmals im Schulbau von Hunstanton(1949-1954): Der Gebrauch von Stahl, Glas und Ziegeln spiegelte hier die fundamentalistische Rückbesinnung auf eine sich in groben und unvollendeten Materialien artikulierende, sinnlich anmutende Ästhetik wider – eine theoriebasierte Attitude, die danach strebte, in Opposition zur formalen Lähmung der Moderne durch einen unvermitteltenAusdruck großdimensional Gebautes authentischmitgesellschaftlichem Alltag zu verweben. Internationale Präsenz, über die Grenzen Europas hinaus bis in die USA und nach Japan, zeigt der Brutalismus erst etwa zehn Jahre später. Unter Beibehalt konstruktions- und materialorientierter Ansätzeerweist sich hierbei jedoch – mehr als ethische Dispositionen – vorrangig die nahezu skulpturale Verwendung des rohen Sichtbetons, des ‚béton brut’, aus etymologischer Sicht als zentral. Dennoch, die Robustheit reiner, unverstellterFormen, das Bekenntnis zu Material und Struktur und schließlich die Transparenz der Funktion bringen über den Anspruch einer chronologischen Folge hinaus all jene Bauwerke auf einen gemeinsamen Nenner: Nämlich die äußere Ablesbarkeit des Inneren, für die der Betonweit mehr als nur Hülle eine Projektionsfläche, eine ehrliche Haut darstellt. Als richtungsweisend zeigen sich dabei sowohl Le Corbusiers Klosterbau La Tourette (1956-60) als auchdie Unité d’Habitationin Marseille (1947-52). Zwar dominiertbei dieser Sichtbeton die Skelettkonstruktion in seiner archaischen Optik gänzlich und lässt es glatt und abweisend erscheinen – trotz der Schalungsspuren der Betonverarbeitung, die der Architekt mit Meißelschlägen bei einer Steinskulptur verglich. Dennoch vermitteln bereits die einem geometrisch regelmäßigen und groben Raster folgenden Fassaden die innenliegende Programmatik: Das Wechselspiel zwischen Individual- und Gemeinschaftsbereichen, welches sich in den Balkonen der formal unabhängigen Wohneinheiten einerseits, andererseits durchdie auf halber Gebäudehöhe herausstechende Glasfläche, hinter der sich Ladenstraße und Hotel befinden, äußert. Eine Komposition also, die mittels Proportionen, Rhythmus und plastischer Massengliederung Schwere und Leichtigkeit synchronisiert. Dernicht umgesetzte Entwurf der Smithsons für das Londoner Golden Lane Estate (1952)und die später erbaute Siedlung Robin Hood Gardens (1972)greifen Le Corbusiers Motiv der inneren Straßen, dieBewohnern die Funktionsbereiche zugänglich machen, auf: In Form von ‚Streets in the Sky’ wurden siein den zwei Blocks jedoch nach außen verlagert, mit der Intention, die Zirkulation und Interaktion innerhalb des Gebäudes sichtbar zu machen. EinMotiv, dasauf virtuose Weise auch dasGesicht des Shri Ram Centre for Art and Culture in Neu-Delhi (Shivnath Prasad, 1969) offenbart. Ingeniös trifft das zylindrische Basisvolumen, welches als Kern das Theater beherbergt, auf den auf ihm thronenden und über ihn hinauskragenden rechteckigen Kubus des Auditoriums. Ein sich tief in die Betonmasse einschneidender Brise-soleil als überdimensionierterAbkömmling der Sonnenblenden der Unité spiegelt die Funktion des Bauwerks wider, indemerihm die Wirkung eines Schaukastens verleiht. Das Ensemble starker geometrischer Kontrasteerweist sich ebenso im 1960 als Sitz der Vereinten Nationenkonzipierten Gebäude von Emilio Duhart, Christian de Groote und Roberto Goycolea in Santiago de Chile als maßgeblich. Von Duhart beschrieben als Symbiose aus ‚Haus’ und ‚Monument’, zeigt sich der Komplex als imposantes Karree, dessen Innenhof von die Flügel verbindende Brücken in vier Teile geteilt wird. Innerhalb der hofseitigen Fassaden aus reliefiertem Sichtbeton ragen hier sowohl Bürohaus als auch der sich spiralförmig in die Höhe windende Kegel – Versammlungsort der UN – monumental empor. Eine Kombination von Formen, die nicht nur klimatischen Gegebenheiten Rechnung trägt, sondern auch die Topografie des Landes spiegelt. Wie der Rekurs auf lokale Bautraditionen mit brutalistischen Prinzipien einhergeht, zeigt Kenzo Tange mit dem Rathaus – heute Museum – im japanischenKurashiki (1960): So verweist das tektonische Wechselspiel aus Glas und Beton auf eine an Holzbauweisen erinnernde Optik. Im Theological College von Chichester (ABK Architects,1965) wiederum reflektieren Außenwände aus Ziegel und Holz den örtlichen Kontext. In regelmäßigem Raster bilden sie sich als Verlängerung des festungsartigen Baukörpers zu herausstehenden Kuben aus, um innen größere, durch ein Oberlicht versehene Räume für Rückzug und Studien zu ermöglichen.
Stellte bereits Le Corbusiers Unité ein ‚Laboratorium’ für Form und Funktion dar, gilt der Vergleich ebenso der Erprobung der seriellen Produktion von Baumaterialien. Ob in der Park-Hill-Anlage (1957-61, Jack Lynn/Ivor Smith), dem Wyndham Court (1966, Lyons Israel Ellis)oder der Gropiusstadt(1975) in Berlin – besonders für den sozialen Wohnungsbau warder Einsatz von Fertigteilendienlich, um auf ökonomische Weise einfach und schnell zusätzliche Behausungen zu schaffen.
Ästhetik und Form des Brutalismus, so umstritten er sein mag, beeinflussen bis heute Diskurse in Architektur und Städtebau. Auf Umwegen über strukturalistische Prinzipien bis hin zum Minimalismus zeigen sich zeitgenössische Interpretationen durch Gebäudeformen, die nach wie vor keinenHehl aus ihrem Inneren machen. So beispielsweise die Kukje Gallery (2012) in Seoul, entworfen vom New Yorker Büro So-Il. Von innen heraus funktionierend und stark reduziert in seiner architektonischen Sprache äußert sich der Bau als eingeschossiger Würfel, dessen Außenwände die Raumstrukturen durch geometrischeAuswölbungen nachvollziehbar machen. Grober Beton undscharf ausgeschnittene Wandöffnungen finden sich auch im 2006 fertiggestellten SANAA-Gebäudes des Zollvereins Essen, das unter anderem von der Folkwang Universität der Künste genutzt wird. Wie Rohmaterialien heutzutage besonders für Institutionen mit künstlerischem Bezug und repräsentativem Anspruchin effektvoller UmsetzungZuspruch finden, offenbart ebenso der Blick auf ein Projekt der Pitágoras Arquitectos. Radikal, dennoch diskret in seiner Erscheinung kontrastiert das Volumen für die Platform of Art and Creativity (2012)in Guimarãesmit seinem Umfeld.Und schließlich beweist das von Wespi De Meuron Romeo designte Wohnhaus (2013) im schweizerischen Brissago, dass sich Spuren des Brutalismus, zumindest im Materialeinsatz, ebenso in kleineren Dimensionen wiederfinden.
Brutalismus bleibtalso Erbe der jüngeren, obgleich noch nicht kanonisierten Baugeschichte. Als Relikte, welche das Facettenreichtum und die Haltung jener Zeit charakterisieren, eröffnen einige herausragende Bauwerke das Potenzial, moderne Architektur aus kultureller Sicht zu bewerten. An Beispielen wie dem geplanten Abriss der Robin Hood Gardens oderdem 1972 erbauten Historischen Museums Frankfurt, dessen Betonbau 2011 zugunsten eines Neubaus eliminiert wurde, wird die Frage nach einemkonservatorischen Denkwandel laut, der über rein ökonomische Kriterien hinaus in Erwägungenzu voreiligen Demontagen funktionsfähiger Bauten vollzogen werden sollte. Visualisieren siedasdamalige Bedürfnis nach Protektion und Konstanz und damit den Diskurs um Gesellschaftskonzepte,hatdieser an Bedeutung nicht verloren. Besonders, wie Kenneth Frampton im Sinne einer stilistischen Rehabilitierung zu bedenken gibt, in unserer Zeit, die von gesellschaftlichen Erosionen und kapitalistischem Dilemma geprägt zu sein scheint. Autorin: Laura Stillers, B.A.
Edel und stark: Volvo V60 D4
Weniger Verbrauch ist immer ein gutes Verkaufsargument: Volvo setzt jetzt auch auf Downsizing und bietet demnächst nur noch Vierzylinder mit zwei Liter Hubraum an. Der D4 ist einer von der neuen Volvo-Motorengeneration. Laut Herstellerangabe liegt sein Durchschnittsverbrauch bei 4,2 Litern und erfüllt die Abgasnorm Euro 6. Möglich wird dieser sensationelle Wert durch ein geändertes Einspritzverfahren. Volvo nennt es i-ART-System („Intelligent Accuracy Refinement Technology“). Statt eines einzigen Drucksensors in der Kraftstoffleitung verfügt jedes Einspritzventil über einen eigenen kleinen Sensor. So wird gewährleistet, dass jeder Zylinder mit der richtigen Kraftstoffmenge und dem optimalen Einspritzdruck versorgt wird. Mit den 181 Pferden unter der Haube ist man mehr als gut motorisiert. Der durchzugsstarke Selbstzünder hat keine Probleme, das 1,7 Tonnen schwere Fahrzeug rasant zu beschleunigen. Eilige Geschäftsleute freuen sich über das Spurtvermögen, in 7,6 Sekunden ist man auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h ermöglicht auf freien Autobahnetappen schnelles Vorwärtskommen. So richtig schnelle Etappen passieren im täglichen Leben ja nicht so häufig, aber es bleibt festzuhalten, dass solche Anstrengungen dem Volvo-Motor nicht viel ausmachen. Insgesamt bereitet der neue Motor viel Vergnügen: Ruhige Souveränität hat schon immer gut zu einem Premiumauto gepasst. Der D4 soll dazu beitragen, dass der Selbstzünderanteil innerhalb des schwedischen Portfolios weiter steigt. Kurven und bergige Straßen lassen die Freude am Gas geben überwiegen. 400 Nm unterstützen diese von rationalen Sparsamkeitsgründen unbeschwerte Haltung, die souverän und unaufdringlich agierende Achtgang-Automatik tut ihr Übriges, nicht ständig an den Verbrauch zu denken. Zusätzlich lässt sich eine Eco+-Funktion aktivieren. Diese steht bei der Achtgang-Automatik zur Verfügung und kann über einen Schalter an der Mittelkonsole eingeschaltet werden. Nutzt man sie, werden Motorsteuerung sowie Schaltpunkte für eine zurückhaltende, sparsame Fahrweise angepasst sowie die Leistung der Klimaanlage reduziert. Außerdem kann man die Segelfunktion einstellen, also entkoppelt vom Antriebsstrang die Bewegungsenergie des Fahrzeugs nutzen. Damit lässt sich sicherlich nochmals der eine oder andere Zehntelliter Treibstoff sparen.
Auch optisch hat sich einiges getan: Der Schweden-Kombi gehört eindeutig zu den Hübschen im Lande. Die ehemals typischen kantigen Volvo-Formen sind ja bekanntlich schön länger Teil der automobilen Design-Geschichte, die aktuelle elegante Formensprache setzt mehr auf Prägnanz. Einen besonders starken Ausdruck besitzt die Dachlinie, die ganz modern nach hinten abfällt. Auffällige Leuchten, schöne Lichtgrafiken, chromblitzendes Zierrat und ordentlich Dampf unter der wohl akzentuierten Motorhaube –mit all diesen Zutaten kann der V60 dienen. Die Ausstattung enthält unter anderem Klimaautomatik, Bordcomputer, CD-Radio, Laderaumrollo und eine zweifach teilbare Rückbank (Teilungsverhältnis 40/20/40). Traditionell ist in einen Volvo ebenfalls viel Sicherheit eingebaut, so gibt es serienmäßig neben ESP, ABS und Airbags auch die automatische Notbremse für Stadttempo. In der Top-Ausstattung sind unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Leder, Geschwindigkeitsregelanlage, digitale Instrumentierung, Frontscheibenheizung und eine Musikanlage erhältlich. Volvo hat zudem das Infotainment-System Sensus Connect sowie das Navigationssystem samt Bedienung und Konnektivität überarbeitet und aktualisiert. Die Innenausstattung mit der freischwebenden Mittelkonsole wirkt übrigens überaus schick. Das Platzangebot ist gut und es sitzt sich selbst auf längeren Strecken sehr bequem. Der Kofferraum fasst 430 Liter, was für einen 4,64 langen Kombi in Ordnung ist. Was außerdem gleich angenehm auffällt, ist der sanfte Sound. So wie die Volvo-Autos heute nicht mehr eckig und kantig sind, so weckt man mit ihnen auch keine Nachbarn mehr, wenn man morgens zur Arbeit startet. Im Verlauf der Fahrt entspannt sich das Klangverhalten sogar noch weiter. Der V60 ist im Grunde seines Herzens ein komfortabel abgestimmtes Auto. Nicht sänftengleich, aber doch kommod, wie es sich für die Mittelklasse gehört.
