Urlaubsarchitektur. Die schönsten Ferienhäuser zum Mieten, Jan Hammer & Christiane Pfau, 191 Seiten, Callwey, Preis 29,95 Euro

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Der Sommerurlaub- die schönste Zeit des Jahres. Warum die Ferien in ausgebuchten Hotels ver-bringen, wenn es grandiose Alternativen gibt? Holen Sie sich mit diesem Werk Inspiration für den nächsten Urlaub ins Haus. Urlaubsarchitektur bietet die etwas anderen Ferienhäuser an.
Architektenhäuser, die vieles vereinen, was sich sonst nur als Traumhaus beschreiben lässt: Ein Baumhaus im Wald, ein Turm in Südtirol, oder eine Villa mit Blick auf Lavafontänen und blaues Meer? Diese und viele weitere Häuser entdeckt man in dem Sehnsuchtsbuch Urlaubsarchitektur. Die 150 schönsten Ferienhäuser zum Mieten von Jan Hamer und Christiane Pfau, ergänzt durch Essays von bekannten Architekturliebhabern und -kritikern.

Architekten zwischen Konzept und Strategie, Eduard Sancho Pou, 200 Seiten, Detail, Preis 39,00 Euro

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Die Wandlung innerhalb der Gesellschaft und der Politik findet ebenfalls in die Architekturszene Einzug. Architekten sehen sich mit einem gewandelten Markt, mit veränderten Aufgabenstellun-gen und neuen Anforderungen konfrontiert. Die Ansprüche der Auftraggeber haben sich verän-dert, aber auch die Finanz- und Wirtschaftskrise haben Einfluss auf das Berufsbild des Architekten genommen. Stand früher das reine Bauen im Vordergrund, müssen Architekten heute gegenüber ihren Auftraggebern vielfältige Rollen einnehmen vom Berater über den Vermittler bis hin zum Markendesigner. Welche Strategien werden benötigt, um Aufträge zu erlangen oder Projekte inte-ressant zu gestalten? Das Buch soll Architekten dazu inspirieren, über neue Möglichkeiten nachzu-denken und ungewohnte Wege zu gehen.

 

Basics Projektmanagement Architektur, Bert Bielefeld (Hrsg.), 416 Seiten, Birkenhäuser Berlin, Preis 39,95 Euro

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Basics Projektmanagement Architektur vereint die erfolgreichen Einzelbände Projektplanung, Aus-schreibung, Terminplanung und Bauleitung der Studentenreihe BASICS in einem Buch, das um den neuen, bislang nicht erschienenen Band Kostenplanung ergänzt ist, und beantwortet so in einem Zusammenhang die entscheidenden Fragen nach dem Wie und Warum der Bauabwicklung.

FF Architekten – Das Prinzip des ungewissen Ausgangs

Das Prinzip des ungewissen Ausgangs ist eine Methodik der Projektentwicklung, die darauf fußt die Randbedingungen eines Projektes zu ermitteln und auf ihnen basierend eine Lösung zu erarbeiten. In der Lehre von O. M. Ungers werden systemanalytische Ansätze in den Entwurfsprozess integriert und mit dem Begriff der „Bindungen“ eines Projektes besetzt. Hierbei lassen sich die Agierenden nicht auf eine feste Vorgehensweise ein, sondern handeln flexibel, passend zu der jeweiligen Art der Randbedingungen. Diese werden dadurch herausgestellt, dass man die überlagerten historischen, sozialen, ökonomischen und anderen relevanten Schichtungen des Bestandes analytisch erkennt, interpretiert und nutzbar macht. Ein Projekt wird hierbei – wie bei der russischen Holzpuppe „Matrioschka“ – aus seinen Schichtungen geschält und dem Betrachter in seiner Vielfältigkeit dargestellt.

Katharina Feldhusen und Ralf Fleckenstein von FF Architekten nutzen diese Herangehensweise, um sich der Aufgabe in konzeptionell-experimenteller Weise zu nähern – in enger Kooperation mit allen Projektbeteiligten. Die Ungewissheit des Ausgangs eines Projektes wird hierbei nicht als Mangel wahrgenommen, sondern vielmehr als Chance einer Ausdrucksform so viel Freiraum wie möglich zu geben.

Das Prinzip der Matrioschka ist bei der Bearbeitung der Bibliothek in Luckenwalde nicht nur Ausdruck der Methodik sondern auch Organisationsstruktur des Bestandsgebäudes und seiner Randbedingungen. Die Stadt Luckenwalde – 50 Kilometer von Berlin gelegen – wurde in wilhelminischer Zeit an die Bahn angebunden und erlangte hierdurch industrielle Bedeutung in der Hut- und Tuchmacherei. Der Bezug zur Hauptstadt stellte eine wichtige Randbedingung für die Konzeption der Bibliothek in Luckenwalde dar.
Die Deutsche Bahn hatte in Folge einer Nutzungsanalyse den Bahnhof zum Haltepunkt degradiert und damit eine städtebaulich kritische Lücke im Herzen der Stadt aufgetan. Der denkmalgeschützte und sanierungsbedürftige Bahnhof musste im Rahmen der Entwicklung des Bahnhofsareals einer neuen Nutzung zugeführt und städtebaulich reaktiviert werden. Hierbei durfte der Haltepunkt nicht eingeschränkt werden. Die Stadtbibliothek benötigte mehr Nutzfläche als das Bestandsgebäude zur Verfügung stellen konnte. Ein Anbau war notwendig.

Den Wettbewerb gewann die Arge FF Architekten mit Martina Wronna. Die Arge hatte eine Fortschreibung der Schachtelung herausgearbeitet:
Das Bestandsgebäude besteht aus drei hintereinander geschachtelten Kuben, die die verschiedenen Zonierungen des wilhelminischen Bahnhofs abbilden. Diese wurden zum Teil wieder hergestellt und um einen goldfarbenen, schrankartigen Anbau ergänzt. Dieser ist zweiachsig gekippt, um den verschiedenen Bewegungsformen um den Bahnhofsplatz Rechnung zu tragen.
Die goldene Metallfassade des Anbaus beschert dem Platz ein Objekt, welches ins Auge fällt, aber gegenüber dem Bestandsgebäude nicht zu viel Raum einnimmt.
Durch diese Aktivierung des Platzes entsteht ein Ort mit Identifikationswert.

Eine Bibliothek als Erweiterung des öffentlichen Raumes zu gestalten, war bei der Sanierung und Erweiterung der Bibliothek am Kottbusser Tor ein Bindungsfaktor. Der Berliner Stadtteil Kreuzberg – weithin als multikultureller Schmelztiegel berühmt und als sozial schwaches, problembehaftetes Viertel berüchtigt – bietet mit seiner Bevölkerungsdichte und Heterogenität einen sehr anspruchsvollen Rahmen für die Umsetzung von Bauprojekten. Dies zeigt sich insbesondere bei der energetischen Sanierung eines Bibliotheksgebäudes aus den sechziger Jahren. Die Aufgabe einer Stadtteil- oder Mittelpunktbibliothek liegt auch darin, Bildungs- und Lernort für Anwohner verschiedener Altersstufen und Ethnien zu sein. Eine Aufgabe, die das Gebäude – als reines Medienrepositorium konzipiert – nicht mehr zu erfüllen in der Lage war.
Ein Umbau, der die Anforderungen dieses vielfältigen Programmes uneingeschränkt zu erfüllen vermochte, war mit den Mitteln aus dem Konjunkturpaket II für die energetische Sanierung nicht möglich.
Um dem sehr engen finanziellen Rahmen Rechnung tragen zu können, wurde der notwendigen strukturellen Sanierung eine konzeptionelle vorgeschaltet: Mit dem Bibliothekspersonal wurde das Aufgabenspektrum abgesteckt und bis in die Detailebene erörtert. So konnte ein Konzept entwickelt werden, in dem der bestehende Einraum mit Regalen und Leseplätzen durch Funktionszonen ersetzt wurde, die die Geschosse sinnvoll unterteilen und kleinere, aufeinander bezogene Einheiten aus Veranstaltungsräumen und Lesebereichen bilden.
Eine besondere Aufenthaltsqualität wird dadurch erreicht, dass das Mobiliar nicht nur auf eine Nutzungskonstellation zugeschnitten ist, sondern eine freie Bespielung der jeweiligen Funktionszone erlaubt. Den Nutzern werden unkomplizierte und flexible Umstellungen ermöglicht, wodurch die Attraktivität für verschiedene Nutzergruppen zu verschiedenen Zeiten deutlich erhöht wird. In diesem Sinne entwickelt das Bibliotheksgebäude urbane Qualitäten, da es nicht nur eine spezifische Nutzergruppe anspricht, sondern vielen Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht wird.

Die Fassade des Sechzigerjahrebaus wurde durch lange Fensterbänder und ungedämmte Wandfelder bestimmt, die dem Auge keinen Fixpunkt boten. Indem der Fassade eine Ebene aus Profilbauglas vorgehängt wurde, konnte den Wandflächen eine dämmende Luftschicht vorgeschaltet werden. Die Fensterbänder wurden reduziert, ohne dass auf Belichtungsfläche verzichtet werden musste. Punktuell sind Fenster eingebaut. Diese leiten und halten den Blick und unterbrechen die ansonsten strenge Aufteilung der Fassade. Die Profilelemente in den Fensterfeldern wurden mit transparenter Wärmedämmung befüllt und steigern somit deren energetische Effizienz. Die resultierende Fassade leugnet die Herkunft ihrer Bausubstanz nicht, überlagert diese jedoch mit eigenen Werten und bestärkt die Heterogenität des Ortes. Das Gebäude spiegelt die Umstände wider, die das Leben am Kottbuser Tor prägen: Finanziell angespannte Rahmenbedingungen sowie die Vielfalt der Kulturen. All dies macht den „Kotti“ aus – und jetzt auch seine Bibliothek.

FF Architekten wollen keine eigene Architektursprache besitzen, sondern in Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft die Ausdrucksformen aus den Bindungen von Aufgabe und Ort herausarbeiten. Diese Herangehensweise führt dazu, dass die Ausdrucksweise der Architekten sehr vielfältig, die verwendeten Lösungsansätze mannigfaltig und ortsnah sind. Die Architektur ist weder gefällig noch unumstritten. Konfliktbeladen und kantig lädt sie dazu ein, sich zu ihr zu positionieren und sie in das eigene Leben hereinzulassen. So entwickeln FF Architekten Gebäude mit einer Anziehungskraft, die sich einem durch die Notwendigkeit einer persönlichen Konfrontation erst erschließen und somit eine Form der Individualität erreichen.

Ein sicherer Kraxler (Volvo XC 60 D5 AWD)

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Was die Schweden schon immer auszeichnete, sind Attribute wie Sicherheit und Sportlichkeit. Und sie gehörten zu den Ersten, die einem SUV neben optischer Robustheit auch eine coupéhafte Linie verpassten. Mit dem XC60 haben sie nun noch eins hinzugefügt: Eleganz. Berechtigterweise zählt er zu einer der interessantesten Kombinationen aus Offroader und Sportcoupé. Der XC60 ist auf den ersten Blick als Volvo erkennbar, nicht nur wegen des typischen Volvo-Grills oder der Schultern am Heck. Sein Styling kommt gut an. Die Verarbeitung ist hervorragend. Die hochgelegte und eigenständige Karosserie überzeugt und die typische Horbury-Schulter, benannt nach dem Designer Peter Horbury, ist so gelungen, dass sie ein visuelles Kleinod ist. Auch von hinten macht der XC60 eine gute Figur. Das Interieur mit viel Alu, Silber und Schwarz wirkt sehr edel, aber nicht leicht und aufmunternd. Man sitzt, etwas erhöht, auf bequemen Ledersitzen, die gut stützen. Der Arbeitsplatz des Fahrers ist hochwertig und übersichtlich. Die Verarbeitung ist exzellent. Die „frei schwebende“ und leicht zum Fahrer geneigte Mittelkonsole ist eingebettet in hochwertige Plastik; fein gesäumt von einer Chromkante, schmeichelt das Ambiente dem Auge und verwöhnt die Hände. Die Informationsinstrumente sind gut einzusehen und ebenso gut zu erreichen. Er eignet sich aber nicht nur als elegante Showcar in der Stadt, als Cruiser auf der Landstraße oder Rennmaschine auf der Autobahn, sondern erweist sich auch als wahrer Packesel. Der Kofferraum fasst ordentliche 495 Liter. Bei komplett umgelegter Rückbank wächst er über 1600 Liter an. Der 2,4-Liter-Fünfzylinder mit seinen 215 PS treibt den ohnehin zwei Tonnen schweren Kraxler auch unter Volllast unter sonorem Brummen ordentlich voran. Die 420 Nm werden beim Allradler, der sich durch das Kürzel AWD auszeichnet, gleichmäßig auf alle vier Räder gepresst und lassen den Schweden in 8,5 Sekunden an die 100 km/h-Marke sprinten; auch die doppelte Geschwindigkeit ist kein Problem. Den Normverbrauch gibt Volvo für den „dicken“ Diesel mit 6,8 Litern auf 100 Kilometern an. Kurven lassen sich mit dem XC60 erstaunlich gut bewerkstelligen, denn der Volvo zeigt kaum Seitenneigung. Sollte es dennoch brenzlig werden, greift das ESP im rechten Moment zu. Selbst auf unwirtlichen Feldwegen bleibt der XC60 standhaft und schaukelt sich nicht auf wie einige seiner SUV-Kollegen. Insgesamt gibt er sich für einen Crossover erstaunlich agil. Da Sicherheit bei Volvo großgeschrieben wird, ist der D5 AWD in der Ausstattungslinie Summum natürlich bis unter die Dachkante vollgestopft mit Assistenzsystemen. Neben Einparkhilfe und Tempomat klingeln, bimmeln und blinken Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Abstandswarner und der Totwinkelassistent, wenn Vorwegfahrende gefährlich nahe kommen oder sich Verkehrsteilnehmer heimlich von der Seite oder hinten nähern. Für den XC60 haben sich die Ingenieure außerdem ein besonderes Feature ausgedacht, das sogenannte „City Safety System“. Dahinter verbirgt sich ein radarbasiertes System, das bei Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h Auffahrunfälle verhindert, in dem es selbsttätig eine Vollbremsung einleitet. Wer also auf der Autobahn gepflegt dahingleiten möchte, kann die Assistenten getrost ihre Arbeit verrichten lassen. Abstände, Tempo und Bremsvorgänge werden selbsttätig durch die Elektronik verwaltet und entspannen den Fahrer ungemein. Die einzige Notwendigkeit, die bleibt, ist, das Lenkrad fest in der Hand zu halten. Fahrwerkspoltern oder Klappergeräusche kennt der SUV auch auf sehr schlechten Straßen nicht, sein Geräuschniveau braucht keinen Vergleich mit dem einer gehobenen Limousine zu scheuen. Daran ändert auch die leicht rauchige Aussprache des Fünfzylinder-Diesels nichts, der trotz ungewöhnlicher Bauart praktisch keine spürbaren Vibrationen entwickelt. Kräftig ist er außerdem, und er krankt auch nicht an Anfahrschwäche. Durch die leichtgängige Lenkung und die komfortable Federung wiegt der XC60 die Insassen wie auf Wolken. Das Platzangebot und der Kofferraum überzeugen, ebenso der Komfort und die solide Qualität im Detail. Und so steht Volvo wieder einmal mehr für Sportlichkeit, Sicherheit und Eleganz – kurzum Premium.

Sportlich edel wie ein Samurai (Toyota GT 86) (AFA-Ausgabe 2/2013, S. 61)

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Mit dem GT86 lässt Toyota die Sportwagentradition weiterleben und die Frischekur hat dem Image des Japaners garantiert nicht geschadet. Und den Zeitgeist getroffen hat Toyota außerdem, denn die Rückkehr zum kleinen erschwinglichen Sportwagen dürfte für Applaus sorgen. Das mit Subaru entwickelte Coupé fällt durch sein dynamisches Design sofort auf. Frech und etwas aggressiv wirkt die flache Front mit den spitz zur Mitte laufenden Xenon-Scheinwerfern samt LED-Tagfahrlicht und den ausgestellten Kotflügeln. Mit 4,240 Metern Länge, 1,285 Metern Höhe und 2,570 Metern Radstand dürfte der Toyota GT 86 der kleinste viersitzige Sportwagen der Welt sein. Beim Design ließen sich die Macher von einer Legende inspirieren: dem Toyota 2000 GT als ersten Supersportwagen Japans, der von 1967 bis 1970 entstand. Andeutungen an den 2000 GT lässt der GT 86 beispielsweise in der Form der Seitenfenster erkennen. Die Athletik betonen zusätzlich die ausgestellten Radhäuser, in denen sich 17-Zoll-Leichtmetallräder mit gefrästen Doppelspeichen und davon dunkel abgesetzten schmaleren Akzent-Speichen drehen. Weitere Akzente setzen die weit nach hinten gezogene Kabine und am breitschultrigen Heck ein großer Diffusor mit einem integrierten verchromten Doppelrohr-Auspuff. Ausgefeilt bis ins Detail zeigt sich ebenfalls der Heckspoiler mit sogenannten Canard-Finnen. Die „Sakana“ (Japanisch: „Fisch“) genannten Spoiler verleihen dem GT 86 ein entscheidendes Plus an Stabilität. Der flache und äußerst aerodynamische Toyota GT 86 basiert auf einer völlig neuen Plattform. Mit dem Verzicht auf einen schweren, überdimensionierten Antrieb kehrt der GT 86 zu den sportlichen Wurzeln von Toyota zurück – mit der Kombination eines drehfreudigen Boxer-Frontmotors mit Hinterradantrieb, der kehliger und metallischer als die braven Reihenvierzylinder der Japaner klingt. Mit 200 PS bei 7000 U/min, einem maximalen Drehmoment von 205 Nm bei 6400 Touren und 147 kW steht der GT 86 außerdem ordentlich im Futter. Für den Sprint von null auf 100 km/h benötigt er 7,6 Sekunden und klingt dabei sogar ein bisschen verwegen und trommelt sonor die typische Boxer-Melodie. Wer an Toyota denkt, denkt zumeist ökologisch. Das hat die Vorreiterrolle der Japaner in Bezug auf den Elektroantrieb mit sich gebracht. Statt Zwangsbeatmung, setzen die Japaner auf einen 2,0 Liter großen, frei atmenden Saugmotor. Überdrehen lässt sich der Motor nicht, denn dafür sorgt bei der Höchstdrehzahl ein Begrenzer. Weitere Besonderheiten sind die kompakten Abmessungen, geringes Gewicht, ein knackiges Fahrwerk und der niedrige Fahrzeugschwerpunkt. Das Cockpit ist absolut auf den Fahrer zugeschnitten und beschränkt sich auf das Wesentliche ohne spartanisch zu wirken. Weiche Kunststoffe, hübsche Kontrastnähte, einige sauber eingepasste Blenden sowie ein insgesamt hohes Qualitätsniveau zeichnen den Innenraum aus. Die manuell einstellbaren Sportsitze sind tief installiert und bieten sehr guten Seitenhalt bis in den Schulterbereich. Dieser Sportwagen besitzt außerdem ein griffiges Lenkrad, das bestens in der Hand liegt und mit einem direkten und präzisen Lenkgefühl glänzt. Mit einem Durchmesser von 365 Millimetern ist das Lenkrad das kleinste, das je in einem Toyota zum Einsatz kam und dadurch Lenkbefehle mit geringen Bewegungen sofort umsetzt. Die Handschaltung lässt sich locker schalten und besticht durch kurze, knackige Wege. Einfach gestaltete Anzeigen für Geschwindigkeit, Tankinhalt und Wassertemperatur rahmen den zentralen, weiß hinterlegten Drehzahlmesser ein – das wichtigste Info-Instrument in einem Sportwagen. Ob auf Landstraßen, Passstraßen in den Bergen, oder sogar auf der Rennstrecke – Leidenschaft in reinster Form ist garantiert. Die Lenkung agiert mit einer selbstverständlichen Präzision, frei von jeglicher Hyperaktivität. Dazu trägt auch die eher weich gewählte vordere Federrate von 23 Newton pro Millimeter bei, die eine gute Bodenhaftung der Vorderräder gewährleistet. Insbesondere die passgenau gewählte ABS-Auslegung, die den Einstiegssportler auf den Punkt zum Stillstand kommen lässt, könnte besser nicht sein. Hier stimmt wahrlich alles und Toyota beweist, dass Spaß nicht immer teuer sein muss.

Stylish ins Abenteuer (Mitsubishi Outlander)

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In der neuen Generation des Mitsubishi Outlander verliert der japanische Crossover sein kriegerisches Design. Den martialischen „Jetfighter“-Grill hat er abgestreift. Die schlanke Front wird nun dominiert vom hauseigenen Drei-Diamanten-Logo, das eingebettet ist in zwei horizontale Chromleisten. Der neue Outlander wirkt weicher und freundlicher. Die Optik fällt angenehm sachlich aus, keine sinnlosen Blechfalten verunstalten die Linienführung. Pluspunkte gibt es für die dank schmaler A-Säulen gute Übersichtlichkeit. Positiv ist auch, dass der neue Outlander mit 4,66 Meter nur zwei Zentimeter länger als das bisherige Modell ist, der Radstand von 2,67 Meter bleibt gleich. Zudem hat Mitsubishi das Gewicht um 100 Kilogramm reduziert, unbeladen wiegt das Fahrzeug in der Basisausführung nur 1,4 Tonnen. Der kultivierte Diesel liefert eine Leistung von 110 kW/150 PS. Dazu kommen ein maximales Drehmoment von 360 Nm, das bereits ab 1500 U/min. anliegt und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der Outlander binnen 9,7 Sekunden. Der Motor arbeitet laufruhig und leise, weil Mitsubishi mit umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen nicht gegeizt hat. Der Motor erweist sich als sehr durchzugsstark und vor allem dank eines automatischen Start-Stopp-Systems und des serienmäßig einschaltbaren Fahrmodus Eco-Mode als sehr wirtschaftlich. Als Norm-Verbrauch gibt Mitsubishi 6,9 Liter auf 100 km an. Dabei wird auf Knopfdruck die Motorleistung zurückgenommen, die Klimaanlage fällt in einen Sparmodus und das Allradsystem wird beim 4WD umgestellt: Der Outlander ist nun regulär mit Frontantrieb unterwegs, nur bei Bedarf und fehlender Traktion wird der Heckantrieb zugeschaltet. Zusammen mit der Laufruhe des Selbstzünders, einer angenehm präzisen Lenkung und dem komfortabel abgestimmten Fahrwerk wird der Mitsubishi Outlander so zu einer sehr bequemen Reiselimousine. Der Schalthebel ist exakt geführt. Selbst aus dem sechsten Gang heraus zieht der Outlander schön linear. Als Allradler besteht er dank hoher Bodenfreiheit auch in schwierigem Terrain und hat ebenso als traktionsstarker Zugwagen seine Meriten. Ein großes Aha gibt es dann auch beim Einsteigen: Der Mitsubishi Outlander hat sich deutlich vom eher rustikalen Stil seines Vorgängers abgesetzt. Mitsubishi hat den Innenraum vom Material her deutlich aufgewertet und dem Outlander auch eine ganze Reihe von Assistenzsystemen gegönnt. Neben einem Spurhalteassistenten und einer adaptiven Geschwindigkeitsregelung bremst ein Auffahrwarnsystem das Fahrzeug unterhalb von 30 km/h automatisch bis zum Stillstand ab. Eine sehr übersichtliche Aufteilung des Armaturenbretts und gut ablesbare, große Rundinstrumente machen die Bedienung des Outlander ausgesprochen einfach. Ein im Durchmesser auf 370 Millimeter verkleinertes Lenkrad, die höhen- und längs verstellbare Lenksäule und der verstellbare Fahrersitz mit vergrößerter Kopfstütze und speziell ausgeformten Seitenführungspolstern verschaffen dem Fahrer einen optimalen Arbeitsplatz. Mit einer kompletten Sicherheits- und umfangreichen serienmäßigen Komfort-Features gibt sich Mitsubishi in puncto Ausstattung ebenfalls keine Blöße. Die Sitze sind bequem und lassen sich gut einstellen. Eine gute Lösung ist die Ausformung der Mittelkonsole: Der breite obere Teil endet genau so, dass dem Fahrer darunter viel Platz für sein rechtes Knie bleibt. Entsprechend viel Platz für die Beine haben auch die Passagiere hinten. Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 60:40 ohne viel Kraftaufwand umklappen. Das Ergebnis ist eine ebene Ladefläche von bis zu 1,69 Meter Länge. Qualitativ hat der Mitsubishi Outlander spür- und sichtbar zugelegt. Hochwertige, weiche Kunststoffe im Innenraum, Klavierlack um die Instrumente und präzise definierte Druckpunkte aller Tasten und Schalter entfernen den Outlander meilenweit vom hemdsärmeligen Image früherer Allradler. Der Mitsubishi Outlander wurde jetzt in Japan als sicherstes aller im vergangenen Jahr neu auf den Markt gekommenen Personenwagen ausgezeichnet. Er verfügt über eine Sicherheits-Fahrgastzelle, sieben Airbags sowie ausstattungsbedingt über ein umfangreiches Fahrassistenz-Paket. Also ein Auto für Familie mit Kind, Hund und Kegel!

Charakterstarker Riese (Lexus LS 600h L)

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Unter den Hybriden ist der Lexus LS600h ein Vorzeigemodell. Die Japaner beweisen in dieser Baureihe mit einer starken Kombination aus V8-Benzinmotor, Elektroantrieb und Planetengetriebe Kompetenz und können mit ihrer Ikone überzeugen. Im aktuellen Modell wurde ordentlich nachgelegt, rund 3000 Details sind verändert worden. Zu den wichtigsten zählen das blendfreie Fernlicht mit LED-Technik, schärferes Design, ein strafferes Fahrwerk sowie ein kleines Heer neuer Komfortsysteme. Der Kühlergrill des überarbeiteten Modells ist jetzt zackig geformt, in den neuen Scheinwerfern leuchten LED-Streifen in L-Form, und auch in den Rücklichtern glüht rot der Lexus-Anfangsbuchstabe. Der Wagen wirkt in seinen Proportionen stimmig, ohne zu protzen. Vor allem das Heck des LS 600h L macht einen geradezu zierlichen Eindruck. Besonderes Designmerkmal an der Seite: das so genannte „Pfeilspitzmotiv“, das handgeschliffene, spitz zulaufende Ende der hinteren Seitenfenster. Auch das Interieur hat in puncto Qualitätsanmutung deutlich zugelegt: Einige Plastikschalter wurden durch Drehknöpfe und Taster in Metalloptik ersetzt. Im Lexus LS600h zu fahren, ist wie Urlaub. Mit Klimaconcierge der die Temperatur von Innenraumluft, Lenkrad und Ledersitzen für jeden Passagier automatisch und individuell abstimmt, Shiatsu-Massage und Liegesitzen zu reisen ist Entspannung pur. Die Passagiere können sich im Interieur über viel Platz freuen. Auch im Fond ist reichlich Beinfreiheit vorhanden. Von Vier-Zonen-Klimaanlage über Rund-Um-Entertainment-System, Sonnenrollos an allen Fondscheiben oder die vielseitige Sitzverstellung – für jedes erdenkliche Komfortextra finden sich Schalter, Tasten oder Drehregler, vorn im Cockpit wie auch hinten, die einfach zu bedienen sind. Der Antrieb des Lexus LS600h arbeitet kraftvoll, kultiviert und mit besten Manieren. Weitgehende Vibrationsfreiheit und zurückhaltende Geräuschkulisse machen Freu(n)de. Dem muskulösen Hybrid liegt wuchtiges Herausbeschleunigen ebenso wie hohe Dauertempi oder gediegene Schleichfahrt mit permanentem Wechsel zwischen E- und V8-Motor oder beidem. Der Lexus LS 600h wiegt 2,3 Tonnen, die sich aber extrem locker bewegen lassen, denn der Lexus LS 600h L kann auf eine Gesamtsystemleistung von 327 kW (445 PS) zurückgreifen. Ein permanenter mechanischer Allradantrieb verteilt die Kraft leicht sportiv zu 60 Prozent auf die Hinterachse. In Kurven ändert sich das Verhältnis sogar zu 30/70 (vorne/hinten), während bei einem Haftverlust an den Hinterrädern zum sicheren 50/50-Verhältnis gewechselt wird. Außerdem enthält die Luftfederung eine Wankstabilisierung, die Nick- und Rollbewegungen der Karosserie abdämpfen. Eine ausgeklügelte Hybridsteuerung regelt das Zusammenspiel der beiden Herzen und kümmert sich auch um Kraftflusssteuerung und Ladestrategie. Durch Luftfederung und Aktivlenkung ist das Fahren sehr entspannend, Adaptivdämpfer und kultiviertes Fahrwerk sorgen für Behagen in der Fahrgastzelle. Die Servolenkung des LS 600h L arbeitet geschwindigkeitsabhängig mit variabler Lenkübersetzung. In den Außenbereichen verhält sich die Lenkung ausreichend hart, der Wagen lässt sich gut um die Ecken führen. In der Mittellage ist das Lenken eine ausgesprochen weiche Angelegenheit. Neue elektronische Assistenten sollen den Fahrer in kniffligen Situationen unterstützen. Dazu zählen ein weiterentwickelter Kollisionsvermeidungsassistent, ein adaptiver Fernlichtassistent und eine radargestützte Temporegelanlage, die jetzt von null bis Tempo 200 arbeitet. Zudem besitzt der Japaner eine rekordverdächtige Anzahl von Airbags. Neben den Front-, Seiten- und Kopfairbags kommen auch Knieairbags für Fahrer und Beifahrer zum Einsatz. Zusammen mit dem Anti-Submarining-Airbag sitzen elf Luftsäcke an versteckten Orten. Der Lexus eignet sich wegen des CO2 und Sprit-Spar-Effekts besonders für Kurzstreckenfahrten. Aber auch bei weiteren Strecken lässt er die Konkurrenz hinter sich. Laut Hersteller fließen im Durchschnitt nur 9,3 Liter je 100 Kilometer durch die Benzinleitung. Für den Lexus sprechen zum einen der hohe Komfort und die technischen Spielereien, die vor allem den Fondpassagieren den Aufenthalt äußerst angenehm gestalten. Zum anderen liegt der Hybrid-Antrieb, im Vergleich zu konventionellen Achtzylindern bei vergleichbaren Fahrleistungen im Verbrauch vorne. Hinzu kommt die Exklusivität: Als einer von nur wenigen Hunderten werden Sie mit Ihrem Lexus LS 600h garantiert auffallen.

Japanischer Extremsportler (Lexus IS F)

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Die leistungsstarke Sportwagenversion des Lexus IS nennt sich IS F, wobei das “F“ im Namen zum einen auf den Fuji Speedway, Toyotas Teststrecke, auf der er seinen Feinschliff erhielt und zum anderen auf das Higashi Fuji Technical Centre am Fuße des berühmten Berges in Japan hinweist. Den dynamischen Feinschliff entdeckt man am Spoiler und den größeren Lufteinlässen. Dadurch wuchs die Karosserie um etwa 8 cm und ist nunmehr bei 4,66m angelangt. Einen Tick breiter geworden ist er außerdem, dafür aber auch etwas flacher. Unter der Karosserie hat sich auch einiges getan: das wichtigste ist natürlich der sportliche Motor. So wurdeein kompakt gebauter 5l-Achtzylinder-Motor mit kombinierter Direkt- und Saugrohreinspritzung eigens für den IS F neu entwickelt. Das Aluminium-Triebwerk schafft beeindruckende 423 PS, hängt sehr gut am Gas und ist ein Muster an Laufkultur. Antritt und Durchzugsvermögen sind über jeden Zweifel erhaben. Über das ganze Drehzahlbandwirkt der IS F kraftvoll und dennoch geschmeidig in der Leistungsentfaltung. Sein Drehzahlmaximum von imponierenden 505 Nm sind bei 5.200 U/min. erreicht. Der IS F verfügt über ein Achtstufen-Direktschaltgetriebe mit Wandlerüberbrückung im manuellen Modus und Schaltwippen am Lenkrad.Das Direktschaltgetriebe hat eine zusätzliche Kupplung. Der Drhmomentwandler kommt im manuellen Schaltmodus nur im ersten Gang zum Einsatz. Die zusätzliche Kupplung verbindet die Gänge zwei bis acht direkt, ohne Wandlerbrückung und vermittelt so den Kraftschuss eines Handschalters. Im Automatik-Modus wechselt das Getriebeschnell, kaum spürbat und passgenau den Gang. Rennwagentaugliche 4,8 Sekunden braucht er aus dem Stand für den Sprint auf Tempo 100, nach 15 Sekunden passiert er die 200 km/h-Marke. Der Motor ist nicht elektronisch abgeregelt. Sein Vorwärtsdrang wird erst bei 270 km/h begrenzt. Auch sein Verbrauch ist erstaunlich gering. Innerorts benötigt er knapp 16,8 Liter Superbenzin, außerorts 8,3 Liter und im gemischten Verbrauch sind es 11,4 Liter.Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4, der CO2-Ausstoß beträgt 270 g pro Kilometer. Der IS bot mit Frontmotor und Heckantrieb die ideale Basis für einen Hochleistungssportwagen. Das Fahrwerk wurde auf die Bedürfnisse eines Sportwagens optimiert. Die Lenkung spricht spontan und unmittelbar an und das Fahrzeug folgt den Anweisungen des Fahrers präzise. Geschwindigkeitsabhängig arbeitet die Servolenkung. Mit zunehmender Geschwindigkeit nimmt die Lenkunterstützung ab. Der Sport-Lexus liegt satt und solide auf dem Asphalt. Der Geradeauslauf ist tadellos und der Fahrbahnkontakt hervorragend. Wie es sich für einen Lexus gehört, bietet die Feder-Dämpfer-Abstimmung ein enormes Komfortgefühl. Mit hoher Fahrdynamik und Agilität glänzt der IS F, so dass man die 1,6 Tonnen Leergewicht gar nicht wahrnimmt. Leichtfüßig und spurtreu nimmt er flott gefahrene Kurven. Selbst plötzliche Ausweichmanöver und Spurwechsel bringen ihn nicht aus der Fassung. Auf 19-Zoll-Leichtmetallrädern mit Reifen im Format 225/40 vorne und 255/35 hinten steht der IS F. Die großdimensionierten innenbelüfteten Scheibenbremsen verzögern rundum sehr gut. Die Hochleistungs-Bremsanlage mit Sechskolben-Bremszangen vorne und Doppelkolben-Sätteln hinten hält auch bei höchster Beanspruchung und liefert konstant hohe Bremslesitung ohne Fading. Die Aufprallenergie absorbierende Karosseriestruktur, Seitenaufprallschutz, Kopfstützen und Drei-Punkt-Gurte auf allen Plätzen, zahlreiche Airbags, Sicherheitslenksäule sowie Isofix-Kindersitzvorrüstungen dienen der Sicherheit der Insassen. An aktiven Helfern unterstützen den Fahrer ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD) und Bremsassistent (BA), ESP, die Antriebsschlupfregelung TRC sowie das Integrierte Fahrdynamik Management VDIM. Der Lexus IS F besitzt vier Türen, was für einen Sportflitzer zwar ungewöhnlich, in der Praxis aber eine deutliche Zugangserleichterung ist. Das Platzangebot ist in beiden Reihen großzügig. Der Laderaum fasst 378 Liter. Die Sportsitze vorne sind straff, elektrisch einstellbar und bieten dank ihrer guten Konturen ausgezeichneten Seitenhalt. Der Innenraum ist hochwertig. Materialqualität und Verarbeitung sind über jeden Zweifel erhaben. Aufgeräumt und ergonomisch zeigt sich das Cockpit. Der Weisung des Lexus-Chefentwicklers Yukihiko Yaguchi zufolge lässt der IS F tatsächlich keinen Zweifel aufkommen, dass er den fahrdynamischen Ansprüchen einer Rennstrecke entsprechen kann, und zwar durchaus auf dem Niveau der europäischen Sportlimousinenkonkurrenz.

Offroad in black (Jeep Wrangler Black Edition)

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Der Jeep Wrangler ist inzwischen eine der letzten Möglichkeiten, einen Geländewagen zu kaufen, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient. Neue Wege entdecken und dabei jede Menge Spaß zu haben – das schafft der Jeep Wrangler durch seine überlegene Leistung und hohe Effizienz. Das 2.8 l Common-Rail-Dieselaggregat ist hochmodern und mit einem Dieselpartikelfilter ausgestattet. Mit 147 kW (200 PS) ist es ein wahres Kraftpaket. Sein maximales Drehmoment liegt bei 460 Nm. Im Alltag zeigt er sich als voll taugliches Familienmitglied, im Gelände setzt er nach wie vor Maßstäbe. Auch ohne Höherlegung, Traktionsreifen oder Achssperren erweist er sich als formvollendeter Wühler. Seine Alltags-Variabilität beweist der Jeep Wrangler dadurch, dass es an den Platzverhältnissen nichts zu mäkeln gibt. Der Viertürer bietet Platz für fünf Personen und ist einen guten halben Meter länger als sein Vorgänger. Angesichts der robusten Fahrwerkstechnik hat der Jeep Wrangler im Straßeneinsatz einen Reifegrad erreicht, der für diese Bauform nahe am Optimum ist. Mit sattem Abrollen zieht der Jeep Wrangler stoisch seine Bahn, Schlaglöcher jeder Kategorie absorbieren die schweren Starrachsen mit einer an Ignoranz grenzenden Gleichgültigkeit. Dabei poltert oder klappert nichts im Gehäuse. Der Wrangler bietet auf verschneiten Nebenstraßen, steilen Sanddünen oder schlammigen Wegen bestmögliche Traktion und Kontrolle. Für grandioses Fahrvergnügen sorgen nicht nur die optimierten Fahrwerkseinstellungen und der praktische Komfort, sondern zusätzlich die Wirtschaftlichkeit des Wranglers. Dank optimierter Achsabstände verfügt der Jeep Wrangler über eine vorbildliche Agilität und Wendigkeit. Für Kraftstoffersparnis sorgt seine Start-Stopp-Automatik. Das System schaltet den Motor – z. B. beim Stehen an einer Ampel – automatisch ab, ohne die Zündung auszuschalten. Das ist besonders im Stadtverkehr praktisch und ein guter Beitrag zur Kraftstoffeinsparung. Die Start-Stopp-Automatik kann aber auch deaktiviert werden. Dass sich der Jeep Wrangler auf der Straße munter bewegen lässt, ist nicht zuletzt ein Verdienst der großen Spurweite. Mit 1.572 Millimeter liegt er auch bei zügiger Fahrweise entspannt auf der Fahrbahn. Die Geschwindigkeitsregelanlage sorgt zudem für ein konstant entspanntes Fahrerleben. Optisch ist er nicht nur ein direkter Nachfahre des Willys MB, dem ersten Geländewagen weltweit, das Auto ist ein Alleskönner und in Sachen Wandlungsfähigkeit ist der Jeep Wrangler ungeschlagen. Mit wenigen Handgriffen lassen sich die beiden Vorderteile des Hardtops entfernen, einige Schrauben später gibt auch der hintere Teil des Hardtops auf und lässt die Sonne rein. Ebenso flink sind die Türen ausgehängt, etwas Werkzeugeinsatz vorausgesetzt lässt sich schließlich auch noch die Windschutzscheibe umlegen – Open Air wie beim Willys. Markante Akzente setzt zudem der Farbton „Halbglanz Schwarz“ für die 18 Zoll großen Fünfspeichen-Leichtmetallräder, das schwarze Ornament auf der Motorhaube und die Jeep-Schriftzüge. Mattschwarz dagegen sind die seitlichen Schweller-Schutzrohre und die Tankklappe. Im Innenraum setzt sich die schwarze Farbgebung fort: hochglanzschwarz lackiert sind die Lenkradspeichen, Lüftungs-Ausströmer sowie alle weiteren Kunststoffblenden im Armaturenbrett und in den Türen. Für den passenden Kontrast sorgen die roten Ziernähte. Wem so viel schwarz nicht behagt, kann natürlich auch andere Farben wählen. Hier sind dem Geschmack keine Grenzen gesetzt. Der Jeep Wrangler ist seit der letzten, großen Modellpflege fitter denn je. Wichtigstes Detail dabei war die Renovierung des Antriebsstrangs. Mit der Umrüstung auf die Euro-5-Norm stiegen die Fahrleistungswerte enorm. Ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert den unbesorgten Start ins Abenteuer. Das ESP erkennt kritische Fahrsituationen schon im Ansatz und gleicht diese in Bruchteilen von Sekunden durch gezielte Eingriffe in das Bremssystem an einem oder mehreren Rädern aus. Das elektronische Überrollschutzsystem (ERM) überwacht mit Hilfe von Sensoren alle fahrdynamischen Aktionen des Fahrers sowie das Wankverhalten des Fahrzeugs. Wenn nötig hilft das System, das Fahrzeug wieder zu stabilisieren. Das bei allen Jeep Wrangler Modellen serienmäßige Antiblockiersystem (ABS) leistet zusammen mit Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterachse auf jedem Terrain gute Arbeit und sorgt so für zusätzliche Sicherheit. Bei so viel Komfort und Sicherheit kann das Freiheitsgefühl voll ausgelebt werden.

Stylisches Luxus-Raumschiff mit Diesel-Hybrid

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Der neue Citroën DS5 ist mit seinem innovativen Design eine echte Bereicherung im Straßenbild. Zumal er auch unter der Hülle überzeugen kann. Die Verarbeitung hinterlässt einen ausgezeichneten Eindruck, der kräftige und sparsame Dieselmotor ebenso. Mit dem DS5 HDi 165 sind eine Menge Blicke von Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern garantiert. Er fällt auf, weil sein Design außerhalb der Norm liegt. Alles ist zwar sehr rund und fließend gestaltet, insbesondere beim Blick aufs Heck sieht der DS5 aber sehr sportlich aus. Das gelingt auch wegen der erhöhten Karosserie und der entsprechend schmalen Verglasung, die aber einen großzügigen Blick nach außen erlaubt. Beim DS5 ist außerdem alles ein bisschen größer. Große Scheinwerfer mit coolem LED-Tagfahrlicht, 18 Zoll Felgen und einem markanten Design-Streich: Die über den Frontscheinwerfern beginnenden Chrom-Leisten ziehen sich bis hinter die A-Säule. Das Gepäckabteil wird von Seitenscheiben aus Polycarbonat verkleidet. Auf der Motorhaube thront ein angedeuteter Powerdome, der Frontstoßfänger ist zerklüftet wie bei einem Sportwagen. Mit Spoiler am Dach und zwei großkalibrigen Endrohren flößt der DS5 den ihm folgenden Fahrzeugen Respekt ein. Die breite Spur wird von zwei im hinteren Stoßfänger integrierten Auspuffrohren und der DS-Signatur betont. Das komplette Design dient nicht zuletzt auch einer optimierten Aerodynamik. Im Interieur sind an vielen Stellen die metallisch aussehenden Oberflächen tatsächlich aus echtem Metall und der verwendete Kunststoff sieht durchgehend hochwertig aus und fühlt sich toll an. Der Blick fällt auf eine wuchtige Mittelkonsole mit allerlei Kippschaltern und Dekorelementen in Aluminium-Optik, die von der Mittelarmlehne bis vor zum Automatikhebel reicht. Zum modernen, angenehmen Ambiente trägt auch die in mehreren Stufen regelbare Innenraumbeleuchtung in Rottönen bei. Sie wirft ein wenig Licht auf die Mittelkonsole und beleuchtet außerdem die Seitenfächer in den Türen angenehm. Das hat etwas von Flugzeug-Cockpit. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die zusätzlichen Kippschalter im Dach, mit denen man u.a. das dreiteilige Glasdach öffnen und schließen kann. Der Knopf für den Motor-Start sitzt unorthodox – wie es sich für einen extravaganten Franzosen gehört – hoch in der Mittelkonsole. Es gibt wenig hartes Plastik, Drehknöpfe sitzen fest und lassen sich gut bewegen. Kühl aber sehr elegant sind auch die Leseleuchten, die mit bläulichen LEDs funktionieren. Schaltet man im Dachhimmeln die maximale Innenraumbeleuchtung ein oder öffnet man eine Tür, wird auch der komplette Fußraum hell beleuchtet – praktisch beim Ein- und Ausladen oder wenn man etwas sucht. Die Sitze des DS sind ein Hingucker, bieten angemessenen Seitenhalt und sind bequem. Die hinteren Plätze wurden nicht stiefmütterlich behandelt: Mit großzügiger Beinauflage und Langstrecken-tauglicher Polsterung fühlen sich Passagiere auch im Heck wohl. Das große Lenkrad ist unten stark abgeflacht. Dies gibt dem Steuerrad eine eigenwillige Form, erleichtert aber das Einsteigen. Die Lenkung ist ausreichend präzise. Der Kofferraum ist wegen der im Dach angeschlagenen Klappe gut zugänglich und fasst 460 Liter Gepäck. Laut Citroën hat die hohe Kante gleich mehrere Gründe: Neben der Karosserie-Steifigkeit werden auch noch die Optik und eine bessere Versicherungseinstufung ins Feld geführt. Der Motor leistet 163 PS bei nur 3750 U/min und bietet ein maximales Drehmoment von 340 Nm bei 2000 U/min. In 8,8 Sekunden sind 100 km/h erreicht, maximal sind 215 km/h drin. Und der Verbrauch liegt bei 6,1l/100 km. Fahrzeuge von Citroën waren bisher für ihre eher gemütliche Auslegung bei Fahrwerk und Komfort bekannt. Mit dieser Tradition bricht der DS5 radikal. Im Gegensatz zur Namensgeberin (DS = déesse = Göttin) strotzt der DS5 geradezu vor Maskulinität und Testosteron. Neben dem extravaganten Design machen ihn auch sein Diesel-Hybrid-Antrieb und die technischen Gadgets besonders spannend. Im Gegensatz zu andern Hybriden hat der DS5 einen großen Vorteil: Er ist ein Hybrid mit einem starken herkömmlichen Dieselmotor. Die ersten Meter vom Parkplatz laufen direkt elektrisch, dann schaltete sich der Diesel zu. Deswegen kann er- erst einmal richtig in Fahrt gekommen – richtig schnell und vor allem dabei ruhig unterwegs sein. Er sieht extrem schick aus und vereint individuelle, sportliche, aerodynamische Formen mit einem großen Platzangebot und einer sehr guten Reisetauglichkeit, was ihn zu einem interessanten Auto für jeden Zweck macht.

Der Dreier mit dem grünen Pluspunkt (BMW Active Hybrid 3)

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Der Hybridantrieb hält nun auch in der Mittelklasse Einzug und BMW bietet diese Technik nach dem 5er jetzt auch für die 3er Limousine an. Für die war der Antriebsstrang aus Elektro- und Benzinmotor auch ursprünglich entwickelt worden. Mit dem BMW ActiveHybrid 3 präsentiert BMW als erster Hersteller weltweit ein vollwertiges Hybridfahrzeug im Premium-Segment der kompakten Sportlimousinen. Auf Basis der BMW 3er Limousine ist ein außergewöhnliches Automobil entstanden, das mit kraftvoller Dynamik ebenso begeistert wie mit höchster Effizienz. BMW kombiniert einen Sechszylinder-Turbobenziner mit einem 40 kW / 55 PS starken Elektromotor. Er sitzt im Gehäuse der Achtgangautomatik an der Stelle, wo sich normalerweise der Drehmomentwandler befindet. Von dort unterstützt er den Verbrennungsmotor beim Beschleunigen, kann aber auf kurzen Strecken auch allein den Antrieb übernehmen. Aufgeladen werden die Stromspeicher einerseits durch Bremskraftrückgewinnung, andererseits wird dem Benziner ein Teil seiner Leistung zum Auffüllen des Stromvorrats abgezweigt. Im Ergebnis soll die Mittelklasselimousine mit 5,3 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern auskommen. Besonders im Stadtverkehr macht sich der geringe Kraftstoffverbrauch bemerkbar. Auch ein Segelmodus hilft sparen: Bei gleichmäßigem Tempo – etwa auf der Autobahn – koppelt sich der Verbrennungsmotor komplett ab und überlässt es dem E-Antrieb, die Geschwindigkeit bis zu einer Obergrenze von 160 km/h zu halten oder gar als Generator Strom zu gewinnen. Die gleiche Funktion erfüllt der E-Motor auch beim Bremsen in allen Geschwindigkeitsbereichen. Interessanter noch als der Spareffekt ist allerdings die Fahrdynamik des Dreier-BMWs, denn wer sich 340 PS gönnt, tut dies nicht vorrangig zur Rettung des Planeten. Einen guten Namen gemacht hat sich die kompakte Limousine bereits, da sie durch Qualität, Komfort, Sicherheit und die für BMW typischen sportlichen Fahreigenschaften überzeugen kann. Die satte Systemleistung von 250 kW / 340 PS mit 450 Newtonmetern Drehmoment garantiert Fahrspaß pur. BMWs Hybrid kann nämlich auch anders. Wer statt des Öko-Programms die Sport-Einstellung wählt, macht den E-Motor vom Verbrauchs- zum Beschleunigungshelfer. Von 0 auf 100 km/h geht es dann in 5,3 Sekunden. Die Elektro-Benziner-Übergänge sind kaum zu spüren, geht der Fuß vom Gas, „segelt“ der dann vom Motor getrennte BMW ActiveHybrid 3 frei dahin. Optisch unterscheidet sich der Hybrid nur in Details vom Standard-Modell. Vornehme Zurückhaltung ist seine Stärke. Nur ein Schriftzug an der C-Säule kündet vom Hybrid. Diesen findet man auch auf den Einstiegsleisten und an der Schalthebelblende. Präzise geführte, ansteigende Linien wie die vorwärts strebende Front, die schwungvoll in die Motorhaube übergeht, stehen für pure Dynamik. Die prägnante BMW Niere bildet mit den Scheinwerfern eine Einheit und kommt erstmals auch von der Seite zur Geltung. Breite und Sportlichkeit des Fahrzeugs werden betont. Die optische Differenzierung zum BMW 3er erfolgt über Modell-Schriftzüge am Heck, auf den C-Säulen, im Interieur und auf der Motorabdeckung. Optionale 18 Zoll Aerofelgen und die Lackierung „Liquid Blue“ unterstreichen den innovativen Anspruch. Das Cockpit ist im typischen fahrerorientierten Stil gehalten. Das Interieur der ersten BMW Voll-Hybrid-Limousine überzeugt durch hochwertige Materialien und macht dank seines funktionalen Gepäckraumkonzepts bei Größe und Flexibilität des Laderaums keine Kompromisse. Der Zugang zu hybridspezifischen Anzeigen in Instrumentenkombination, Control Display sowie wichtigen Bedienfunktionen ist optimal. Auf der Fahrerseite der asymmetrischen Mittelkonsole betont ein Wechsel von Dekorflächen und Narbung den Fahrerbereich. Platz gibt es – wie in jedem anderen 3er – ausreichend, das Raumgefühl ist spürbar größer als beim Vorgänger. Das sorgt neben den guten Seitenhalt bietenden Sitzen und der sowohl vorne als auch hinten mehr als genügend Kopf-, Ellbogen- und Kniefreiheit im Innenraum für herrliche Wohlfühl-Atmosphäre. Ökologisch angehaucht und mit jeder Menge Gaudi beim Fahren beweisen die Bajuwaren einmal mehr ihr Gespür für angesagte Bedürfnisse.

Architekturreise Fuerteventura

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Die sanfte Atlantik-Perle

Als zweitgrößte und östlichste Insel der Kanaren liegt Fuerteventura im Atlantischen Ozean an der Küste zum afrikanischen Kontinent. Anders als oft assoziiert, hat sie weitaus mehr zu bieten als ihre karge, schwarzsandige Vulkanlandschaft.
Historisch und kulturell beeinflusst wurde Fuerteventura maßgeblich durch die spanische Eroberung Anfang des 15. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit wurde die Insel der spanischen Krone unterstellt und galt ab diesem Zeitpunkt als Kolonialgebiet.
Noch heute findet man Anzeichen auf Fuerteventura aus der Zeit als es als spanischer Herrschaftsbesitz galt. So geht die einstige Hauptstadt Betancuria auf den Namen des Eroberers zurück. Neben dem von Franziskanern gegründeten Kloster San Buenaventura entstanden dort die ersten Siedlungen auf der Insel.
Diese ursprüngliche Bebauung befand sich besonders im Landesinneren. Da sich die Produktion Fuerteventuras in diesen Zeiten hauptsächlich auf Vieh- und Landwirtschaft und weniger auf Fischfang und Handel bezog, lebten die Bewohner der Insel überwiegend in naher Umgebung zu den Bergen im Hinterland, wo sich auch heute noch der überwiegende Teil der historischen Städte vorfindet.
Durch die Tourismuswelle der 70er- Jahre änderte sich diese Situation jedoch deutlich. Während das Inselinnere für Urlauber weniger von Interesse war, wurden die Küsten und Hafenstädte fokussiert und Fuerteventura als Aussteiger-Insel bekannt.
Heute zeigt sich Fuerteventura jedoch architektonisch als charmantes Zusammenspiel aus ihrer spanischen Kolonialvergangenheit und der modernen Zeit inmitten einer verblüffenden zerklüfteten Landschaft mit sanften Hügeln und kilometerlangen, goldgelben Sandstränden.
Besonders sehenswert ist die ehemalige Hauptstadt Betancuria, die eingebettet in dem gleichnamigen Naturpark liegt und in der sich die Ursprünge der Insel erkennen lassen. Die beeindruckende aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche Nuestra Señora de la Concepción war ursprünglich als Wehrbau konzipiert. Auffällig ist die durch helle Vulkansteine betonte Fassade im Renaissancestil.
Während Santa María, so wie sie von den Einheimischen kurz genannt wird, in ihrer äußeren Erscheinung eher schlicht und zurückhaltend wirkt, ist ihr Raumeindruck innen überwältigend. Durch die hohen Arkaden zwischen Mittelschiff und Seitenschiffen erhält Nuestra Señora de la Concepcion einen leichten, luftigen Hallencharakter. Schmuckstück ist der barocke, üppig mit Schnitzwerk, Ornamenten und Farben verzierte Hochaltar aus dem Jahre 1684.
Unweit der Kirche gelegen befindet sich das älteste erhaltene Gebäude der gesamten Kanaren. Das Bürgerhaus Casa Santa María stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und beherbergt neben einem Restaurant ein Museum für traditionelle Webtechnik.
Ebenfalls an der Westküste – auf dem Berg Tegu zwischen Betancuria und dem Valle de Santa Inés gelegen – zeigt sich das 1997 nach den Plänen des kanarischen Architekten César Manrique (1919 – 1992) erbaute Aussichtsrestaurant Mirador de Morro Velosa im Stil eines kanarischen Herrenhauses. Es verfügt über eine breite Treppe, die auf eine Veranda und weiter in einen Raum führt, der mit großen Fensterscheiben ausgestattet ist und in einer Höhe von 645 m ein sagenhaftes Panorama der umliegenden Landschaft bietet.
In der Nähe liegt die Stadt Antigua mit ihrer bemerkenswerten von Palmen und Lorbeerbäumen eingerahmten Pfarrkirche Nuestra Señora de la Antigua. Die schlicht weiße Kirche mit dem rötlich eingefassten Rundportal stammt aus dem 18. Jahrhundert. Da Glocken auf Fuerteventura ausschließlich in offenen Glockentürmen hängen, ist der rechts angegliederte Glockenturm mit der maurischen Kuppel an der Spitze eine Besonderheit der Insel.
Hinter der Kirche Nuestra Señora de la Antigua beweist eine sehenswerte, prunkvolle, mintfarbene Jugendstilvilla mit weiß gestrichener Fassadeneinrahmung den einstigen Wohlstand der Stadt Antigua im 19. Jahrhundert.
Südlich der Stadt gelegen zeigt das Centro de los Molinos in Tiscamanita mehrere Ausstellungsräume, in denen die Arbeitsweise der für Fuerteventura berühmten, verschiedenen Mühlentypen – den ‚Molinos‘ – erläutert werden. Die genaue Funktionsweise der ‚weiblichen‘ Molina und der ‚männlichen‘ Molino können vor Ort anhand von Ingenieurzeichnungen nachvollzogen werden.
Eine architektonische Besonderheit der Insel offenbart sich in Las Playitas an der Ostküste, nördlich von Gran Tarajal gelegen. Dort befindet sich der Faro Punta de la Entallada, ein Leuchtturm auf 185 m hohen Felsen über dem Meer, in dessen weiße Putzfassade schwarze Basaltsteine eingelassen sind und dessen Gebäudekanten aus rotem Vulkangestein herausstechen.
Der Leuchtturm besteht insgesamt aus fünf Baukörpern; auf dem sich im Zentrum befindlichen Baukörper befindet sich eine große, aus den 20er-Jahren erhaltene, verglaste Laterne auf der Spitze, die dem Gebäude einen kuriosen Ausdruck verleiht.
An der Südspitze der Insel befindet sich ein Juwel der Insel: Das kleine, einstige Fischerdorf Morro Jable, dessen alter Ort noch immer intakt ist.
Prägend für das Stadtbild sind die inzwischen restaurierten, weißen zwei- und dreistöckigen Fischerhäuser, die einen faszinierenden, eigenen Charme besitzen. Die kleinen, gemütlichen Restaurants an der Strandpromenade verhindern, dass Moro Jable als verschlafenes Nest deklariert werden könnte und sorgen für eine lebendige und dennoch entspannte Atmosphäre.
Besonders sehenswert ist das in den Hügeln gelegene Villenviertel des kleinen Ortes, das über eine Treppe vom Strand zu erreichen ist.
Von diesem Punkt aus hat man einen herrlichen Blick über die abknickende Küste und kann das Phänomen beobachten, dass sowohl Sonnenaufgang an der Ostküste als auch Sonnenuntergang an der Westküste gesehen werden kann.
Oftmals als schroff und karg verkannt, ist Fuerteventura dagegen vielmehr die schwarze Schöne mit den sanft goldenen Küsten und einer beeindruckenden Vielfalt an kulturellem Reichtum und architektonischen Perlen.

Zeitmaschine im Astronauten – Look

Erfahrungen mit dem Age Explorer

Ich fühle mich richtig knackig. Schon nach zwanzig Minuten scheint es mal hier und mal dort zu knacken, und ich spüre die Last der Jahre auf meinen Knochen. In zehn Minuten bin ich um 40 Jahre gealtert.
Was sich nach einem spannenden Science-Fiction-Film anhört, ist tatsächlich Realität.
Ich stecke in einem Alterserforschungsanzug, der mich auf Zeit altern lässt. Gewichte, Bandagen, besondere Handschuhe sowie ein Spezialvisier lassen mich die altersbedingten Einschränkungen des Körpers nachempfinden. Ich bin plötzlich 80 Jahre alt.
Ich habe mir vorgenommen typische Alltagssituationen zu erleben. Für gewöhnlich denke ich nicht weiter darüber nach, wenn ich mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahre. Dann schwinge ich mich auf mein Rad und düse zum nächsten Supermarkt, um ein paar fehlende Nahrungsmittel einzukaufen. Meistens schaffe ich es dann noch schnell bis ein paar Freunde zu Besuch kommen oder meine Lieblingssendung im Fernsehen beginnt.
Doch nun ist alles anders. Ich habe das Gefühl, dass „Älterwerden heißt, dass alles geschieht, was Du niemals für möglich gehalten hättest.“
Bereits auf dem Weg zum Fahrrad bemerke ich, dass meine Bewegungsabläufe nicht in gewohntem Maße möglich sind. Mein Gang, der sonst immer beschwingt und flink ist, hat sich nun zu mühsamen, unsicheren und schlurfenden Schritten geändert. Schuld daran sind 10 kg zusätzliches Gewicht des knallroten Anzugs, den ich trage, und der die Abnahme der Kraft im Alter simuliert.
Das Visier des Helmes ahmt die Trübung der Linse nach, so dass der unruhig gemusterte Steinboden im Hausflur meine Augen irritiert und mir einen schwankenden Eindruck vermittelt. Die Einschränkung des Koordinationsvermögens und mein plötzlich nachlassender Gleichgewichtssinn zeigen sich in meinem torkeligen Gang, von dem ich meine, dass er auf andere wirken müsste, als hätte ich zu tief ins Glas geschaut.
Noch bevor ich richtig begonnen habe, merke ich – ich bin alt.
Als mein eigentliches Vorhaben nun endlich seinen Anfang nehmen soll und ich mich auf mein Fahrrad ‚schwingen‘ möchte, zeigt sich zynisch der Humor per se in dieser Situation. Das Schwingen wird zu einer langwierigen, beschwerlichen Tortur. Meine Knochen fühlen sich schwer und ungelenk an, als ich versuche auf das Fahrrad zu steigen.
Die Fahrt auf dem Zweirad zeigt dann schon nach kürzester Zeit, dass ich deutlich weniger Leistung erbringe. Auch bemerke ich, dass diese sportliche Betätigung meine Herzfrequenz offenkundig früher ansteigen lässt und mein Herz-Kreislauf-System deutlich mehr belastet ist. Schon nach ein paar Minuten fühle ich mich wie nach einer halben Stunde Dauerlauf.
Viel mehr besorgt mich jedoch mein eingeschränktes Blickfeld, das das Resultat aus den sich an meinem Hals befindlichen Spezialmanschetten ist, und keine gewohnten Drehbewegungen des Kopfes zulässt.
Geräusche von anderen Verkehrsteilnehmern und Fahrzeugen nehme ich durch die im Helm integrierten Gehördämpfer nur sehr dumpf wahr. Vielmehr ist es ein fernes Summen, das mich ein wenig panisch werden lässt. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich die Situation, in der ich mich befinde, im Griff habe und muss mich darauf verlassen, dass die Menschen um mich herum mehr Herr ihrer Sinne sind als ich es bin.
Meine offensichtliche Unsicherheit lässt mich hoffen bald am Ziel angekommen zu sein.
Buchstäblich eingetrudelt, mache ich mich zu Fuß auf den Weg in den Supermarkt und werde angeschaut als käme ich vom Mond. Mein Astronauten – Look macht sich deutlich bemerkbar und weckt Aufmerksamkeit in meinem Umfeld. Ich fühle mich allerdings alles andere als schwerelos.
So bemerke ich meine nachgelassene Fingerfertigkeit beim Griff ins Kühlregal. Zur enormen Kraftanstrengung wird, das Produkt mit den Spezialhandschuhen – die das nachlassende, taktile Empfinden simulieren – im obersten Regal zu greifen. Meine steifen Glieder schmerzen und die Aufdrucke auf der Verpackung sind kaum lesbar. Die Schrift ist viel zu klein und unleserlich. Fast möchte ich mich beschweren. Auch das Etikett erscheint mir in seltsam trüben Farben, denn meine Farbwahrnehmung wird von einem monotonen Gelbton überlagert.
Als mich jemand bittet einen Schritt beiseite zu treten, um nach dem Produkt im Fach vor mir greifen zu können, reagiere ich zunächst nicht, da ich den Mann neben mir akustisch und optisch nicht wahrgenommen habe. Da ich für gewöhnlich sehr aufmerksam bin, bin ich nun über meine eigene sture, ignorant wirkende Art verärgert und beschämt. Ich weiß, würde ich nicht in dem Alterserforschungsanzug stecken, würde ich mir noch eine ganze Weile Gedanken über diese unangenehme Situation machen.
Da ich mir unglücklicherweise zum Einkaufen die Supermarkt-Rush-Hour ausgesucht habe, stelle ich mich in der langen Menschenschlange an der Kasse an. Das Stehen macht sich sichtlich bemerkbar. Das Gewicht, das auf meinen Knochen lastet, scheint mit jeder Minute größer zu werden und ich habe es eilig zum Kassenband zu gelangen, um endlich meine Ware darauf platzieren zu können.
Aus Gewohnheit habe ich natürlich nicht daran gedacht, im Vorfeld das Kleingeld zur Bezahlung aus meinem Portemonnaie zu suchen. Als ich dann endlich vor der Kassiererin stehe, muss ich zunächst zwei Mal den Betrag erfragen, um danach hektisch im Münzenfach zu wühlen, um die passenden Geldstücke herauszunehmen. Aufgrund des nebeligen, unscharfen Schleiers vor meinen Augen kann ich das Kleingeld nicht richtig erkennen. Das Greifen nach den Münzen schmerzt in meinen simulierten Gichtfingern und das Zwei-Euro-Stück entweicht meinem schwachen Griff, so dass es hinunterfällt.
Zu meinem Glück bückt sich die Frau hinter mir danach, während ihr Mann die Augen verdreht und etwas Ungeduldiges vor sich hinmurmelt. Ich fühle mich unwohl und möchte den Supermarkt möglichst schnell verlassen. Dass dies so rasch nicht möglich ist, daran gewöhne ich mich langsam. Sofern ich diese Strapazen täglich auf mich nehmen müsste, kommt mir bei der Vorstellung dieses beschwerlichen Alltages der Gedanke, dass ich es vorgezogen hätte zuhause zu bleiben. Altersbedingte, soziale Selbst – Isolation fällt mir dazu ein. Und das, obwohl ich mich mir selbst immer als agile, dynamische und muntere Seniorin vorgestellt habe. Langsam beginne ich daran zu zweifeln und fange an zu verstehen, dass man sich wohl im Alter nicht nur physisch, sondern auch zwangsläufig im Verhalten verändert. Man fühlt sich nicht mehr von der Gesellschaft gebraucht. Stattdessen gewinnt man vielmehr den Eindruck, man würde anderen zur Last fallen und ihre Zeit in Anspruch nehmen.
Mein abschließendes ‚Anti-Aging‘ erleichtert mich gewaltig, als ich endlich den Alterserforschungsanzug ausziehe. Ich empfinde, als entledigte ich mich sukzessiv jedes einzelnen Jahres, das zuvor meine Knochen belastete und meine Gedanken dominierte.
Plötzlich fühle ich mich frei und das geflügelte Wort ‚wie neugeboren‘ zeigt sich mir in einer völlig neuen, konkret greifbaren Dimension.
Mir wird deutlich, dass ich in Zukunft das Leben nicht nur viel bewusster wahrnehmen und schätzen werde, sondern darüber hinaus ein viel höheres Maß an Verständnis und Geduld gegenüber alten Menschen aufbringen werde.
In unserer flüchtigen, hektischen und stressigen Umgebung werden Senioren in allen Lebensbereichen nicht adäquat einbezogen – und das, obwohl der demografische Wandel eine andere Sprache spricht und eine konträre Handlungsweise unerlässlich macht. 2060 wird jeder Dritte in Deutschland über 65 Jahre alt sein, jeder Siebte dann sogar über 80. Die Zahlen sprechen also für sich.
Zudem veranschaulichen sie deutlich die zielorientierte Handlungsnotwendigkeit aller Branchen auf diese immer älter werdende Gesellschaft zeitnah zu reagieren.
Generell ließe sich dies maßgeblich z.B. durch zielgerichtete, branchenspezifische Personalschulungen umsetzen, um unmittelbar und angemessen auf die Bedürfnisse älterer Menschen antworten zu können.
In diesem Zusammenhang ist es erforderlich geeignete Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die auf altersspezifische Verhaltensweisen und auf die Nachfrage dieser Nische eingehen.
Besonders Erfolg versprechend sind hierbei Produkte, die generationsübergreifend funktionieren. So können ältere Menschen z.B. Tablet-Computer für sich nutzen, da diese meist intuitiv und selbsterklärend funktionieren und aktivierbare Einstellungen – wie die Vergrößerung des Textes durch eine digitale Leselupe – bieten.
Bezüglich des Architekturbereiches liegt der Anspruch eines zukünftigen, altersgerechten Wohnens, aber auch der Bewegung im öffentlichen, gebauten Raum in einer vereinfachten Umwelt, um möglichst lange ein selbstständiges Leben zu ermöglichen.
Deshalb ist es als Architekt von Bedeutung, sich über altersspezifische, physische wie mentale Einschränkungen bewusst zu sein, um als Resultat baulich darauf reagieren zu können. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist hauptsächlich bauliche Details zu beachten. So erschweren mit zunehmendem Alter z.B. dunkle Farben das Orientierungsvermögen, nicht markierte Stufen werden schlecht wahrgenommen und das Greifen bestimmter Türklinken kann Schmerzen in den von Arthrose und Gicht betroffenen Hand- und Fingergelenken auslösen. Auch klare Farbkontraste und deutlich lesbare Schriften sind in diesem Zusammenhang eine wichtige Erfordernis.
Neben einem altersgerechten Wohnbereich und dem öffentlichen Raum sollte generell bei der Planung und Konzeption eines Gebäudes auch der Arbeitsplatz auf die Lebenssituation angepasste, sichere Arbeitsplätze und –bedingungen anbieten.
In all diesen Bereichen zeigt sich die nötige Selbstständigkeit, dessen Grad es für Senioren durch überdachte Strategien und Konzepte u.a. der Baubranche zukünftig auszuweiten gilt. Barrierefreies Bauen ist in diesem Rahmen bereits ein Schritt in die richtige Richtung, aufgrund des demografischen Wandels muss dieser Bereich jedoch noch optimiert und weiter entwickelt werden.
Indem die Möglichkeit besteht, in die Wahrnehmungs- und Erfahrungswelt von Senioren und ihrer physischen Kondition eintauchen zu können, ist der Alterserforschungsanzug definitiv hilfreich für anschließende, angemessene und bedürfnisgerechte Maßnahmen.
Generell bedeutend ist in diesem Zusammenhang der zusätzliche soziale Faktor an erforderlicher Empathie, die durch den Alterserforschungsanzug bestens vermittelt wird.
Oft lässt sich beobachten – und jeder wird es sicher in gewissem Maße von sich selbst kennen – dass junge Leute ältere Menschen nicht ernst nehmen. Sei es aufgrund einer verlangsamten Reaktionszeit, mehrfachen Verständnisnachfragen oder einem scheinbar ignoranten, sturen Verhalten. Durch die eigene Erfahrung solcher Hilflosigkeit durch den Alterserforschungssanzug können die Gründe dieser Handlungsweisen eruiert und Missverständnisse eliminiert werden. Somit trägt dieses Selbstexperiment als wertvolle Erfahrung zu mehr Verständnis, Respekt, Höflichkeit und Komfort bei und kann zu einer – unter dem sich abzeichnenden sozialen Wandel – bedürfnisgerechten Umwelt führen.
„Wer [also selbst sehr] alt werden will, muss beizeiten damit anfangen.“

Autorin: Sabine Alvermann

 

 

 

Architekturreise Salvador da Bahia

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Im Jahre 1501 an Allerheiligen lief der unter portugiesischer Fahne segelnde Amerigo Vespucci in eine weitläufige Bucht ein, die er nach seiner Landung Bahia de Todos os Santos zu deutsch Allerheiligenbucht nannte. 1549 an dieser Stelle gegründet entstand im Laufe der Zeit eine prachtvolle Stadt, die bis 1763 Hauptstadt Brasiliens war. Heute zählt Salvador da Bahia mit 2,7 Millionen Einwohnern zu den größten Städten Brasiliens und bildet die Hauptstadt des Bundesstaates Bahia. Die frühere Pracht der Stadt speiste sich vor allem aus der Sklavenarbeit auf den Zuckerrohrplantagen. Durch den Handel großen Reichtum aufgetürmte Großgrundbesitzer finanzierten den Bau von hunderten Kirchen und Palästen, in denen sich die zeitgenössische Architektur Europas mit Einflüssen der einheimischen und afrikanischen Kunst mischte. Die Nachkommen jener Sklaven, die den Grund für den einstigen Glanz Bahias legten leben heute aber meist in den Favelas des weiten Hinterlandes der großen Stadt.

Salvador da Bahia liegt zwischen grünen Hügeln, welche die Stadt in eine Oberstadt cidade alta und eine 70 Meter tiefer gelegene Unterstadt cidade baixa teilen. Um leichter von dem einen in den anderen Teil zu gelangen finanzierte der Unternehmer Antônio Lacerda den Bau eines Schnellaufzuges, der die beiden getrennten Stadtteile mit einander verbindet. Dieser Elevador Lacerda genannte Aufzug wurde mit zwei hydraulischen Einzelaufzügen für jeweils 23 Passagiere ausgestattet. Heute sind die beiden alten Aufzugskabinen durch vier neue mit einem Fassungsvermögen von jeweils 27 Personen ersetzt. In nur 30 Sekunden können die 72m Höhenunterschied überbrückt werden. Oben angekommen erschließt sich dann ein einzigartiger Ausblick auf die geschäftige Unterstadt mit den kleinen Segel- und Fischerbooten im Hintergrund. Das Largo do Pelourinho in der hügeligen Oberstadt, ist das pittoreske Zentrum der Altstadt mit seinem verschachtelten Häusermeer. Diese große zusammenhängende Struktur aus barocker portugiesischer Kolonialarchitektur wurde 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Hier schlägt das schwarze Herz Brasiliens mit seinen exotischen und teilweise exzentrischen Ausprägungen an afrikanischen Riten, Kulten und Religionen. Die bekannte Musikgruppe Olodium hat hier seine Wurzeln. Ihre Musik geprägt von Trommeln und dem Capoeira Tanz spiegelt die Seele der Stadt wie keine andere. Auf einem kunstvoll gestalteten Platz des Pelourinho steht die frühere Jesuitenkirche. Nach der Vertreibung des Jesuiten Ordens im 18. Jahrhundert wurde sie zur berühmten Kathedrale und Sitz des Erzbischofs. Mit ihrer manieristischen Architektur ist sie ein beeindruckendes Zeugnis der einst glanzvollen Epoche der Stadt. Nicht nur der Altar, auch Säulen und Bögen der Galerien sind reichlich mit goldenen Elementen und blau bemalten Mosaiken, den sogenannten Azulejos verziert. Das hier angewandte Grundrissschema basiert auf dem Entwurf der ein Jahrhundert früher erbauten Lissaboner Jesuitenkirche Igreja de São Roque. Diese Architektur beeinflusste nicht nur den Bau der Kirche São Francisco unweit der historischen Kathedrale gelegen, sondern auch weitere Bauten in der gesamten Region. Die Stadt Salvador da Bahia war als Hauptstadt der portugiesischen Kolonie ebenso ein wichtiger militärischer Stützpunkt. Aus dieser Zeit sind heute 11 der 13 Befestigungsanlagen noch erhalten. Das Forte de Sao Marcelo ist ein beeindruckendes Beispiel der Befestigungsarchitektur. Es ragt als eine flache und runde Festung aus dem Meer. Die dicken Außenmauern mit ihren Türmen und Kanonen umgeben das innere Geflecht und die Kaserne, die später zu einem Gefängnis für politische Häftlinge umgebaut wurde. Zwischenzeitlich hatte außerdem die königliche Familie Portugals hier ein Domizil.

In der modernen Metropole besticht neben der historischen Bausubstanz natürlich auch die dominierende zeitgemäße Architektur. Das Braunschweiger Architekturbüro Schulitz + Partner werden voraussichtlich Ende 2012 das neue Fußballstadion zur WM 2014 in Brasilien vollenden. Die innovative und einzigartige Dachkonstruktion des Stadions mit den modernsten Materialien schafft eine anregende Atmosphäre im Inneren. Der Entwurf nimmt das alte teilweise baufällige Stadion ins Gesamtkonzept mit auf und verbindet so die unterschiedlichen architektonischen Elemente miteinander, wodurch nach außen hin eine unverwechselbare Charakteristik geschaffen wird. Ein weiteres besonderes Merkmal des neuen Stadions ist die zu einem See im Süden hin geöffnete Fassade, was zudem auch eine angenehme Belüftung ermöglicht. Der Entwurf des Architekturbüros Schulitz + Partner in Zusammenarbeit mit Setepla (Sao Paulo) ist aus einem internationalen Wettbewerb des Bundesstaates Bahia hervorgegangen.
Marcio Kogan gelang es alleine auf Basis des jahrhundertealten Wissens der traditionellen brasilianischen Architektur ein Haus zu entwerfen, das ökologisch und modern ist aber ohne modernste Technik und komplexe CAD Software auskommt. Der vom Meer kommende Wind wird eingefangen und schafft eine unglaublich angenehme Atmosphäre in den Räumen, die um einen zentralen Patio angeordnet sind. In Kombination mit einfachen Materialien aus der Region entsteht ein elegantes Haus Ideal für das Klima in Salvador da Bahia.

 

FußballWunderBauten. Architektur der Emotionen – Die schönsten Stadien und ihre Geschichten, Andreas Bock, Benjamin Kuhlhoff, Alexander Gutzmer, 192 Seiten, Callwey Verlag

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Die Autoren Andreas Bock, Alexander Gutzmer und Benjamin Kuhlhoff erzeugen in ihrem Bildgewaltigen Werk FußballWunderBauten ein wunderbares Zusammenspiel von Architektur und Fußball. Dafür besuchten Sie die faszinierendsten und schönsten Fußballstadien und befragten Architekten, prominente Spieler und Fans nach ihrer ganz persönlichen Geschichte und deren Verbindung zum Fußball. In Form von spannenden Interviews, packenden Reportagen und amüsanten Selbstversuchen wird deutlich, welche Faszination Fußballstadien auf ihre Fans ausüben und wie die Architektur unbeschreibliche Momente erzeugt.

Meine hippe Hütte. Stylish – retro – cool, Jane Field-Lewis und Tina Hillier (Fotos), 166 Seiten, Knesebeck Verlag

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Gartenlauben, Blockhütten, Baumhäuser, Strandhäuschen – ob schlicht oder extravagant, ob alt oder neu, sie alle bieten den idealen Rückzugsort für die eigene Kreativität oder um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Tauchen Sie ein in die Geschichten von 35 außergewöhnlichen hippen Hütten und deren Bewohner, darunter Künstler, Musiker und berühmte Persönlichkeiten wie die Schriftstellerin Virginia Woolf. Die unkonventionelle Gestaltung dieser Bauwerke und die Liebe ihrer Besitzer zum Detail machen jeden Unterschlupf zu einem Unikat. Ein Buch voller Anregungen für alle, die Individualität und Originalität zu schätzen wissen.

Flotter Pick-up für moderne Großstadt-Cowboys (VW Amarok)

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Unbefestigte Pisten, kurvige Serpentinen, Schlamm, Geröll und Wüstensand. Schon der erste Anblick des Amarok verrät, dass dieser Bursche auf Herausforderung und harte Arbeit wartet. Im Straßenbild ist der Lifestyle-Laster kaum zu übersehen, denn der VW Amarok ist ein bulliges Pickup-Modell mit einer Länge von 5,25 Metern sowie knapp zwei Metern Breite und Höhe. Hinter seiner breiten Schulter kann sich selbst der VW Touareg verstecken – der ist zwei Zentimeter schmaler und zehn Zentimeter niedriger als Volkswagens neuer Lastesel. Der VW Amarok schindet also schon im Stand Eindruck. Das schafft er auch mit seiner für Pickup-Verhältnisse relativ gefälligen Form. Seit 2010 wird er im VW-Werk Pacheco bei Buenos Airos in Argentinien gefertigt. Der VW Amarok ist ein weiterer Beweis dafür, dass VW in jedem Segment erfolgreich sein kann, wenn sie wollen. Konzipiert wurde der Amarok für den weltweiten Nicht-US-Markt. Motorisiert ist der VW Amarok mit einem Zwei-Liter-Vierzylinder und Turbo-Diesel, der 122 PS aufweisen kann. Auch abseits der Piste bewegt sich der Amarok trotz seiner rund zwei Tonnen Leergewicht dank kurzer Übersetzung ohne Probleme. Der VW Amarok ein angenehmes Reisefahrzeug, denn auch auf längeren Fahrten zeigt sich der Amarok komfortabel. Der Innenraum strahlt Solidität aus. Bequeme Stoffsitze, keine unverkleideten Blechteile und alles andere als karg präsentiert sich sein Inneres. Seine großzügigen Platzverhältnisse erlauben eine breite Mittelkonsole und bieten viel Kopf- und Kniefreiheit, auch auf der Rückbank. Fährt man nur zu zweit, vergrößern die hochklappbare Fondsitzfläche oder die klappbare Rückenlehne den Stauraum komfortabel. Allerdings darf man kein Kunststoffhasser sein, denn dieses Material wurde für Armaturenbord, Mittelkonsole und Lenkrad verwendet. Selbstverständlich ist aber alles so sauber und routiniert verarbeitet, wie man das von den Wolfsburgern erwartet. Das Cockpit verzichtet auf Spielereien. Tacho, Drehzahlmesser und Multi-Anzeige, auf der sich die einzelnen Infos des Bordcomputers abrufen lassen, teilen sich das Zentralinstrument. Das Geräuschniveau ist niedrig, der lediglich zwei Liter messende Biturbo reißt schon bei niedrigen Drehzahlen kräftig an. Damit lässt sich der Amarok schaltfaul im hohen Gang fahren – auch das ist ein Grund für den im Marktumfeld konkurrenzlos niedrigen Normverbrauch von 7,8 Litern auf 100 Kilometern. Das Fahrwerk des Permanent-Allradlers ist komfortabel abgestimmt. Hinter der Doppelkabine bietet der VW Amarok eine mehr als anderthalb Meter lange Ladefläche. Die Nutzlast beträgt 1,15 Tonnen. Angetrieben wird der Volkswagen Robust von Dieselmotoren mit moderner Common-Rail-Einspritzung. Die Kraftübertragung erfolgt über ein handgeschaltetes Sechsgang-Getriebe, dass sich angenehm mit kurzen, exakten Wegen schalten lässt. Ebenso unauffällig und dienstbar: Die Lenkung. Beide vermitteln ein angenehmes Pkw-Gefühl im langen Transporter. Einmal eingestiegen, ist die Übersichtlichkeit vom Fahrersitz aus nach vorne und hinten sehr gut, auch ist für kleinere Fahrer die hintere Ladekante sichtbar, was das Einparken sehr vereinfacht. Der Pick-up ist eine gelungene Kombination aus Arbeitsauto und ziviler Limousine. Alle fünf Passagiere haben vor allem aufgrund der Fahrzeugbreite mehr als ausreichend Platz. Die Anhängelast beträgt 2,8 Tonnen und mit den Ladeflächenmaßen steht der Amarok an der Spitze der Klasse. Eine Anfahrschwäche lässt sich dem TDI nicht attestieren. Und einmal in Bewegung, marschiert der Vierzylinder schon aus niedrigen Drehzahlen ruckelfrei und kraftvoll los – die 400 Newtonmeter sind spürbar. Im Gelände beweist er dann sein Können so richtig. Selbst derbe Passagen mit halbmetertiefen Löchern lassen sich völlig stressfrei meistern. Die Bergabfahrkontrolle arbeitet im Gelände auch an deftigen Abfahrten souverän, die Berganfahrkontrolle mustergültig – und klettern kann der Amarok mit seiner kurzen Übersetzung wie eine Ziege. Der Amarok ist ein spannender und alltagstauglicher Neuzugang in der Pickup-Szene, der mit hochkomfortablen SUVs und Limousinen problemlos mithalten kann.

 

 

Coupé mit Oberklasse-Ambitionen (VW Passat CC)

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Volkswagen präsentiert mit dem Passat CC ein Modell mit den fließenden Formen eines Gran Turismo, das zwischen Mittel- und Oberklasse einzuordnen ist. CC ist die Abkürzung für “Comfort Coupé“ und weist durch die Namensgebung bereits die Richtung in die die Reise gehen soll. Der Nobel-Wolfsburger besitzt eine flache Dachlinie, schmale Seitenscheiben und vier Sitzplätze, die den ehemals emotionslosen Passat in ein sehenswertes viertüriges Coupé mit formaler Finesse verwandelt haben. Vor allem das neu gestaltete Heck fällt sofort ins Auge, denn auf die Rückleuchten im Glubschaugen-Design des Vorgängers wurde hier verzichtet. Die LED-Leuchten (serienmäßig) lassen den hinteren Abschluss des Coupés deutlich knackiger und profilierter wirken – nicht zuletzt geben sie dem Wagen insgesamt eine höherwertige Anmutung. Vorne blickt man in das mittlerweile gewohnte VW-Familiengesicht. Kein Chrom-Lätzchen mehr, Grill und Scheinwerfer sind betont horizontal ausgelegt, die Haube neu geformt, ebenso der Stoßfänger. Aber nicht nur sein aufregendes Äußeres macht das “Comfort Coupé“ aus. Seine inneren Werte sind gewohnt souverän und über jeden Zweifel erhaben. Layout und Bedienung geben nicht den geringsten Anlass zur Kritik. Die Qualität der verbauten Materialien hat Premium-Niveau. Hinterm Lenkrad kann man sich über ein großzügiges Raumangebot freuen. Die Sportsitze des Passats sind elektrisch vielfach einstellbar und bieten einen ausgezeichneten Seitenhalt. Gegenüber der Limousine wurden die Instrumente neu gezeichnet und die Mittelkonsole umgestaltet. Das Cockpit-Design wirkt sportlich, elegant und hochwertig und sorgt für ein edles Wohlfühl-Ambiente. Neu konzipiert wurden – im Vergleich zum herkömmlichen Passat – der komplette Fond, die Instrumente, die Steuerung der serienmäßigen Klimaanlage, die Lenkräder und die Türverkleidungen samt Dekorleisten. Zur Auswahl stehen beim Passat CC unter anderem Dekore in Echtholz und Applikationen aus gebürstetem Aluminium. Das Multifunktionslenkrad liegt angenehm in der Hand und die klassisch-schönen Rundinstrumente liegen gut im Blick. Besonderes Lob verdient seine schicke Armaturentafel. Zu den besonderen Stärken zählen auch die sehr gute Verarbeitung und ein besonders hoher Fahrkomfort. Nochmals hat VW die Geräuschdämmung verbessert. Für die Reise in den Urlaub mit vier Personen eignet sich auch der große Kofferraum, der 532 Liter fasst. Zusätzlich lässt sich die Rückbank umklappen, wenn lange Gegenstände transportiert werden müssen. Mit 170 PS ist der Passat CC 2.0 TDI 227 km/h schnell. Den klassischen Sprint auf Tempo 100 bringt der Volkswagen in 8,6 Sekunden hinter sich. Dabei wirkt er angenehm elastisch und laufruhig. Der Durchschnittsverbrauch beträgt 6,0 l/100 km. Ganz dicht an der Oberklasse fährt Volkswagen beim Thema Assistenzsysteme. Erstmals in einem Volkswagen überhaupt warnt die Elektronik vor einem Fahrzeug im toten Winkel und greift, wenn nötig, in die Lenkung ein und der Park Assist kann nicht nur parallel, sondern auch quer zur Fahrbahn alleine einparken. Die serienmäßige mechanische 6-Gangschaltung bietet eine optimale Abstimmung. Auf Knopfdruck in der Mittelkonsole lassen sich die Dämpfer nach den Kategorien sportlich, komfortabel oder normal abstimmen. Die Normalposition wird fast allen Fahrsituationen gerecht und bietet auf längeren Strecken einen überzeugenden Reisekomfort. Die große Limousine gleitet fast so komfortabel und leise über Landstraßen und Autobahnen wie man es sonst nur von Fahrzeugen der Oberklasse gewohnt ist. Nur bei wirklich schlechten Straßenverhältnissen wie Kopfsteinpflaster kommt die Komforttaste zum Einsatz. Das macht dann nicht nur einen akustischen Unterschied, sondern der CC wird auch spürbar sanfter aufgefangen. Die sportliche Einstellung eignet sich besonders in Kombination mit der optionalen 18 Zoll Bereifung. Das Fahrwerk stellt sich straff ein und schnelle Kurven werden wie auf Schienen durchfahren. Für zusätzliche Sicherheit sorgt die Fahrspurhilfe „Lane Assist“, die für einen kaum spürbaren Eingriff in das Lenkverhalten sorgt, wenn man unbeabsichtigt über die Mittellinie oder den Randstreifen gerät. Das Gegenlenken erfolgt so dezent, dass nur ein leichter Widerstand zu spüren ist.

Nordic driving mit Stil (Volvo C30)

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Der Volvo C30 R-Design ist ein echter Hingucker der Kompaktklasse. Nach seinem Facelift, das vor allem an der komplett neuen Front zu erkennen ist, macht er jetzt einen noch viel sportlicheren Eindruck. Ein speziell geformter Frontgrill mit R-Design-Logo, verchromte 90-Millimeter-Sportendrohre, ein Dachspoiler und natürlich 17-Zoll-Aluräder in Fünfspeichen-Optik sprechen eine klare Sprache. Innen lassen unter anderem eine neue Sitzpolster-Lederausführung, Alu an den Sportpedalen, der Mittelkonsole und dem Schalthebel sowie ein Sport-Lederlenkrad mit R-Design das Sportlerherz höher schlagen. Gieriger Grill vorn, Avant-Anmutung hinten. Im Volvo nagelt der Diesel sein kräftiges, aber angenehm klingendes Lied. Der C30 ist überhaupt ein sehr leise und angenehm zu fahrendes Auto. Weder in der Stadt, noch bei Autobahntempo dringen unangenehme Fahr-, Wind-, oder Motorgeräusche in den Innenraum ein, hier merkt man den Premium-Anspruch von Volvo sehr deutlich. Im Innenraum geht es aber nicht nur sehr leise, sondern auch sehr elegant zu. Der CD30 wartet mit vielen Ablagen auf, und auch die frei schwebende Mittelkonsole ist ein richtiger Hingucker. Dass die sich darauf befindlichen Knöpfe etwas klein und viele an der Zahl sind, sei daher verziehen, hier steht eindeutig das Design im Vordergrund, und die meisten Funktionen können sowieso über das Lenkrad gesteuert werden. Hinter dem Lenkrad versteckt sich auch die Bedienung des Navigationssystems. Mit Blick auf die Verarbeitung kann der C30 im Premium-Segment mithalten. Armaturen und Bedienelemente im coolen nordischen Ambiente sind ohne Tadel. Der C30 ist sehr sportlich zu bewegen. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt der 426 cm lange Schwede in 8,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 km/h. Zur großen Freude hängt der C30 auch gleich vom Start an gut am Gas und leistet sich über das gesamte Drehzahlband keine Verschnaufpause, auch nicht, wenn man von unten heraus beschleunigen möchte. Auch bei der Straßenlage hat der Volvo eher Sportwagen-Gene und verleitet mehr zu flotter Fahrweise über kurvige Landstraßen als zum sparsamen Dahingleiten. Dennoch hat Volvo den C30 auf Sparsamkeit getrimmt. Der 177 PS (130 kW) starke Diesel soll sich im Schnitt mit 5,1 Litern auf 100 Kilometer begnügen. Beim Sparen helfen dabei ein Aerodynamik-Paket mit optimierter Kühlluftführung und großflächiger Verkleidung des Unterbodens, eine Tieferlegung des Fahrwerks, eine Start/Stopp-Automatik mit Bremskraftrückgewinnung, Leichtlaufreifen und eine Anzeige des optimalen Schaltpunkts. In der Stadt arbeitet die Start/Stopp-Automatik sehr gut, man merkt dabei kaum etwas vom erneuten Start des Motors, wenn man wieder die Kupplung betätigt. Im Fahrverhalten, vor allem bei der Bewältigung kurvenreicher Strecken, kann der C30 mit Dynamik und Agilität glänzen. Der Kühle aus dem Norden fährt sich handlich und bleibt bis in den Grenzbereich, zum Beispiel bei provozierten Lastwechselmanövern, sicher und kalkulierbar. Das Fahrwerk filtert einiges an Bodenunebenheiten weg. Mit sechs Airbags und dem Schleuderschutz ESP zeigt der Volvo keine Lücken in der Sicherheitsausstattung. Potenzielle C30-Fahrer sollten wissen, dass sie mit einem Kofferraumvolumen von 251 Litern bzw. bei umgeklappten Rücksitzen mit 921 Litern auskommen müssen. Für Koffer-Trolleys und Laptop reicht das allemal, aber mit Kinderwagen oder Einkäufen aus dem Baumarkt wird es dann schon eng. Aber größere Ausflüge zu zweit sind sehr bequem möglich. Vor allem, da man in der ersten Reihe des C30 auch sehr gut sitzt. Dank des großen Verstellbereichs des Lenkrads findet sich schnell die ideale Sitzposition, und die Sitze gefallen auch auf Langstrecken sehr gut. Sie sind nicht zu weich, aber auch nicht zu hart – eine harmonische Mischung, mit der man sich schnell wohl fühlt. Eine Empfehlung wert ist auch das Soundsystem, welches hervorragend zum C30 passt und Musikliebhaber voll auf ihre Kosten kommen lässt. So geht der C30 auch eindeutig in Richtung Lifestyle-Fahrzeug und hebt sich bewusst von der braven, aber natürlich auch praktischen, Konkurrenz ab. Der C30 ist für Individualisten, denen Design und Qualität wichtig sind, die aber auch sparsam unterwegs sein möchten, ohne auf Luxus verzichten zu müssen.